Der Harz vor 150 Millionen Jahren

Eine Zeitreise durch die Geologie des Harzes

„Harz – 150.000.000 BC“ ist ein Fach- und Sachbuch über die Geologie im Harz, den Bergbau, die Entstehung von Mineralien und Fossilien und Fundorte im Harz. Warum dies ein hochspannendes Thema ist, wird Autor Lars Jendrzok bei einer Lesung am Donnerstag, 11. März 2027 in der BÜCHER-HEIMAT eindrucksvoll vermitteln.

Der Harz ist weit mehr als ein sagenumwobenes Mittelgebirge – er ist ein offenes Geschichtsbuch der Erde. Auf engstem Raum offenbaren sich hier geologische Prozesse aus über 500 Millionen Jahren, die eine weltweit einzigartige Vielfalt an Gesteinen und Erzen hervorgebracht haben.
Das Buch Harz – 150.000.000 BC versteht sich laut Jendrzok als Hybrid aus Fachbuch, Sachbuch und Ratgeber: Es vermittelt fundiertes geologisches Hintergrundwissen, erzählt die bewegte Geschichte des Harzer Bergbaus und dient gleichzeitig als praktischer Wegweiser zu den spannendsten Fundstellen für Mineralien und Fossilien im Harz.
Wer die Entstehung des Brocken-Granits verstehen, tief in die Stollen der Bergbautradition blicken oder selbst mit dem Geologenhammer auf Entdeckungstour gehen will – dieses Werk ist ein Begleiter von der Theorie direkt ins Gelände und lädt zu einem Blick in die faszinierende Unterwelt des Harzes ein.

Über den Autor:

Schon als Kind gab es für Lars Jendrzok nach eigenem Bekunden nichts Spannenderes, als mit dem Blick am Boden durch die Wälder und Täler des Harzes zu streifen. Er hielt Ausschau nach „Schätzen“, die viel älter waren als alles Lebendige um uns herum. Ein glitzerndes Mineral im Bachbett oder die feinen Linien eines Fossils in einem grauen Schieferstein – diese Funde waren Zeitkapseln aus einer längst vergangenen Welt.

Der Harz ist für Lars Jendrzok nicht nur ein Gebirge, sondern ein offenes Geschichtsbuch der Erde.

Das Herzstück seiner Begeisterung schlägt dabei für eine ganz besondere Zeit: vor genau 150 Millionen Jahren. In seinem Buch möchte er Leserinnen und Leser mitnehmen auf eine Reise durch die Geologie des Harzes.

Es gibt nur wenige Hobbys, die uns so unmittelbar mit der Geschichte unseres Planeten verbinden wie die Suche nach Fossilien und Mineralien. Wer einen Stein aufhebt, hält nicht einfach ein Stück Materie in der Hand — sondern ein Fragment der Erdgeschichte, ein Kapitel aus einem Buch, das vor Millionen von Jahren geschrieben wurde. Jedes Fossil erzählt von einem längst verschwundenen Meer, von Tieren, die vor unserer Zeit über den Meeresboden krochen, schwebten oder schwammen. Jeder Kristall ist das Ergebnis von Druck, Hitze, Wasser und Zeit — ein Kunstwerk, das die Natur selbst geschaffen hat, lange bevor der Mensch existierte.

Für den verheirateten Vater eines Kindes ist das Buch „Harz – 150.000.000 BC“ auch persönlich ein besonderer Schritt. Nach jahrelanger Arbeit (seit 2007 als Autor tätig, u. a. im Kinderbuchbereich) zeigt Lars Jendrzok nun eine neue, reifere Facette seines literarischen Schaffens. Dennoch bleibt er seinem Talent treu, komplexe Welten und Themen vor dem inneren Auge der Leser lebendig werden zu lassen.

Das Buch „Harz – 150.000.000 BC“ ist in der BÜCHER-HEIMAT erhältlich.

