Dienstag, 25. April: Liebeserklärung an den Baum

Von Bäumen, Pinguinen und der Umwelt

Eine „Liebeserklärung an den Baum“ soll die Natur- und Kulturgeschichte „Bäume“ sein. Es wäre damit die ideale Lektüre für den heutigen Dienstag, 25. April 2023, denn wir begehen heute den „Tag des Baumes“.

Um die Bedeutung des Waldes für den Menschen und die Wirtschaft ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, initiierten die Vereinten Nationen den Aktionstag 1951. Was aktuell in einem Harz bald ohne Bäume nicht schwerfallen dürfte. Bäume binden Treibhausgase und sind damit vor allem auch angesichts der drohenden Klimakatastrophe unsere besten Verbündeten.

Vermutlich wird auch die eingangs genannte Liebeserklärung nicht alles entblättert, sonst hätte Peter Wohlleben, Deutschlands ohne Frage bekanntester Baumflüsterer, ja nicht über „Das geheime Leben der Bäume“ schreiben können. Er enthüllt, „was sie fühlen, wie sie kommunizieren“ und verspricht, „die Entdeckung einer verborgenen Welt“.

Vom Kampf um unsere Bäume berichtet derweil ein anderer Förster. Martin Janner sagt, wie die „Der Wald der Zukunft“ aussehen könnte. Wobei diese gedeihliche Zukunft bald kommen sollte, ehe der Lebensraum Wald der Klimakrise gänzlich zum Opfer fällt.

Was uns direkt zum nächsten Aktionstag dieses 25. April führt: Der Welt-Pinguin-Tag (World Penguin Day) soll auf die akute Gefährdung der Pinguine durch das Verschwinden ihres natürlichen Lebensraumes aufmerksam machen. Worauf ohne Frage auch „Das Ultimative Pinguin-Buch für Kinder“ eingehen wird.

Das Datum ihres besonderen Tages haben die Frackträger unter den flugunfähigen Seevögeln sozusagen selbst festgelegt. Wissenschaftler auf Antarktika beobachteten, dass dort Pinguine jedes Jahr pünktlich zum 25. April nach Monaten auf See zur selben Stelle kollektiv an Land zurückkehrten. Und das waren sicher mehr als „365 Pinguine“, von denen ein Kinderbuch auf 48 Seiten berichten will.

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Lena Scholz über „Und morgen ein neuer Tag“

Lena Scholz über „Und morgen ein neuer Tag“

Claire Alexander:

Und morgen ein neuer Tag

Meredith hat ihr Haus seit 1214 Tagen nicht mehr verlassen. Seit diesem Tag X, über den sie mit niemandem spricht. Sie arbeitet erfolgreich von zuhause, trifft ihre Freundin zum Brunchen am Küchentisch und ist zufrieden mit ihrem Leben – oder?

Doch irgendwann häufen sich die Situationen, in denen sie plötzlich rausgehen will, denn dort ist doch das Leben. Abenteuer, Freunde und der ganz normale Alltag von „normalen Menschen“, die einkaufen gehen, arbeiten, ins Café gehen. Alles Dinge, die Meredith machen möchte, aber nicht kann. Seit Tag X.

Sie beschließt, eine Therapie anzufangen und begegnet Tom. Er besucht Meredith, um mit ihr zu reden oder zu puzzeln oder einfach Pasta puttanesca zu essen. Manche Dinge versteht er nicht, aber dafür hat Meredith Celestle, die sie über eine Online-Selbsthilfegruppe kennenlernt und für deren Geburtstagsparty will Meredith unbedingt das Haus verlassen. Dass die Schritte über die Türschwelle nicht leicht sind, merkt Meredith schnell, doch Tom und Celestle stehen ihr bei, und so begibt sich Meredith auf eine Reise über den eigenen Tellerrand hinaus.

