Stefan Gliwitzki stellt Krimi-Erstling vor

Musikalisches Krimi-Debüt

„Mitten in Deutschland verschwindet ein Politiker…“, so bewirbt der Omnino-Verlag den ersten Band einer konzipierten Krimireihe, die Autor Stefan Gliwitzki am Donnerstag, 19. August 2027, um 19.00 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT im Rahmen einer musikalischen Lesung in Bad Harzburg vorstellt – also mitten in Deutschland…

„Bloome – Der Weg führt nach Norden“ ist der erste Kriminalroman von Stefan Gliwitzki. Nach seinen Romanen „Quitt“ und „Ooge“ schlägt der Autor erstmals den Weg in dieses Genre ein und verbindet klassische Ermittlungsarbeit mit Gesellschaftssatire, feinem Humor und einem ebenso eigenwilligen wie liebenswerten Ermittler.

Im Mittelpunkt steht Kommissar Eddy Bloome, ehemaliger Berliner Großstadtkommissar, der nach Hameln gewechselt ist. Als der umstrittene Lokalpolitiker Benno Bunk spurlos verschwindet, beginnt ein Fall, der weit über eine gewöhnliche Vermisstensuche hinausgeht. Noch bevor die Polizei überhaupt von dem Verschwinden erfährt, bringt der ehrgeizige Lokaljournalist Gunnar Raff die Geschichte auf die Titelseite. Damit beginnt ein Wettlauf zwischen öffentlicher Wahrnehmung, politischem Kalkül und kriminalistischer Spurensuche.

Bloome ermittelt anders als viele Genrehelden. Er ist kein Draufgänger, sondern ein genauer Beobachter. Gemeinsam mit seiner jungen Assistentin Gesa von Detten und seinem Hund Bogdan folgt er den leisen Spuren in einer Stadt, in der jeder jeden kennt, aber kaum jemand die Wahrheit sagt. Dabei entfaltet sich ein Panorama aus Lokalpolitik, Medienbetrieb, familiären Verwerfungen und gesellschaftlichen Abgründen.

Stefan Gliwitzki verbindet klassische Krimispannung mit Milieubeobachtung. Seine Figuren sind eigenwillig, oft skurril, dabei jedoch nie karikaturenhaft. Humor entsteht aus Situationen und Charakteren, nicht aus Effekten. Gerade die Nebenfiguren – vom sensationshungrigen Provinzjournalisten bis zu den Mitgliedern des Stadtrats – verleihen dem Roman eine erzählerische Tiefe. Zugleich stellt Bloome Fragen nach Wahrheit, öffentlicher Meinung und dem Einfluss lokaler Machtstrukturen, ohne dabei den Unterhaltungswert aus den Augen zu verlieren.

Zum Autor:

Stefan Gliwitzki lebt in Hameln und auf der Nordseeinsel Föhr. Der Anglist und Theologe leitete mittelständische Unternehmen und arbeitet heute als professioneller Musiker, Komponist und tourt mit seinen Bands Tone Fish und Tankerkönig durch ganz Deutschland. Nach seinem Debütroman Quitt (2024) und dem Inselroman Ooge (2025) erscheint mit Bloome – Der Weg führt nach Norden sein erster Kriminalroman.

Stefan Gliwitzki: „Bloome – Der Weg führt nach Norden“, Omnino Verlag, 312 Seiten, ISBN 978-3-95894-405-3. Preis: 16,00 Euro.

Petra Nietsch über „Das Gemälde“

Petra Nietsch über „Das Gemälde“

Geraldine Brooks: Das Gemälde

Geraldine Brooks: Das Gemälde

Dieser Roman gehört für mich zu den besten Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Die Geschichte entfaltet so viel Kraft, dass ich wie von einem Magneten mühelos durch die Handlung gezogen wurde. Dabei fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen.