Eselsohr: Preisträgerin stellt Buch vor

Eselsohr: Preisträgerin stellt Buch vor

Danae Lake liest in der BÜCHER-HEIMAT

Der Jugendliteraturpreis „Bad Harzburger Eselsohr“ geht 2026 an die Autorin Danae Lake für ihr Buch „Ganz aus Splittern“. Die zwölfköpfige Jury (je sechs Erwachsene und Jugendliche) aus Bad Harzburger Bürgern hat sich jetzt auf diesen Titel verständigt. Die feierliche Preisverleihung wird am Freitag, 2. Oktober, im Bündheimer Schloss stattfinden, bereits am Donnerstag, 1. Oktober, liest Danae Lake ab 19.00 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT aus ihrem Roman.

Die Jury hat sich für diesen Titel entschieden, weil man sich gerade als Jugendlicher einerseits sehr gut in die Hauptfigur hineinversetzen kann, andererseits Lebenssituationen vorgestellt bekommt, von denen viele Jugendliche nichts mitbekommen.  Die Geschichte transportiert viele wichtige Themen wie häusliche Gewalt, soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt. Das Buch ist ein bemerkenswert konzipiertes Erstlingswerk einer jungen Autorin in einem altersgerechten, realistischen und flüssigen Schreibstil.

Das „Bad Harzburger Eselsohr“ wird seit 1989 alle zwei Jahre von der Stadt Bad Harzburg verliehen. Preistrophäe ist das „Bad Harzburger Eselsohr“ in Silber, entworfen und „PreisträgerIn-individuell“ in Handarbeit gefertigt von der Goldschmiedemeisterin Katrin Erben. Mit der Übernahme der Kosten unterstützt die Bad Harzburg-Stiftung seit Jahren den Jugendliteraturpreis.

Zusätzlich ist der Preis mit 2000 Euro dotiert. Mit dem Eselsohr sollen herausragende Werke der Jugendliteratur ausgezeichnet und auf Neuerscheinungen der Literatur für Jugendliche aufmerksam gemacht werden.

Zum Roman

„Ganz aus Splittern“ erzählt eine bewegende Geschichte um Liebe, Freundschaft und Familie: Die 16-jährige Chrissy lebt mit ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater Marcel im „Problemkiez“ und träumt von einem besseren Leben. Mehr noch, sie tut etwas dafür, indem sie sich in der Schule anstrengt, um ein gutes Abitur zu machen. Eines Tages bietet ihr die Direktorin des Heinrich-Heine-Gymnasiums die Teilnahme an einer Studie an, die den Wechsel von Schülern aus Problemvierteln an Elitegymnasien untersucht.

Chrissy lehnt zunächst ab, will kein „Sozialexperiment“ sein. Doch dann eskaliert die Lage zu Hause und sie nimmt das Angebot an. Während sie sich am Elitegymnasium einlebt, Freundschaften schließt und sich verliebt, hinterfragt sie die mysteriöse Studie. Als Marcel das Geheimnis um den Schulwechsel enthüllt, nimmt das Unheil seinen Lauf…

Zur Autorin

Danae Lake, Jahrgang 2006, sucht schon früh nach Möglichkeiten, Gesehenes und Erlebtes in Worte und Bilder zu fassen. Neben der Schule nimmt sie Schauspielunterricht, spielt in einem mehrfach preisgekrönten Kurzfilm und veröffentlicht mit neunzehn ihren ersten Roman „Ganz aus Splittern“, eine bewegende Geschichte um Freundschaft, Liebe und familiäre Beziehungen, aber auch um soziale Ungleichheit und Gewalt. Sie lebt in einer deutschen Großstadt.

Donnerstag, 01. Oktober 2026, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Danae Lake: „Ganz aus Splittern“, Thienemann, 315 Seiten, ISBN 9783522203067, Preis: 16,00 Euro.

Sonja Weber über „Der Gärtner von Wimbledon“

Sonja Weber über „Der Gärtner von Wimbledon“

Jane Crilly: „Der Gärtner von Wimbledon“

Henry Evans hat sich ein halbes Jahrhundert um den Rasen von Wimbledon gekümmert, dafür gesorgt, dass all die prominenten Tennisspielerinnen und Tennisspieler sich auf dem Grün der Courts von ihrer besten Seite zeigen konnten, der Ball perfekt absprang und der Rasen bis zum Finale auch durchhielt. Viele große Namen hatte er kommen und gehen, gewinnen und verlieren sehen, nur der eine Name war nie darunter, die eine Person, derentwegen Henry getreulich zwischen den weißen Linien und den grünen Halmen ausharrte, war nie aufgetaucht: Rose Blake, Tochter aus bestem Hause und Henrys einzige Liebe.

