Endlich war es so weit und ich konnte den vierten Band dieser Fantasy Reihe lesen und niemals hätte ich gedacht, dass dieser Band alles toppen könnte.
Poppy ist auf der Suche nach Rache. Nachdem sich ihr herzverwandter Casteel der Blutkönigin in einem aussichtslosen Kampf gestellt hat, setzt die all ihre Macht als Königin und Göttin Atlantias in Bewegung, um Cas aus seiner Gefangenschaft zu befreien.
Doch es bleiben Rätsel. Wer ist der wahre Erbe des Reiches? Welche Kräfte wird Poppy noch entwickeln? Werden sie es gemeinsam schaffen, die Blutkrone zu stürzen? Zusammen mit ihren treusten Gefährten macht sich Poppy auf den Weg. Nichts ahnend, dass sie uralte Mächte heraufbeschwören wird…
Das grandiose Finale dieser fantastischen Reihe hat mich bis zum letzten Wort in seinen Bann gezogen. Für alle begeisterten Fantasyleser*innen oder die, die es noch werden wollen, ein absolutes Muss!
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An diesem Mittwoch, 24. Mai 2023, dauert der „lichte Tag“ in diesem Jahr zum ersten Mal länger als 16 Stunden. Um genau zu sein: 16 Stunden und 1 Minute. Die Sonne ist um 5.14 Uhr aufgegangen und verabschiedet sich erst wieder um 21.15 Uhr von uns.
Ein Licht ging heute vor 140 Jahren auch der Stadt auf, die nach eigenem Bekunden nie schläft. Dabei sollen die ein Jahr zuvor patentierten Glühbirnen des Thomas Alva Edison an diesem Tag eigentlich eine Brücke ins rechte Licht rücken. Und dies aus gutem Grund, den die Brooklyn-Bridge gehört ohne Frage zu den bekanntesten Brücken der Welt und zu den bekanntesten New Yorker Wahrzeichen.
Die Geschichte der weltberühmten Brücke ist im Kern die Geschichte der Auswandererfamilie Roebling aus dem thüringischen Mühlhausen, deren Mitglieder das Projekt initiierten, trotz etlicher Tragödien vorantrieben und schließlich vollendeten. Nachvollzogen in dem historischen Roman „Die Ingenieurin von Brooklyn“.
Wobei es der Originaltitel besser trifft: Im Mittelpunkt von „The Engineer’s Wife“ steht Emily Warren Roebling, Ehefrau von Washington Augustus Roebling, die nach der Erkrankung ihres Mannes den Bau der Brücke weiter vorangetrieben hat.
Um das Bauwerk, an dem 14 Jahre gebaut wurde, ranken sich Mythen und Legenden. Viele Erzählungen sind historisch nicht gesichert – und auch damit idealer Stoff für Romane. Die Einweihung der Brooklyn-Bridge spielt in Alex Capus‘ Roman „Susanna“ nicht nur eine gewichtige Rolle, das Buch nimmt das symbol- und ebenso geschichts- wie geschichten-trächtige Bauwerk sogar auf den Titel. Auch wenn es um weit mehr geht in der Erzählung um die Malerin Susanna. Markus Weber hat den Roman in den Lesetipps der BÜCHER-HEIMAT besprochen.
Für die meisten Touristen aber ist die Brooklyn-Bridge in erster Linie auch ein Hingucker. Wer nicht nach New York kommt, sich aber nicht sattsehen kann, sollte sich eines schon mal fürs Jahresende und fürs nächste Jahr vormerken: „Brooklyn Bridge – New York City“ ist ein Premium-A2-Wandkalender mit faszinierenden Fotos. Und für alle, die selbst Hand anlegen wollen, empfiehlt sich das 1000 Teile Nachtleuchtpuzzle „Educa – Brooklyn-Bridge“.
Einen runden Geburtstag feiert heute auch eine bei Autofahrern eher unbeliebte Erfindung. Vor 85 Jahren, am 24. Mai 1938, erhielt der US-Amerikaner Carl C. Magee das Patent Nr. 2.118.318 für die Parkuhr. Obwohl ohne diese Erfindung ein Kinderbuchtitel vielleicht noch „wahrer“ würde: „Die Irrfahrten des Odysseus auf der Suche nach einem Parkplatz in der Großstadt“.