Ein sensibles Buch über die kleinen Schritte im Leben, über Freundschaft und den Blick über den eigenen Tellerrand, der sich wie ein Sprung ins Bodenlose anfühlt, doch was, wenn man fliegt?

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Claire Alexander: „Und morgen ein neuer Tag“, Goldmann TB, 444 Seiten, ISBN 9783442494330, Preis: 16,00 Euro.


Montag, 24. April: Walpurgis im Blick

Walpurgis-Darstellung in der Harzsagenhalle der Bad Harzburg-Stiftung auf dem Burgberg.

Der Start in eine teuflische Harzer Woche

Das Fest der Feste im Harz naht, wir starten an diesem Montag, 24. April 2023, sozusagen in die Walpurgis-Woche.  Und die Wettervorhersagen für den kommenden Sonntag sehen durchaus vielversprechend aus. Trocken und bis zu 15 Grad.

Bis es soweit ist, kann man sich ins Thema einlesen. Wobei manchen erstaunen mag, dass wir kein Monopol auf Hexen- und Teufels-Tanz haben. Dies zeigt ein Blick in das „Hausbuch der bayerischen Bräuche und Feste“, in dem es um „Walpurgis, Wallfahrt, Wettersegen“ geht. Allerdings können die Bayern keinen Dichterfürsten als Zeugen aufrufen.

Das große Meisterwerk, dem der Brocken und der Harz zumindest in Teilen ihren magisch-sagenhaften Ruf verdanken, wird in „Die Walpurgisnacht im ersten Teile von Goethes Faust“ beleuchtet. Oder man macht sich selbst und unmittelbar ein Bild und greift zum Original „Faust – Der Tragödie erster Teil“ aus der Feder Johann Wolfgang von Goethes.

Wem das alles zu hoch ist, dem stehen unterhaltsam-spannende Alternativen offen: So hat Kathrin R. Hotowetz, die gerade erst in der BÜCHER-HEIMAT las, ihren Harz Krimi-Almanach Band 4 ganz dem teuflischen Treiben um „Walpurgis“ gewidmet.

Statt mit Hexen und Teufeln hat sich heute vor 100 Jahren (1923) Sigmund Freuds mit „Das Ich und das Es“ beschäftigt. In der Schrift zeigte er erstmals das Strukturmodell der Psyche des „Ich“, des „Es“ und des „Über-Ich“ in der Psychoanalyse auf. Und wer davon mehr will: Sigmund Freud  „Gesammelte Werke“.

Zum Glück haben sie heute vor 169 Jahren (1854) in Wien „Ja“ gesagt: Der österreichische Kaiser Franz Joseph heiratete die 16-jährige Tochter des bayerischen Herzogs Max Joseph, Elisabeth Amalie Eugenie, genannt „Sisi“. Andernfalls hätten wir auf die herrlichen Schmachtfetzen mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm verzichten müssen.

Heute wird die Kaiserin differenzierter gesehen, was in unzähligen Büchern und Filmen befeuert wird. „Sisi“ zwischen Zwang und Freiheit oder auch „Sisi: Das dunkle Versprechen“. Letzteres ist das Buch zur RTL-Fernsehserie, das es in die Spiegel-Bestsellerlisten schaffte.

Was bei dieser Hauptperson aber eigentlich fast Pflicht ist. Ob Sisi oder Sissi – auf die Kaiserin fahren vor allem auch die Deutschen ab. Vielleicht sollte man am besten zu einer sachlichen Biografie greifen: „Elisabeth“ – „Kaiserin wider Willen“.

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Sonntag, 23. April: Welttag des Buches

Wenn Herz und Hirn an Büchern hängen

Ein Traumtag für all jene, deren Herz (und Hirn) an Büchern hängt: Der heutige Sonntag, 23. April 2023, bietet sowohl den „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ wie auch (im englischsprachigen Raum) die „World Book Night“.