Ihr großer Wunsch war es gewesen einmal im Endspiel von Wimbledon selbst auf dem Rasen zu stehen. Alles begann kurz vor dem zweiten Weltkrieg auf dem Landgut der Blakes. Der dreizehnjährige, vom Leben nicht verwöhnte Henry, Sohn des zweiten Gärtners und die vierzehnjährige vorlaute Rose, Tochter des einflussreichen Sir Richard Blake und leidenschaftliche Tennisspielerin, treffen aufeinander. Zwei Menschen aus unterschiedlichen Welten, die zwei unbeschwerte Sommer lang ihre Träume von der Zukunft träumen, ehe die Gegenwart sie einholt.

Was bleiben wird sind die Plätze an der Church Road, auf denen einst alles möglich schien. Ein Rechteck aus akkuratem Achtmillimeterrasen, von dem aus Rose die Welt erobern wollte und der Ort, an dem Henry sich endlich gleichberechtigt fühlte.

Jane Crilly hat zwei Leben auf wunderbar leichte und literarisch ansprechenden Weise verbunden und wieder getrennt und in eine interessante Rahmenhandlung gebracht. Eine herrliche Sommerlektüre. Alle Leserinnen und Leser von „Offene See“ von Benjamin Myers dürften auch an „Der Gärtner von Wimbledon“ Spaß haben.

Jane Crilly; „Der Gärtner von Wimbledon“, Kampa Verlag, 256 Seiten, ISBN 9778-3-311-15138-8, Preis: 14,00 Euro.


Hans Georg Ruhe über „Frei – Erwachsenwerden am Ende der Geschichte

Hans Georg Ruhe über „Frei – Erwachsenwerden am Ende der Geschichte

Lea Ypi: „Frei – Erwachsenwerden am Ende der Geschichte“

Anfang der 1990er Jahre erklären Historiker das „Ende der Geschichte“ – als habe sich alles auf dieser Welt so ergeben, dass größere Verwerfungen nicht mehr möglich würden.

Lea Ypi lebt im (post)stalinistischen Albanien, ist zehn Jahre alt und erlebt, wie der Diktator Enver Hoxha im Wortsinn vom Sockel gestoßen wird, die neue Zeit beginnt: Hoffnungsvoll erwartet und enttäuschend in seiner kapitalistischen Härte.

Ypi erzählt die Geschichte ihrer Familie und reflektiert, was eigentlich „Freiheit“ bedeutet und ob das Alte vergeblich war und das Neue wunderbar sein wird. Schon bald zeigt sich in ihrer Familie, dass es keine schnellen Antworten gibt. Die Realität legt sich chaotisch über das Land.

Ypi, geboren 1979, ist Professorin für Politische Theorie und schreibt nicht professoral, sondern nahe, eingefühlt und auf milde Art ironisch. „Frei“ liest sich leicht und taucht unter die Oberflächen.

Lea Ypi: „Frei – Erwachsenwerden am Ende der Geschichte“, Suhrkamp, 333 Seiten, ISBN 978-3-518-47324-5, Preis: 14,00 Euro.


pax christi in der BÜCHER-HEIMAT

Ein schwieriges Verhältnis

Prof. Dr. Kai Ambos

Im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade 2026 lädt die pax christi-Gruppe Nordharz am Dienstag, 10. November 2026, um 19.00 Uhr zu einem Vortrag in die BÜCHER-HEIMAT ein: Prof. Dr. Kai Ambos (Göttingen) referiert zum Thema seines neuen Buches „Staatsräson nach Gaza. Das deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht“.

Welche Bedeutung hat das Völkerrecht angesichts zahlreicher aktueller Konflikte und Kriege? Dieser grundlegenden Fragestellung wird Prof. Dr. Kai Ambos anhand der Themenstellung seines aktuellen Buches, das im Mai 2026 im Campus Verlag erschienen ist, nachgehen. Nach dem Holocaust und der Frage der Lehren aus den historischen Erfahrungen pflegen Israel und Deutschland ein besonderes Verhältnis. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat 2008 gefolgert, Israels Sicherheit sei Teil deutscher Staatsräson.