Ganz kurz und damit zu der Erfindung passend ollen wir noch darauf verweisen, dass am 24. Mai 1844 Samuel F. B. Morse (Biographie) das erste Telegramm auf Morsecode von Washington, D.C., nach Baltimore sendete. Inhalt der Nachricht: „What hath God wrought?“ (Was hat Gott getan?).
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Ein großartiges Buch ganz klein: Das Grundgesetzt in der Ausgabe des Miniaturbuchverlag Leipzig.
Das inhaltlich wertvollste deutsche Buch
„Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ An diesem Dienstag, 23. Mai 2023, blicken wir 74 Jahre zurück auf die Verkündung des Grundgesetzes (GG) am 23. Mai 1949, denn seither ist dies der „Tag des Grundgesetzes“.
Schon im zweiten Satz des Paragraphen 1 heißt es: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“ In leider immer mehr querdenkenden Reichsbürger-Neonazi-Fällen dürften da Zweifel angebracht sein, denen entschieden begegnet werden muss.
Ein Blick hinein ins Grundgesetz schadet generell nicht, denn in den 146 Artikeln sind die grundlegenden Regeln für das Zusammenleben in Deutschland festgehalten – was es zum wertvollsten deutschen Buch macht. Und der Beck-Verlag liefert in dieser Ausgabe gleich noch mehrere grundlegende Rechtsnormen mit. Bis hin zur Charta der Grundrechte der Europäischen Union.
In deren Präambel heißt es: „Die Völker Europas sind entschlossen, auf der Grundlage gemeinsamer Werte eine friedliche Zukunft zu teilen, indem sie sich zu einer immer engeren Union verbinden.“ Und auch in diesem Fall gibt es innerhalb der EU Kräfte, die an solchen Erklärungen Zweifel wecken. Umso wichtiger aber ist die Auseinandersetzung sowohl mit dem deutschen Grundgesetz wie auch mit der EU-Grundrechtecharta.
Wer sich hineinfinden will, kann mit dem „Basiswissen Grundgesetz“beginnen. Viele Passagen und gedanklichen Ansätze sind jedoch auch aus der Zeit heraus besser zu verstehen. Über die Entstehung des Grundgesetzes informiert „Der Parlamentarische Rat 1948-1949“. Wer derart gerüstet in Diskussionen um grundsätzliche Fragen des Zusammenlebens in Deutschland verwickelt wird, kann das GG in der Grundgesetz-Miniaturausgabe im Schuber auch stets griffbereit haben.
Ein Literatur-Projekt der besonderen Art kündigte heute vor 111 Jahren (1912) der Leipziger Insel Verlag an. Die ersten Bände der Insel-Bücherei werden dann am 2. Juni 1912 ausgeliefert. Die Reihe wird bis heute erfolgreich fortgesetzt, der Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT weist daraus 394 Werke auf.
Ein Buch von Stefan Zweig stach mir sofort ins Auge. „Die Kunst, ohne Sorgen zu leben“ beherrsche ich nicht, das sollte ich unbedingt lesen. Tatsächlich mitreden kann ich dagegen bei einer Sammlung von Geschichten und Gedichten der Insel-Bücherei mit dem schönen Titel „Katzen kann man alles sagen“. Wobei aus meiner Sicht ein Nachsatz fehlt: …aber sie hören nicht darauf…
Auch die Region zwischen Harz und Heide ist in der Insel-Bücherei vertreten, erzählt in der zum Stöbern verleitenden Insel-Bücherei eine „Geschichte in Büchern“: Peter Burschel erzählt über die „Herzog August Bibliothek“ in Wolfenbüttel. Und er weiß, wovon er schreibt: Burschel steht als Leiter der HAB in der Tradition großer Geister wie Gottfried Wilhelm Leibniz und Gotthold Ephraim Lessing.
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„Es gibt nichts Täuschenderes als eine offensichtliche Tatsache“. Wir starten mit einem Zitat und dem großen Tag eines sehr klugen Mannes in diesen Montag, 22. Mai 2023. Ein kriminalistischer Mastermind – der nie existierte: Heute ist Sherlock-Holmes-Tag (International Sherlock Holmes Day).
Der 22. Mai ist der Geburtstag des Kopfes hinter dem Superdetektiv: Holmes-Erfinders Sir Arthur Ignatius Conan Doyle. Der britische Arzt schrieb 56 Kurzgeschichten und vier Romane um Holmes und Watson. Der Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT listet als Ergebnis für die Suche nach „Sherlock Holmes“ stolze 7731 Einträge auf. Da halten wenige literarische Kunstfiguren mit.