Der deutsche Titel lässt vermuten, dass ein Gemälde im Mittelpunkt steht. In Wirklichkeit geht es aber um das Pferd, das darauf zu sehen ist. Das Gemälde, 1857 von Thomas J. Scott gemalt, dient lediglich dazu, die drei unterschiedlichen Zeitebenen, in denen der Roman spielt, miteinander zu verknüpfen.

Bei dem Pferd handelt es sich um Lexington, das erfolgreichste amerikanische Rennpferd, das es jemals gegeben hat, und das zudem als Deckhengst nahezu 600 Fohlen zeugte, von denen 236 als Sieger ins Ziel kamen.

Der Roman basiert somit auf einer wahren Geschichte. Die überwiegende Zahl der Charaktere sind reale Personen, lediglich die Protagonisten sind fiktional.

Die Handlung habe ich als äußerst komplex empfunden, auch weil Geraldine Brooks eine Vielzahl von Themen darin verwoben hat. Es empfiehlt sich, sich für die ersten Kapitel etwas Muße zu gönnen, um die Vielschichtigkeit des Romans leichter erfassen zu können.

In ihrem Nachwort sagt die Autorin: „As I began to research Lexington’s life, it became clear to me that this novel could not merely be about a racehorse, it would also need to be about race.” („Als ich begann, über Lexingtons Leben zu recherchieren, wurde mir klar, dass dieser Roman nicht bloß von einem Rennpferd handeln konnte – er musste auch von Rasse handeln.“)

Die historische Dimension des Romans gibt Einblick in die Zeit vor dem amerikanischen Bürgerkrieg als der Rennsport in der reichen Gesellschaft der Weißen eine bedeutende Rolle spielte. Die Arbeit als Trainer, Jockey und Pferdepfleger wurde allerdings fast ausschließlich von Sklaven erledigt. Rassismus ist einer der zentralen Themen dieses Buches und spielt in allen drei Zeitebenen eine Rolle.

Jarret, einer der Hauptfiguren im Roman, ist bei der Geburt dieses außergewöhnlichen Pferdes dabei und begleitet es bis zu dessen Tod. Wenn Lexington an einen neuen Besitzer verkauft wird, wird Jarret mit ihm verkauft.

Parallel zu diesem Erzählstrang spielt sich ein weiterer in 2019 in Washington DC ab. Hier treffen Jess, eine junge australische Wissenschaftlerin und Theo, ein nigerianisch-amerikanischer Kunsthistoriker aufeinander. Während Jess zufällig auf dem Dachboden des Naturhistorischen Museums das verstaubte Skelett von Lexington findet, entdeckt Theo im Sperrmüll der Nachbarin das Gemälde von Thomas J. Scott. Gemeinsam versuchen sie mehr über das Rennpferd und das Gemälde herauszufinden.

Die historischen Aspekte der einzelnen Erzählstränge sind von Geraldine Brooks gründlich recherchiert und mit großem Können zusammengefügt worden und verdeutlichen, wie Vergangenheit und Vermächtnis die moderne Welt formen. Jede handelnde Person hat einen individuellen Sprachstil, der sich nahtlos und überzeugend in die jeweilige Zeit einfügt.

„Das Gemälde“ von Pulitzer-Preis-Gewinnerin Geraldine Brooks hat es verdient, verfilmt zu werden. In meinem Kopf sind bereits beim Lesen vielfältige Bilder entstanden.

Geraldine Brooks: „Das Gemälde“, btb Taschenbuch, 569 Seiten, ISBN 9783442775293, Preis: 15,00 Euro.


Der neue Uhlenklippenspiegel ist da

Der neue Uhlenklippenspiegel ist da

Bewährtes Produkt unter neuem Vorstand

Der neue Uhlenklippenspiegel ist erschienen. Die Nummer 147 im mittlerweile 41. Jahrgang. Seit 1986 versorgt der Harzburger Geschichtsverein (HGV) seine Leserschaft mit ebenso wissenswerten wie unterhaltsamen Beiträgen zur Harzer und vor allem Bad Harzburger Heimatgeschichte.