Es stellt sich die Frage, ob daraus die bedingungslose Unterstützung Israels – auch in der Kriegsführung – folgt. Der Gaza-Krieg nach dem Massaker der Hamas im Oktober 2023 hat die Situation verschärft. Vor dem Hintergrund der Geltung des Völkerrechts wird Prof. Ambos verschiedene Aspekte des Themas beleuchten, z.B. Recht auf Verteidigung, Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen, Waffenlieferungen.

Zur Person:

Kai Ambos hat seit 2003 eine Professur für Straf- und Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung, internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Universität Göttingen. Seit 2017 ist er Richter am Kosovo Sondertribunal (Kosovo Specialist Chambers KSC) in Den Haag und Berater der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden. Er hat zahlreiche Publikationen in unterschiedlichen Sprachen zu juristischen Fragen verfasst, zuletzt: Staatsräson nach Gaza. Das deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht, Campus Verlag Mai 2026.

Michael Thode lässt „Blaues Feuer“ lodern

Wenn ein Sensationsfund zur Bedrohung wird

Michael Thode hat bereits im Bastei Lübbe Verlag erfolgreich die Romane „Das stumme Kind“ und „Schuld! Seid! Ihr!“ veröffentlicht, nun folgt im Verlag HarperCollins sein neuer Thriller „Blaues Feuer“. Es ist der erste Band einer konzipierten Reihe um den Kampfschwimmer Yorick Vard und Michael Thode lässt „Blaues Feuer“ am Donnerstag, 11. Februar 2027, auch in der BÜCHER-HEIMAT lodern.

Zum Inhalt

Dr. Kristina Sabo ist etwas gelungen, von dem andere Forscher nur träumen: In der Arktis hat sie ein leuchtendes Bakterium entdeckt – eine wissenschaftliche Sensation, die den weltweiten Energieverbrauch drastisch senken könnte. Um weitere Proben zu sichern, sticht ein Forschungsschiff in See, an Bord Kristina und der Elitesoldat Yorick Vard. Er ist auf verdeckte Operationen spezialisiert, und sein Auftrag lautet: die Mission um jeden Preis zu schützen. Je weiter sie in das Nordpolarmeer vordringen, desto mehr gerät die Fahrt außer Kontrolle. Ein aufziehender arktischer Sturm, Sabotageakte an Bord und unerklärliche Zwischenfälle bedrohen nicht nur die Forschung, sondern auch das Leben der Crew.  

In Hamburg erkennt Kristinas Kollege José Ruiz Fernández unterdessen, welche Gefahr tatsächlich hinter der Entdeckung steckt. Denn ein einziger Fehler kann eine ungeahnte Kettenreaktion auslösen – und eine Entwicklung in Gang setzen, die alles in den Abgrund reißen könnte.  

Ein atmosphärischer Wissenschaftsthriller über Macht, Verantwortung und eine Entdeckung, die zur Gefahr werden könnte – Spannung bis zur letzten Seite.

Zum Autor

Michael Thode, geboren 1974 in Heide/Holstein, ist Jurist und Fachjournalist. Neben seiner Tätigkeit als Autor bringt er seine militärische Erfahrung als Oberst der Reserve regelmäßig in die Bundeswehr ein, unter anderem im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Er lebt mit seiner Frau und einem quirligen Gordon Setter in der Nähe von Hamburg. Dort schreibt er Thriller und Kurzkrimis.

Donnerstag, 11. Februar 2027, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Bildstarke musikalische Lesung

Bildstarke musikalische Lesung

Restorchester und anspruchsvolle Foto-Kunst

Restorchester im Strassenbahn Depot in Braunschweig.

Das RESTORCHESTER um Jens Müller stellt am Donnerstag, 14. Januar 2027, sein neues Album „Zukunftsmusik“ als Fotoband mit Kollodium-Nassplattenfotografie in der BÜCHER-HEIMAT vor. In der Region Bad Harzburg ist Jens Müller vor allem als Bassist von SILENT RADIO bekannt, mit denen er regelmäßig Konzerte im Bündheimer Schloss spielt.