Der Welttag des Buches und des Urheberrechts (kurz: Weltbuchtag) wird auf Initiative der Unesco seit 1995 begangen. Die Wahl des Datums ist dabei auch eine Referenz an William Shakespeare (Foto oben: Shakespeare-Haus in Stratford) Der „Schwan von Stratford-upon-Avon“ soll (vermutlich) am 23. April 1564 das Licht der Welt erblickt haben.

Was uns gleich noch einen Aktionstag am heutigen Sonntag beschert: Wir begehen den „Sprich-wie-Shakespeare-Tag“ (Talk Like Shakespeare Day). Wie man den Tag begeht? Indem man ihn wortwörtlich nimmt. Was allerdings zum einen nicht leicht ist, zum anderen mit der Alltagssprache des 16. Jahrhunderts wenig zu tun hat. Shakespeares (Bühnen-)Sprache war eine Kunstsprache, da braucht es ein „Handwörterbuch der shakespeareschen Sprache“.

Dann aber sollte der Lektüre des großen Engländers nichts mehr im Weg stehen. Die Auswahl ist gigantisch, obwohl bisweilen noch trefflich darüber gestritten wird, was denn nun wirklich aus seiner Feder floss. Dennoch mangelt es nicht an Stoff für die „World Book Night“, die heute in Großbritannien, Irland und den USA den Kalender ziert.

Wir treffen eine Auswahl. Und da gerade der Frühling sein blaues Band flattern lässt, nehmen wir den berühmtesten romantischen Klassiker zur Hand: „Romeo und Julia“.  Wer das oben genannte Handwörterbuch nicht zur Hand nehmen möchte, kann zu anderen Hilfsmitteln greifen. Beispielsweise „STARK Interpretationen Englisch – William Shakespeare: Romeo and Juliet“.

Wem das Ganze heute nun zu „englischlastig“ daher kommt, können wir auch noch einen Aktionstag fürs deutsche Gemüt bieten. Wir begehen heute den „Tag des Deutschen Bieres“. Wie der begangenen werden soll, muss ich ja sicher nicht erklären.  

An diesem Feiertag zu Ehren des Reinheitsgebots kann man sich ja durchaus mit dem „Mythos Bier“ befassen, Geschichte und Geschichten rund ums „kühle Blonde“ studieren. All jenen, die eine innigere Beziehung zur „Gerstenkaltschale“ aufbauen wollen, sei ein anderes Werk empfohlen: „Bier verstehen“.

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Samstag, 22. April: Noch wach?

Mutter Erde braucht mehr als einen Aktionstag

Der „Internationalen Tag der Mutter Erde“ (Earth Day) fällt in diesem Jahr auf Samstag, 22. April 2023. Und die Kollision mit dem „Einkaufsamstag“ passt da natürlich prima.

Kluge Menschen handeln ja antizyklisch, aber bei mir sitzt der „Einkaufsamstag“ tief drin. Obwohl ich mich jedes Mal über volle Märkte und Parkplätze ärgere. Wenn ich heute den vollen Einkaufswagen sehe, werde ich mich bemühen, nicht allein an die Inflation, sondern auch an den „Earth Day“ zu denken.

Ziel des Aktionstages, der seit 1990 in mehr als 150 Staaten begangen wird, ist es, die Menschen anzuregen, ihr Konsumverhalten hinsichtlich ökologischer Aspekte und Nachhaltigkeit zu überdenken. Da liegt gerade in den Industrieländern erkennbar einiges im Argen, was Leonardo Boff, Träger des Alternativen Nobelpreises, in seinem Werk „Zukunft für Mutter Erde“ zu der provokanten Frage veranlasste, ob wir nicht „als Krönung der Schöpfung abdanken“ müssten.

Gemeinsam die Schöpfung bewahren, dazu ruft immer wieder auch Papst Franziskus auf. In „Unsere Mutter Erde“ sind seine wichtigsten Texte zur ökologischen Krise, zum Klima- und Umweltschutz, zur Nachhaltigkeit und zur Gerechtigkeit zwischen Völkern und Generationen gesammelt. Wenn die mahnenden Worte alle nicht helfen, bleibt uns am Ende vielleicht nur ein „Märchen von Mutter Erde“ zum Erzählen und Vorlesen.