Leinen mit Goldprägung hat das Buch „Eine Studie in Scharlachrot“ in jedem Fall verdient. Damit begann das literarische Leben des Meisterdetektivs. Will man das eigene Hirn trainieren und alle Fälle selbst lösen, ist es am besten, sich durchzulesen. Auch wenn man die Studie dann doppelt hat, macht das sechsbändige Gesamtwerk in der Schmuckausgabe (hier Band 2) im Bücherregal optisch ordentlich was her.
Wie sehr die Masterminds faszinieren, zeigt sich auch an den Holmes-Adaptionen. Und da das Lesen scheinbar immer mehr aus der Mode kommt (siehe IGLU-Studie zu Grundschülern!), ist die Welle der Sherlock-Holmes-Geschichten mittlerweile vermehrt auf Bildschirm und Leinwand geschwappt.
Allerdings mit durchaus beachtlichen und von mir hochgeschätzten Serien wie „Elementary“ oder „Sherlock“ (DVD, Staffel 1) mit Benedict Cumerbatch. Auch die beiden Sherlock-Holmes-Spielfilme mit Robert Downey Jr. mag ich. Ohne darüber die Klassiker mit Sir Basil Rathbone (DVD) geringer wertzuschätzen. Und wenn sie gut gemacht sind, goutiere ich auch die Schwester „Enola Holmes“.
„Wenn du das Unmögliche ausgeschlossen hast, dann ist das, was übrig bleibt, die Wahrheit, wie unwahrscheinlich sie auch ist.“ Ein Zitat, das auch zur „Industrie“ rund um den Detektiv passt. Zugaben zum Buch sind in diesem Fall nichts Ungewöhnliches: In „Die 10 besten Fälle des Sherlock Holmes für Kids“ erfahren junge Detektive, wie man Spuren liest und kombiniert, wobei sie sich zusätzlich über „Lösungslupe, Dechiffrierkarte und mehr!“ freuen können.
Auch „Sherlock Holmes – Das Kochbuch“ hat einiges mehr zu bieten, als sich dem Leser auf den ersten Blick erschließt: „Versteckte Hinweise in UV-Sonderfarbe; mit Kugelschreiber mit UV-Lampe“ – da würde mir alles anbrennen.
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Kloster Michaelstein bei Blankenburg. Foto: Pixabay
Ausflugs- und Lektüre-Tipps zum Museumstag
„Happy museums. Nachhaltigkeit und Wohlbefinden“. Das Motto des Museumstages ist an diesem Sonntag, 21. Mai 2023, zugleich Programm und Ausflugsempfehlung. Auch im Harz warten Museen mit besonderen Angeboten auf.
Das komplette Paket kann man unter www.museumstag.de entdecken. Ins Auge stach mir (auch weil ich länger nicht mehr da war) das Welfenschloss Herzberg, das heute kostenlos (!) entdeckt werden kann.
In Wernigerode ist es das Harzmuseum mit der Sonderausstellung der (Eisen- und Kunstgießerei) Lüders-Werke, eine Industrie und Familiengeschichte. Außerdem kann in Blankenburg im Kloster Michaelstein um 11 Uhr bei einer Führung die Musikmaschine des Salomon de Caus bestaunt werden. Es gibt viel zu entdecken im Harz.
Durch manche Museen bin ich bisweilen allerdings auch planlos durchgestolpert. Zumindest für die Tempel der bildenden Künste gibt es eine „Gebrauchsanweisung fürs Museum“. In jedem Fall versuche ich, mich vor einem Museumsbesuch einzulesen. Ich mag Audio-Guides und Führungen nicht, möchte mein eigenes Tempo gehen und meine Schwerpunkte setzen.
Hilfreich sind Führer natürlich insbesondere bei den ganz großen Museen dieser Welt: „The British Museum Guide” gehört ohne Frage in diese Kategorie (Lieferbarkeit unbestimmt). Und Häuser wie das British Museum stehen auch immer mehr in der Kritik: In “The Brutish Museums” (engl.) werden koloniale Gewalt und kulturelle Rückgabe thematisiert.
Ohne solch bedrückende Gedanken kann man sich bestimmt in einige Museen aufmachen, die in einem DuMont Geschenkbuchempfohlen werden: „Schräge Museen“ führt zu den skurrilsten Sammlungen der Welt. Auch Kleiderbügel haben beispielsweise eine Geschichte zu erzählen.