Mitglieder des Geschichtsvereins erhalten das Heft frei Haus, aber selbstverständlich hat auch die BÜCHER-HEIMAT kostenlose Exemplare vorrätig, um die weiterhin gute Nachfrage zu decken.  Denn die Ortsgeschichte ist ein angesagtes Thema in der Kurstadt und die Mitmach-Buchhandlung in der Herzog-Wilhelm-Straße 64c trägt diesem Umstand in vielfältiger Weise Rechnung. Bücher zur Regionalgeschichte, aber auch Harz-Kalender gehören zum festen Angebot.

Eine Rubrik, die weiter ausgebaut werden soll, erklärt Sonja Weber für die BÜCHER-HEIMAT. Schon länger laufen Gespräche mit dem Harzburger Geschichtsverein, für den die Buchhandlung den Verkauf des umfangreichen Buchbestands forcieren will. Schließlich hat sich der HGV nicht allein mit dem Uhlenklippenspiegel, sondern auch als Herausgeber wichtiger Werke zur Heimatgeschichte einen guten Namen gemacht.

Darunter sind Klassiker wie die „Aktenstücke zur Geschichte des Amtes Harzburg“, die „Beiträge zur Geschichte des Amtes Harzburg“ oder auch Friedrich Erhardts „Namen aus der Harzburger Geschichte“. Und es sind neue Einblicke in die Historie wie „Die Holz- und Pappenindustrie im Harzburger Radautal 1865 – 1961. Vom Epochenwandel in der Harzer Holzwirtschaft“ aus der Feder von Edgar Isermann oder auch Egon Knofs „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“.

Nicht allein bei der Finanzierung einzelner Buchprojekte hat dabei die Bad Harzburg-Stiftung eng mit dem Harzburger Geschichtsverein zusammengearbeitet. Das Archiv-Team der Bürgerstiftung, das auf der Plattform Harz-History unter anderem das Ahrens-Fotoarchiv präsentiert, hat die 41 Jahrgänge des Uhlenklippenspiegels digitalisiert und unter https://blog.harz-history.de im Internet aufruf- und durchblätterbar gemacht.

Ein Angebot, das trotz der weitverbreiteten Print-Ausgabe erfreulich gut angenommen wird. Seit dem Start Ende 2024 verzeichnet die Website fast 1600 Besucher und deutlich mehr als 5000 Seitenaufrufe. Tendenz weiter steigend. Und das Blättern in den einzelnen Heften, in denen man sich bei der Lektüre gut verlieren kann, wird hierbei noch nicht einmal erfasst.

Auch in der neuen 147. Ausgabe wartet der Uhlenklippenspiegel wieder mit interessanten Themen aus – beginnend mit HGV-Personalien: Redaktionsleiter Dieter Tramp verabschiedet den alten und stellt den neuen Vorstand vor.  Angekündigt wird zudem der Kalender 2027 des Harzburger Geschichtsvereins, Klaus Röttger erinnert an den Harzburger Kuhhirten Heinrich Rögener, der „Auf seine Weise Spuren in der Geschichte hinterlassen“ hat und Michael & Sven Bartsch begleiten den Weg der Gründerzeitvilla Schmiedestraße/Herzog-Wilhelm-Straße „Vom ,Ratten-Nest‘ zur Freiheit“. Einen „Blick in den Vorgarten der Diktatur – Grenztourismus in Eckertal/Stapelburg“ wird Julius Vesting, während sich Dr. Burkhard Budde dem Jungbrunnen und der „Sehnsucht nach ewiger Jugend“ widmet.

Markus Weber erinnert an den Künstler und Kunsterzieher Hans Stöhr, Elke Cerbe beschreibt „Die Sennhütte – Von der Sennerei zum historischen Baudenkmal“, Helmut Gleuel stellte die größte unterirdische Apotheke im Regensteingebirge vor, Horst Woick erläutert den Harzburger Schwibbogen und „Erotische Porzellan-Botschaften aus Bad Harzburg im Schlossmuseum Fürstenberg“ rücken Michael & Sven Bartsch ins Blickfeld.