Als Singer/Songwriter seiner eigenen Band RESTORCHESTER sorgt er mit deutschsprachigen Liedern und mittlerweile bereits vier Alben für Begeisterung bei Publikum und Presse: „Swingende Melancholie“, „Stilvoller, fein nuancierter Chanson-Pop…“, der „die Tristesse zum Tanzen bringt“, so überschrieb die Braunschweiger Zeitung die Konzerte von RESTORCHESTER, – Klänge von Charleston bis Kuba und von Polka bis Tango sorgen in Kombination mit feinsinnigen, tragikomischen Texten nicht nur für Schmunzeln, sondern lassen das Publikum sogar manchmal mittanzen.

Für das neue Album-Projekt „Zukunftsmusik“ hat sich das RESTORCHESTER mit dem Göttinger Fotografen Andreas Mros zusammengetan, der seit 2014 in Kollodium-Nassplattentechnik arbeitet und dem anspruchsvollen Verfahren intensive Porträts und stimmungsvolle Stillleben abtrotzt. Diese Technik wurde bereits seit 1851 zum Fotografieren genutzt. In einem aufwändigen Verfahren wird dabei eine Glasplatte per Hand mit einer lichtempfindlichen Flüssigkeit überzogen. In einer lichtdichten Kassette wird sie dann schnellstmöglich noch nass in den Apparat geschoben und per Abnehmen einer Objektivkappe belichtet – nach Stoppuhr und Bauchgefühl.

Geht alles gut, entsteht ein echtes Unikat mit fein austarierter Tiefenschärfe und wohltemperierten Schwarz-Weiß- und Sepiatönen. Die Bilder wirken unmittelbar und geheimnisvoll zugleich und in ihrer nahbaren und nostalgischen Ästhetik trotzdem merkwürdig zeitlos. Wahrscheinlich ist es genau diese Qualität, die sie so gut zu den Liedern von RESTORCHESTER passen lassen.

Entstanden ist so ein gemeinsamer Fotoband plus CD, der die Texte und Lieder von RESTORCHESTERS neuem Album „Zukunftsmusik“ mit den Werken von Andreas Mros auf anregende Weise zusammenbringt. In der „Bücher-Heimat“ in Bad Harzburg stellen Fotograf und Band das inspirierende Werk persönlich mit einem kleinen unplugged-Konzert und einem Gespräch vor.

Donnerstag, 14. Januar 2027, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Leseabend mit Imre Grimm

Der Grimm des Lebens

Imre Grimm. Foto: Jan Schölzel

Wer nennt Brötchen ungestraft „Kürbisschlawiner“? Gehört Sternenstaub in den Bauschuttcontainer? Lautet die korrekte Aussprache von „Worchestersoße“ tatsächlich „Whms$%&X!stersoße“? Ist Geben seliger als Bremen? Und wenn dieses Jahr ein Schaltjahr ist – ist dann nächstes Jahr wieder ein Automatikjahr? Wichtige Fragen, die am Freitag, 6. November 2026, in der BÜCHER-HEIMAT beantwortet werden…

Mit feinsinnigem Humor und scharfem Blick für das Skurrile entlarvt der Kolumnist Imre Grimm – Chefautor des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) – die komischen Seiten des Lebens zwischen Toffifee, Tiefkühlkost und Tupperparty. Seine Kolumne erscheint in mehr als 50 Zeitungen in ganz Deutschland. Seit vielen Jahren ist er auch auf den Bühnen des Landes unterwegs. Nun kommt er wieder einmal nach Bad Harzburg. Im Gepäck: Sein frisch erschienenes Buch „Der Grimm des Lebens“.

In seinem musikalisch-literarischen Programm präsentiert Imre Grimm am Freitag, 6. November 2026, in der BÜCHER-HEIMAT seine besten Kolumnen und Satiren in Wort, Bild und Ton. Ein Abend für alle, die am liebsten über sich selbst lachen. Viel Vergnügen!