Man kann sich dem Thema Museum aber auch mit spannender Lektüre nähern. Der Zahl der Krimis nach zu urteilen, scheinen die Ausstellungsräume perfekte Tatorte zu sein. So landet man mit dem Autorenduo Douglas Preston/Lincoln Child im schlimmsten Fall in “Relic. Museum der Angst” .
Dort, aber auch aus normalen Museen, wird man irgendwann wieder hinaus wollen. Was man trainieren kann. Beispielsweise mit „EXIT – Das mysteriöse Museum“. Ein Hinweis ist hier allerdings angebracht: Die Exit-Spiele, kann man nur einmal nutzen.
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„Summ, summ, summ, Bienchen summ herum“. Ich habe mir an diesem Samstag, 20. Mai 2023, aus gegebenem Anlass gleich einen Ohrwurm eingefangen. Es ist „Weltbienentag“ (World Bee Day) der Vereinten Nationen.
Im Kinderlied heißt es „Ei, wir tun dir nichts zu Leide, flieg nur aus in Wald und Heide“. Doch die schöne heile Welt gibt es nicht mehr. Weswegen der Weltbienentag auch auf die akute Gefährdung der Honig- und Wildbienen hinweisen will. Die Bienen sind von zentraler Bedeutung für die Bestäubung von Pflanzen – und damit für die weltweite Ernährung.
Mit bienenfreundlichen Pflanzen für Garten und Balkon oder mit Insektenhotels kann jeder helfen. Wer mehr beitragen möchte: „Mit Bienen die Welt retten“ will naturgemäße neue Wege in Imkerei und Bienenhaltung für Stadt, Land und Landwirtschaft aufzeigen.
Dass die Bienen eine wichtige Rolle auch als „Symboltiere“ in unserer Welt spielen, zeigen erfolgreiche Romane. Die Suche im Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT weist 1055 „Bienen-Bücher“ aus, darunter Spiegel-Topbestseller wie „Die Geschichte der Bienen“ oder den zehnten Band von Diana Gabaldons Welterfolg-Serie „Outlander – Das Schwärmen von tausend Bienen“.
Was sonst heute noch an Aktionstagen ansteht? Wir haben den „World Whisky Day“, den man aber auch am International Whisky Day (27. März) oder am „Tag des Deutschen Whiskys“ im Juni nachholen kann. Oder an dem man eine Reise auf den „Whisky Trails Schottland“ planen kann.
Der 20. Mai ist auch der „Tag der Maße und Gewichte“ (Weights and Measures Day), denn 1875 wurde an diesem Tag das Bureau International des Poids et Mesures während der internationalen Meterkonvention gegründet. „Spielend leicht verstehen: Maße und Gewichte“ soll halten, was der Titel verspricht.
Außerdem lädt der bundesweite Fremdworttag heute Angeber dazu ein, mit ihrem vermeintlich intellektuellen Wortschatz zu glänzen. Letztlich sind Fremdwörter aber eher ein Zeichen von Ignoranz: „Sag es auf Deutsch“ liefert ein Fremdwörterlexikon einen sehr guten Ratschlag für alle, die verstanden werden wollen.
Ganz schnell noch, weil ich in Gedanken daran schön wässere: In USA ist heute der Pflücke-Erdbeeren-Tag (National Pick Strawberries Day). Da kann es in Bad Harzburg doch nur den Weg auf Weddes Erdbeerfelder bei Bettingerode geben. Und danach Genuss pur – nicht zuletzt auch dank der Bienen…
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Es wird deutlich wärmer nach den verspäteten „Eisheiligen“, selbst Outdoor-Muffel sollten so langsam die Wanderschuhe oder das Fahrrad hervorgekramt haben. Gerade für den Drahtesel ist dieser Freitag, 19. Mai 2023, der perfekte Tag.
Allerdings eher von der Pannenseite aus gesehen. Wir begehen den „Tag des Fahrradflickzeugs“. Die passende Lektüre dazu könnte die „Fahrradwerkstatt für die Hosentasche“ als „praktische Pannenhilfe mit 5-Minuten-Checkliste“ sein. Trotz des eher einfallslosen Artikels „Fahrradreparatur“.
Wer sich damit nicht begnügen will, studiert „Bau dein eigenes Fahrrad“. Obwohl der Titel etwas hochstapelt, denn im „Werkstattbuch“ dreht sich alles ums Reparieren, Restaurieren und Warten.