Leseförderung eingetütet

Leseförderung eingetütet
Stolze Abc-Schützen mit ihren kunterbunten Lesetüten. Fotos: Moritz Büsching/Goslarsche-Zeitung

Starke Aktion für die Abc-Schützen

Bücher und Zubehör für den Start ins Schulleben habe alle Erstklässler der Bad Harzburger Grundschulen jetzt in „Lesetüten“ erhalten.  Koordiniert wird das Leseförderungsprojekt durch die BÜCHER-HEIMAT, finanziert durch die Bad Harzburg-Stiftung.

Organisiert hat das Leseförderungsprojekt die Interessengruppe Leseförderung im Börsenverein des Deutschen Buchhandels. Bundesweit läuft das Projekt bereits seit 2011, mit großer Unterstützung der Verlage Oetinger und Arena.

Mit der Übergabe der Geschenke verbunden ist sozusagen auch ein Klassen-übergreifendes Teambuilding an den Grundschulen: Die Zweitklässler bemalen die Tüten für die Abc-Schützen kunterbunt, ehe sie an die neuen Schülerinnen und Schüler überreicht werden. Für ihren Einsatz wurden die Zweitklässler allerdings auch bedacht, sie erhielten Malbücher und Stifte von der Öffentlichen Versicherung Braunschweig.

Die Lesetüten für die Erstklässler befüllte die BÜCHER-HEIMAT, die Koordinatorin des Projekts in der Kurstadt, mit einem Lesezeichen, einem Buch für Erstleser sowie einem Türanhänger mit der Aufschrift „Komm rein zum Vorlesen!“.  Außerdem spendierte die Harzburger Aktion jedem Kind noch ein Pixibuch. Buch, Anhänger und Lesezeichen finanzierte wie schon im vergangenen Jahr die Bad-Harzburg-Stiftung. Alle zusammen bilden ein starkes Team, das die Aktion mit Leben füllt.

Die Übergabe der Lesetüten begleiteten Andrea Scholz von der Bad Harzburg-Stiftung, Stefanie Horn von der Öffentlichen Versicherung und Sonja Weber, die Leiterin der BÜCHER-HEIMAT.

Thriller-Abend mit Autoren-Paar

Spannung im Doppelpack

Silke Schaudienst ist am Mittwoch, 24. Februar 2027, erneut zu einer Lesung in der BÜCHER-HEIMAT. Nach ihrem ersten Roman, einer Familien-Saga mit historischem Hintergrund aus der Entstehungsgeschichte Wolfenbüttels, präsentiert sie nun ihren Krimi „Im Reigen der Schuld“, der in der Gegenwart Wolfenbüttels spielt.

Durch einen ungewöhnlichen Fundort mit vermeintlich geschichtlichem Hinweis muss sich das ungleiche Kommissarenduo Bruno Heyber und Jasper Nieberger auf ungewöhnliche Spurensuche begeben. Erfahrung und neue Denkansätze prallen aufeinander. In der Stadt will man an vergangene Zeiten nicht erinnert werden.

Dieses Mal ist in Bad Harzburg aber auch Silke Schaudiensts Mann Karl-Heinz Schaudienst dabei. Von ihm gibt es Passagen aus seinem Thriller „Perditus“, deren Handlungsorte von Braunschweig über Wolfenbüttel bis nach Goslar reichen.

Nach einem tödlichen Autounfall eines Galeristen wird dessen Ehefrau Julia in sein doppeltes Spiel um die verschollenen Heldenlieder Karl des Großen hineingezogen. Ein Wettlauf um Erpressung, tödlicher Bedrohung und der Frage, wem sie vertrauen kann, beginnt.