Freitag, 6. November 2026, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Sonja Weber über „Szene für Szene die Welt entdecken“

Sonja Weber über „Szene für Szene die Welt entdecken“

Andrea David: Szene für Szene die Welt entdecken

Andrea David ist als Filmtouristin unterwegs und bereist und fotografiert auf der ganzen Welt Landschaften, Städte und Gebäude, die in Filmen oder auch Musikvideos zu sehen sind. Vor Kurzem ist Teil zwei von „Szene für Szene die Welt entdecken“ erschienen und die Autorin nimmt uns mit nach Berlin, Paris, Notting Hill, Salzburg und Amsterdam, nach Neuseeland, Tunesien und Japan.

Und eben auch, jetzt wird es für Weihnachtsmärchenfreunde interessant, nach Moritzburg und auf das Schloss Moritzburg knappe zwanzig Kilometer nördlich von Dresden. Hier kann man auf der Schlosstreppe den Schuh von Aschenbrödel bestaunen und im Inneren wurden Szenen des Remakes von „Drei Engel für Charlie“ gedreht.

Die spannendste Entdeckung für mich ist der Strand von Freshwater West bei Pembrokeshire in Wales. Dort kann man das fiktive Grab des Haushelfen Dobby aus den Harry Potter Filmen besuchen. Der kleine Filmelf hat viele Fans und einige haben bunte Steine und tatsächlich Socken zu seinen Ehren dagelassen.

Da möchte ich ja spontan gleich hin, oder nach Tunesien. Indiana Jones und Krieg der Sterne schau ich gelegentlich auch gern und der Dghoumes National Park circa fünfhundert Kilometer südlich von Tunis war oft Kulisse für diese Reihen.

Andrea David: „Szene für Szene die Welt entdecken“, Bruckmann Verlag, 240 Seiten, ISBN 978-3-7343-3266-1, Preis: 24,99 Euro.


Petra Nietsch über „Die Briefeschreiberin“

Petra Nietsch über „Die Briefeschreiberin“

Virginia Evans: Die Briefeschreiberin

Dieser Roman hat seit seiner Veröffentlichung im April 2025 weltweit große Anerkennung erfahren. Im Juni dieses Jahres gewann Virginia Evans für ihr Erstlingswerk den Women’s Prize for Fiction, einer der renommiertesten Literaturpreise für Frauen.

Allein schon auf Grund des nur noch selten gewählten Formats ist „Die Briefeschreiberin“ ein außergewöhnliches Buch. Denn es besteht ausschließlich aus Briefen und gelegentlichen Emails, die die Ich-Erzählerin Sybil Van Antwerp an jeden schreibt, dem sie etwas mitzuteilen hat.

Dies sind neben Verwandten und Freunden u.a. auch bekannte Persönlichkeiten wie z.B. die Schriftstellerin Ann Patchett oder der Filmregisseur George Lucas. Wenn sie Antworten erhält, sind auch diese abgedruckt.

Mit Hilfe dieses Formats gelingt es Virginia Evans ein sehr genaues Charakterbild dieser Frau zu zeichnen. So habe ich als Leserin nicht nur wesentliche Daten und Ereignisse aus ihrem langen Leben erfahren, sondern sie als Mensch wirklich gut kennengelernt. Sie braucht feste Routinen, kann kratzbürstig, streitbar und auch belehrend sein, gleichzeitig ist sie aber hilfsbereit, warmherzig und großzügig.

Sybil ist 73 Jahre alt, als der Roman beginnt. Ihr Augenlicht wird immer schlechter und sie weiß, dass sie in einigen Jahren erblinden wird. Sie erkennt, dass sie bis dahin noch einiges, wie z.B. das schwierige Verhältnis zu ihren Kindern, klären muss.

Und dann ist da noch der eine Brief , an dem sie seit Jahrzehnten schreibt, aber den sie nie abgeschickt hat …

Ein wundervoller Roman, der nicht nur durch das ungewöhnliche Format besticht, sondern auch durch die gelungene Charakteristik eines ganz besonderen Menschen. Gleichzeitig ist er auch ein Plädoyer für die Kunst des Briefeschreibens, denn in einem Brief steckt so viel mehr als in einer Text- oder Sprachnachricht.

Virginia Evans: „Die Briefeschreiberin“, Goldmann, 384 Seiten, ISBN 9783442317844, Preis: 24,00 Euro.