Jetzt kann‘s aber losgehen: Wer noch Ziel-los ist, schnappt sich die „ADFC-Radtourenkarte 12 Harz /Leinetal“, Maßstab „1:150.000, reiß- und wetterfest, E-Bike geeignet, GPS-Tracks Download, mit Bett+Bike Symbolen, mit Kilometer-Angaben“. Eine App ginge vermutlich auch, aber ich persönlich mag Karten.
Zwei weltberühmte Persönlichkeiten sorgten an einem 19. Mai für Schlagzeilen. Heute vor 140 Jahren (1883) ging William Frederick Cody erstmals in Omaha (Nebraska) auf Tournee. Mit dem Namen hätte er vermutlich nichts gerissen, aber die „Western Legende: Buffalo Bill“sorgte für ausverkaufte Wildwest-Shows – bis heute, beispielsweise im Disneyland Paris.
Für das berühmteste „Happy Birthday“ er Welt sorgte am 19. Mai 1962 „Marilyn Monroe“, die ein Ständchen für den US-Präsidenten John F. Kennedy auf dessen Geburtstagsgala im Madison Square Garden in New York hauchte. Es war der letzte Auftritt der großartigen Frau, Schauspielerin und Aktivistin, die keineswegs das naive Sexy-Blondchen war, als das sie vielfach dargestellt wurde.
Wer sich schon vor der Radtour Gedanken um die spätere Kalorienzufuhr macht, kann eine Ideen-Anleihe in den USA nehmen. Dort steht heute der Pizza-Party-Tag (Pizza Party Day) im Kalender. Bei Pizza muss es auch nicht immer der Lieferdienst oder die TK-Ware sein, „Pizza – amore mio“ soll die Leserschaft zielsicher auf den „Weg zur perfekten Pizza“ in der eigenen Küche führen.
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„Da war dieses Mädchen. Ich wünschte, ich wäre schon auf der Welt gewesen, als sie dem Pferdeknecht Anton Morgenthaler, der doppelt so groß, dreimal so breit und fünfmal so schwer war wie sie, in einem Akt entschlossener Notwehr mit dem rechten Zeigefinger das linke Auge ausstach.“ So beginnt der wunderbar erzählte Roman über Susanna Faesch, der uns mit vielen Überraschungen an unterschiedliche Orte und zu verschiedenen Ereignissen im 19. Jahrhundert führt.
Schon die Beschreibung Basels, in dessen calvinistischer Enge und Strenge Susanna aufwächst, zeigt anschaulich, warum sie zusammen mit ihrer Mutter ausbrechen muss, um nicht dem von Traditionen und Pflichten geprägten Alltag, in dem nichts Neues zu erwarten ist, zu erstarren. Auch jenseits des Atlantiks bleibt Susanna offen für neue Erfahrungen, es gelingt ihr selbstbestimmt zu leben, was auch hier für Frauen nicht selbstverständlich ist.
So erleben wir mit Susanna, wie technische Erneuerungen das Leben verändern und revolutionieren und Fluch und Segen dicht beieinander liegen. Die Leser*innen können das zum Beispiel hautnah miterleben bei der Eröffnung der Brooklyn Bridge am 24. Mai 1883. Während der Osten der USA industrialisiert und elektrifiziert wird, kämpfen die Ureinwohner des Kontinents ums Überleben. Auch in deren Territorium führt uns der Weg Susannas. So wird das Buch zum Erlebnis.
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Gottesdienste und Gedenken bestimmen diesen Donnerstag, 18. Mai 2023, für die einen, Bier und Bollerwagen für die anderen. Freie Auswahl zwischen Christi Himmelfahrt und Vatertag.
Laut Lexikon gedenken die Christen an diesem Tag der „Aufnahme und Erhöhung Jesu Christi als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel“. Die Szenerie vor allem auch in Feld, Wald und Flur allerdings wird eher von Vatertagswanderern bestimmt. Für den Nachwuchs hätten wir da einen Tipp, den wir schon zum Muttertag vorstellten, den es aber auch auf Väter gemünzt gibt: „Ohne Dich ist alles doof, Papa“ ist ein Buch „zum Ausfüllen und Verschenken“.
Im Roman „Vatertag“ kommen alle schon auf dem Cover zu dem Schluss, „Papa ist der Beste“. Wobei der Ermittler in diesem Krimi ein „Papa in spe“ ist – wie in vielen Fällen die enthusiastischsten Vatertags-Akteure mit dem schwer beladenen Bollerwagen das Vatersein noch vor sich haben. In diesen Fällen muss das Umfeld zumindest nicht lange über Geschenke grübeln. Ein Bier geht immer.