Mittwoch, 24. Februar 2027, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Szenische Andersen-Lesung mit Jürgen Wegscheider

„Das wunderbarste Märchen…“

Jürgen Wegscheider.
Foto: Robert Martin

Dem wohl bekanntesten dänischen Schriftsteller und Dichter Hans Christian Andersen widmet der Schauspieler Jürgen Wegscheider in Form einer szenischen Lesung am Donnerstag, 7. Oktober 2027, einen literarischen Abend und möchte dabei auf dessen einzigartige künstlerische Vielfalt hinweisen. Der literarische Abend ist eine Kooperation der BÜCHER-HEIMAT mit der Deutsch-Dänischen Gesellschaft Harz.

Neben weltberühmt gewordenen Märchen, die in über 150 Sprachen übersetzt wurden, stammen zudem Gedichte, Novellen, Opernlibretti, Dramen und interessante Reiseberichte aus der Feder Andersens. Das Publikum in der BÜCHER-HEIMAT darf sich auf einen genussvollen Abend voller Märchen, Literatur und Poesie freuen.

Zur Person

Jürgen Wegscheider absolvierte seine Ausbildung an der Schauspielschule Zerboni, München. Nach diversen Engagements in Frankfurt/Main und beim Südbayerischen Theaterfestival spielte er u. a. an Bühnen in München, beim Tourneetheater Landgraf und im Theater im Rathaus in Essen. Seit vielen Jahren ist mit er mit seinen literarischen Bühnenprogrammen auf Tournee.

www.juergen-wegscheider.de

Do., 7. Oktober 2027, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Eine Kooperation mit der

Mit Gräfin von Brühl in den Schattengarten

Den Schattengarten ins rechte Licht rücken

„I never promised you a rose garden!”. Mit diesen Worten, Zeile aus einem bekannten 1970er Hit von Lynn Anderson, leitet der Verlag die Vorstellung von Christine von Brühls jüngstem Roman „Der Schattengarten“ ein. Eben diesen „Schattengarten“ wird die Autorin am Freitag, 23. April 2027, um 19 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT ins rechte Licht rücken.

Zum Inhalt

Christine von Brühls Mann hat ein verwildertes Grundstück im Kyffhäuser-Wald in Thüringen entdeckt und möchte darauf einen Garten anlegen. Das Gelände ist unwegsam und düster, es gibt weder Wasser noch Strom. Dafür aber Brennnesseln. Die Diplomatentochter Dr. Christine Gräfin von Brühl fühlt sich verloren und fremd.

Ihr Mann gewinnt Regenwasser vom Dach und leitet es ins Haus. Schließlich bewaffnet sie sich mit Gießkanne und Gummistiefeln und gießt eigenhändig die Rhododendren. Das Projekt ist zu einem gemeinsamen geworden.

Aber plötzlich taucht ein neuer Gegner auf. Als wären Trockenheit und fehlendes Licht nicht schon genug. Er ist mächtig, er ist der kosmische Antagonist des halbschattigen Gärtnerpaares: die Wühlmaus.

Eine Geschichte voller Naturverbundenheit, Widerstandswillen und Beziehungssinn. Genial illustriert von Teresa Habild. Für alle Halbschattengewächse.

Zur Autorin

Dr. Christine Gräfin von Brühl wurde in Ghanas Hauptstadt Accra geboren. Ihr Vater Dietrich Graf von Brühl war als deutscher Diplomat tätig und Christine von Brühl wuchs so in London, Brüssel und Bonn auf. Sie studierte in Mainz, Wien, Lublin sowie Heidelberg die Fächer Slawistik, Osteuropäische Geschichte und Philosophie. Mit einer Arbeit über die nonverbalen Ausdrucksmittel in Anton Tschechows Bühnenwerk wurde sie 1992 von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg promoviert.

Dr. Christine Gräfin von Brühl. Foto: Henrik Schrat

Bereits ab Beginn der 1990er Jahre arbeitete sie journalistisch in Dresden, beispielsweise für die „Sächsische Zeitung“. Als Autorin profilierte sie sich ferner bei der „Zeit“, dem „Magazin“ und dem „Spiegel-Magazin Geschichte“. Erste Reiseführer und Bildbände mit ihren Texten wurden wenig später herausgegeben.

Christine von Brühl etablierte sich als freie Autorin in Berlin, veröffentlichte regelmäßig Sachbücher und Romane. Zu ihren wichtigsten Büchern gehören „Die preußische Madonna. Auf den Spuren der Königin Luise“, „Gebrauchsanweisung für Dresden“, „Anmut im märkischen Sand. Die Frauen der Hohenzollern“ sowie „Gerade dadurch sind sie mir lieb. Theodor Fontanes Frauen“. Im Frühjahr 2021 folgte ihr Bestseller „Schwäne in Weiß und Gold – Geschichte einer Familie“. Anfang 2025 erschien im Kanon Verlag ihr Buch „Der Schattengarten“.

Christine von Brühl engagierte sie sich für die Bürgerstiftung Dresden und leitet seit Januar 2024 das Regionalbüro der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung in Chemnitz.

Christine von Brühl ist mit einem bildenden Künstler verheiratet und Mutter zweier nun erwachsener Kinder. Sie lebt alternierend in Berlin, Chemnitz und Dresden.

Freitag, 23. April 2027, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Der Harz vor 150 Millionen Jahren

Eine Zeitreise durch die Geologie des Harzes

„Harz – 150.000.000 BC“ ist ein Fach- und Sachbuch über die Geologie im Harz, den Bergbau, die Entstehung von Mineralien und Fossilien und Fundorte im Harz. Warum dies ein hochspannendes Thema ist, wird Autor Lars Jendrzok bei einer Lesung am Donnerstag, 11. März 2027 in der BÜCHER-HEIMAT eindrucksvoll vermitteln.

Der Harz ist weit mehr als ein sagenumwobenes Mittelgebirge – er ist ein offenes Geschichtsbuch der Erde. Auf engstem Raum offenbaren sich hier geologische Prozesse aus über 500 Millionen Jahren, die eine weltweit einzigartige Vielfalt an Gesteinen und Erzen hervorgebracht haben.
Das Buch Harz – 150.000.000 BC versteht sich laut Jendrzok als Hybrid aus Fachbuch, Sachbuch und Ratgeber: Es vermittelt fundiertes geologisches Hintergrundwissen, erzählt die bewegte Geschichte des Harzer Bergbaus und dient gleichzeitig als praktischer Wegweiser zu den spannendsten Fundstellen für Mineralien und Fossilien im Harz.
Wer die Entstehung des Brocken-Granits verstehen, tief in die Stollen der Bergbautradition blicken oder selbst mit dem Geologenhammer auf Entdeckungstour gehen will – dieses Werk ist ein Begleiter von der Theorie direkt ins Gelände und lädt zu einem Blick in die faszinierende Unterwelt des Harzes ein.

Über den Autor:

Schon als Kind gab es für Lars Jendrzok nach eigenem Bekunden nichts Spannenderes, als mit dem Blick am Boden durch die Wälder und Täler des Harzes zu streifen. Er hielt Ausschau nach „Schätzen“, die viel älter waren als alles Lebendige um uns herum. Ein glitzerndes Mineral im Bachbett oder die feinen Linien eines Fossils in einem grauen Schieferstein – diese Funde waren Zeitkapseln aus einer längst vergangenen Welt.

Der Harz ist für Lars Jendrzok nicht nur ein Gebirge, sondern ein offenes Geschichtsbuch der Erde.

Das Herzstück seiner Begeisterung schlägt dabei für eine ganz besondere Zeit: vor genau 150 Millionen Jahren. In seinem Buch möchte er Leserinnen und Leser mitnehmen auf eine Reise durch die Geologie des Harzes.