So gesehen ist der Vatertag auf Christi Himmelfahrt perfekt platziert, denn manche Unternehmung wird eher zum „Himmelfahrtskommando“, so der Titel eines „Mordsacker Krimis“. Literatur zum eigentlichen Anlass des Feiertages zu finden, fällt unter den Büchern, die lediglich mit dem Begriff im Titel spielen, schon deutlich schwerer. An eine doch eher begrenzte Leserschaft richtet sich „Christi Himmelfahrt bis 13. Sonntag nach Trinitatis“, ein „Werkbuch“ zur Vorbereitung von Gottesdiensten.
Eine Alternative für mich persönlich ist heute ein Schmöker-Tag. Beispielsweise in einem der Bücher, für die der 18. Mai ein wichtiges Datum ist. Beispielsweise in einer meiner Lieblings-Schullektüren, Ulrich Plenzdorfs „Die neuen Leiden des jungen W.“. Das Theaterstück wurde am 18. Mai 1872 in Halle uraufgeführt.
Bis mindestens zur Dämmerung warten sollte, wen den anderen „Roman des Tages“ aufschlagen will: Bram Stokers „Dracula“, Urvater aller Blutsauger, wurde am 18. Mai 1897 veröffentlicht. Und gepflegtes Gruseln ist am hellen Tag, womöglich noch im Sonnenschein, einfach ein Unding.
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Morgen ist Christi Himmelfahrt (für manche „Vatertag“), mit dem Freitag als Brückentag droht ein reisefreudiges langes Wochenende. Wer sich am heutigen Mittwoch, 17. Mai 2023, auf eventuellen Besuch vorbereiten will, hat den richtigen Tag gewählt: Wir begehen den Welttag des Backens.
Der World Baking Day scheint allerdings schon seit Jahren auf eher kleiner Flamme zu laufen. Wer die Website aufrufen will, erhält die Meldung „Oops, this page doesn’t exist!“. Dies allerdings muss uns ja nicht davon abhalten, einen leckeren Kuchen zu kreieren. Mehr als 330 Rezepte „zum Glänzen“ (vor dem Besuch) und „zum Genießen“ (für sich selbst) bietet beispielsweise „Backen! Das Goldene von GU“ (Graefe und Unzer Verlag).
Beim Stöbern im Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT bin ich allerdings bei einem anderen Buch hängengeblieben, mit dessen Hilfe schon meine Oma ihre unvergleichlichen Kuchen zauberte. Backzutatenpoduzent Dr. Oetker gab 1952 die Rezeptsammlung „Backen macht Freude“heraus, die jetzt als Reprint vorliegt.
Die Auswahl der Backanleitungen fällt allerdings schwer, der Online-Shop bietet zum Suchwort „backen“ mal eben 2417 Einträge. Selbst wenn man die in Legionen der Brotbackbücher wie „Brot backen in Perfektion mit Hefe“ außer Acht lässt, bleibt noch eine kaum zu überschauende Menge.
Wer sich da zurechtfinden will, kann nach einzelnen Backwaren suchen. Oder nach Altersstufen der Bäcker und Bäckerinnen vorgehen. „Kochen und backen mit der Maus“ liefert „Rezepte, Tipps und Tricks“ eher für kleine Maus- und Kuchen-Fans. Die etwas älteren Semester greifen dagegen zu „Backen für Teenager – verrückt & einfach“. Versprochen werden „37abgefahrene Backrezepte“.
Wer aktuell gerade keine Lust aufs Backen hat, der findet das ganze Jahr über entsprechende Aktionstage. Allein die US-Amerikaner haben scheinbar für jedes Backwerk der Welt einen Aktionstag. Bestes Beispiel: Der Tag der Schwarzwälder Kirschtorte (National Black Forest Cake Day) am 28. März. Schwierige Frage: Fällt das unter kulturelle oder kulinarische Aneignung?
In Deutschland gibt es noch den Tag des Christstollens am 10. Dezember und den Tag des Baumkuchens am 12. Dezember. Beides nicht so mein Ding. Da locken mich eher die Schweden mit dem Våffeldagen (Tag der Waffel) am 25. März und dem Tag der Zimtschnecke am 4. Oktober. Das passende Buch zum Backwerk weckt noch dazu Kindheitserinnerungen: „Backen wie in Bullerbü“ mit „kinderleichten Rezepten aus Schweden“.
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