Es gibt nur wenige Hobbys, die uns so unmittelbar mit der Geschichte unseres Planeten verbinden wie die Suche nach Fossilien und Mineralien. Wer einen Stein aufhebt, hält nicht einfach ein Stück Materie in der Hand — sondern ein Fragment der Erdgeschichte, ein Kapitel aus einem Buch, das vor Millionen von Jahren geschrieben wurde. Jedes Fossil erzählt von einem längst verschwundenen Meer, von Tieren, die vor unserer Zeit über den Meeresboden krochen, schwebten oder schwammen. Jeder Kristall ist das Ergebnis von Druck, Hitze, Wasser und Zeit — ein Kunstwerk, das die Natur selbst geschaffen hat, lange bevor der Mensch existierte.

Für den verheirateten Vater eines Kindes ist das Buch „Harz – 150.000.000 BC“ auch persönlich ein besonderer Schritt. Nach jahrelanger Arbeit (seit 2007 als Autor tätig, u. a. im Kinderbuchbereich) zeigt Lars Jendrzok nun eine neue, reifere Facette seines literarischen Schaffens. Dennoch bleibt er seinem Talent treu, komplexe Welten und Themen vor dem inneren Auge der Leser lebendig werden zu lassen.

Das Buch „Harz – 150.000.000 BC“ ist in der BÜCHER-HEIMAT erhältlich.

Begleitend zu Buch und Lesung lädt der Autor am 5. Juni 2027 zu einer Exkursion mit Fossiliensuche im Kalksteinbruch Hoppenstedt ein.

Eselsohr: Preisträgerin stellt Buch vor

Eselsohr: Preisträgerin stellt Buch vor

Danae Lake liest in der BÜCHER-HEIMAT

Der Jugendliteraturpreis „Bad Harzburger Eselsohr“ geht 2026 an die Autorin Danae Lake für ihr Buch „Ganz aus Splittern“. Die zwölfköpfige Jury (je sechs Erwachsene und Jugendliche) aus Bad Harzburger Bürgern hat sich jetzt auf diesen Titel verständigt. Die feierliche Preisverleihung wird am Freitag, 2. Oktober, im Bündheimer Schloss stattfinden, bereits am Donnerstag, 1. Oktober, liest Danae Lake ab 19.00 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT aus ihrem Roman.

Die Jury hat sich für diesen Titel entschieden, weil man sich gerade als Jugendlicher einerseits sehr gut in die Hauptfigur hineinversetzen kann, andererseits Lebenssituationen vorgestellt bekommt, von denen viele Jugendliche nichts mitbekommen.  Die Geschichte transportiert viele wichtige Themen wie häusliche Gewalt, soziale Ungleichheit, Bildungsgerechtigkeit, aber auch Freundschaft und Zusammenhalt. Das Buch ist ein bemerkenswert konzipiertes Erstlingswerk einer jungen Autorin in einem altersgerechten, realistischen und flüssigen Schreibstil.

Das „Bad Harzburger Eselsohr“ wird seit 1989 alle zwei Jahre von der Stadt Bad Harzburg verliehen. Preistrophäe ist das „Bad Harzburger Eselsohr“ in Silber, entworfen und „PreisträgerIn-individuell“ in Handarbeit gefertigt von der Goldschmiedemeisterin Katrin Erben. Mit der Übernahme der Kosten unterstützt die Bad Harzburg-Stiftung seit Jahren den Jugendliteraturpreis.

Zusätzlich ist der Preis mit 2000 Euro dotiert. Mit dem Eselsohr sollen herausragende Werke der Jugendliteratur ausgezeichnet und auf Neuerscheinungen der Literatur für Jugendliche aufmerksam gemacht werden.

Zum Roman

„Ganz aus Splittern“ erzählt eine bewegende Geschichte um Liebe, Freundschaft und Familie: Die 16-jährige Chrissy lebt mit ihrer Mutter und ihrem gewalttätigen Stiefvater Marcel im „Problemkiez“ und träumt von einem besseren Leben. Mehr noch, sie tut etwas dafür, indem sie sich in der Schule anstrengt, um ein gutes Abitur zu machen. Eines Tages bietet ihr die Direktorin des Heinrich-Heine-Gymnasiums die Teilnahme an einer Studie an, die den Wechsel von Schülern aus Problemvierteln an Elitegymnasien untersucht.

Chrissy lehnt zunächst ab, will kein „Sozialexperiment“ sein. Doch dann eskaliert die Lage zu Hause und sie nimmt das Angebot an. Während sie sich am Elitegymnasium einlebt, Freundschaften schließt und sich verliebt, hinterfragt sie die mysteriöse Studie. Als Marcel das Geheimnis um den Schulwechsel enthüllt, nimmt das Unheil seinen Lauf…

Zur Autorin

Danae Lake, Jahrgang 2006, sucht schon früh nach Möglichkeiten, Gesehenes und Erlebtes in Worte und Bilder zu fassen. Neben der Schule nimmt sie Schauspielunterricht, spielt in einem mehrfach preisgekrönten Kurzfilm und veröffentlicht mit neunzehn ihren ersten Roman „Ganz aus Splittern“, eine bewegende Geschichte um Freundschaft, Liebe und familiäre Beziehungen, aber auch um soziale Ungleichheit und Gewalt. Sie lebt in einer deutschen Großstadt.

Donnerstag, 01. Oktober 2026, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Danae Lake: „Ganz aus Splittern“, Thienemann, 315 Seiten, ISBN 9783522203067, Preis: 16,00 Euro.

pax christi in der BÜCHER-HEIMAT

Ein schwieriges Verhältnis

Prof. Dr. Kai Ambos

Im Rahmen der ökumenischen Friedensdekade 2026 lädt die pax christi-Gruppe Nordharz am Dienstag, 10. November 2026, um 19.00 Uhr zu einem Vortrag in die BÜCHER-HEIMAT ein: Prof. Dr. Kai Ambos (Göttingen) referiert zum Thema seines neuen Buches „Staatsräson nach Gaza. Das deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht“.

Welche Bedeutung hat das Völkerrecht angesichts zahlreicher aktueller Konflikte und Kriege? Dieser grundlegenden Fragestellung wird Prof. Dr. Kai Ambos anhand der Themenstellung seines aktuellen Buches, das im Mai 2026 im Campus Verlag erschienen ist, nachgehen. Nach dem Holocaust und der Frage der Lehren aus den historischen Erfahrungen pflegen Israel und Deutschland ein besonderes Verhältnis. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat 2008 gefolgert, Israels Sicherheit sei Teil deutscher Staatsräson.

Es stellt sich die Frage, ob daraus die bedingungslose Unterstützung Israels – auch in der Kriegsführung – folgt. Der Gaza-Krieg nach dem Massaker der Hamas im Oktober 2023 hat die Situation verschärft. Vor dem Hintergrund der Geltung des Völkerrechts wird Prof. Ambos verschiedene Aspekte des Themas beleuchten, z.B. Recht auf Verteidigung, Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen, Waffenlieferungen.

Zur Person:

Kai Ambos hat seit 2003 eine Professur für Straf- und Strafprozessrecht, Rechtsvergleichung, internationales Strafrecht und Völkerrecht an der Universität Göttingen. Seit 2017 ist er Richter am Kosovo Sondertribunal (Kosovo Specialist Chambers KSC) in Den Haag und Berater der kolumbianischen Sondergerichtsbarkeit für den Frieden. Er hat zahlreiche Publikationen in unterschiedlichen Sprachen zu juristischen Fragen verfasst, zuletzt: Staatsräson nach Gaza. Das deutsch-israelische Verhältnis und das Völkerrecht, Campus Verlag Mai 2026.