Er war Schriftsteller, Literaturwissenschaftler und Schmetterlingsforscher, zählt zu den einflussreichsten Erzählern des 20. Jahrhunderts und schuf mit einem „Skandalroman“ sein berühmtestes Werk: Heute vor 124 Jahren (1899) wurde Vladimir Nabokov geboren.

Sein zwölfter Roman, „Lolita“, der 1955 erschien, garantierte ihm die wirtschaftliche Unabhängigkeit. Weitere bekannte Werke Nabokovs sind die Romane „Pnin“ und „Ada oder Das Verlangen“. Als „obszön“ wurden etliche seiner Romane seinerzeit gegeißelt. Wobei das Werk des russisch-amerikanischen Schriftstellers tatsächlich überwiegend von den Erfahrungen des Exilanten geprägt war.

Heute vor 70 Jahren (1953) erlebte ein Film seine Premiere, den ich bewundere, aber immer schwer ertragen konnte:  Bei den Internationalen Filmfestspielen von Cannes wurde „Lohn der Angst“ (DVD) von Henri-Georges Clouzot mit Yves Montand, Véra Clouzot und Peter van Eyck uraufgeführt. Die Romanvorlage von „Le Salaire de la peur“ stammt von Georges Arnaud.

Ein Blick voraus: Morgen ist der Welttag des Buches – auf einem Sonntag ist das für die BÜCHER-HEIMAT nicht so praktisch. Aber man darf den Aktionstag auch heute schon mal auf einem Einkaufsbummel vorbereiten – das Team der Mitmachbuchhandlung hat immer gute Tipps parat. Wobei – geht man nach dem Medienrummel – man am neuen Werk von Benjamin Stuckrad-Barre „Noch wach?“ scheinbar nicht vorbei kommt.

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Freitag, 21. April: Zum Entspannen

Der Weg zum Himmel führt durch eine Teekanne

Ausnahmsweise schreibe ich dieses bebücherte Kalenderblatt am Freitag, 21. April 2023, ohne meine übliche Hallo-Wach-Droge Kaffee. Trotz des Brexits fühle ich eine gewisse Verbundenheit zu den britischen Nachbarn und nehme zum heutigen „British National Tea Day“ eine Tasse Earl Grey.

Tee an und für sich passt prima zu Büchern. Der Haken: Ich lese gern aufs Sofa hingefläzt, dann fehlt die sichere Standfläche für die Teetasse. Aber das Problem wird sich lösen lassen. Und das Buch „Tee“ liefert die „Geschichten zum Entspannen“ unter anderem von George Orwell, Dorothy Parker oder Doris Dörrie gleich mit.

Der gleiche Titel „Tee“, aber einen ganz anderen Ansatz verfolgt ein Buch, das alles über „Sorten, Anbau, Geschichte, Zubereitung, Rezepte und vieles mehr“ vermitteln will. Eher eine Pflichtlektüre für all jene, denen der Status des Tee-Genießers nicht reicht, die den Tee-Kenner anstreben.

Über die Frühgeschichte der Teetradition klärte allerdings schon der Comic „Asterix bei den Briten“ auf. Ein Säckchen mit Kräutern aus dem Orient, das Asterix bei der Überfahrt nach Britannien von einem phönizischen Händler erhält, wurde demnach zum ersten Teebeutel und löste die bis dahin auf der Insel um „five o’clock“ gebräuchliche „Heißwasserstunde“ ab. Seither gilt vermutlich die britische Volksweisheit: Der Weg zum Himmel führt durch eine Teekanne…

Man könnte heute (aus zugegeben etwas konstruiertem Grund) auch einen Schluck Scotch oder Rum in den Tee geben. Der 21. April ist ein „Schnapszahltag“, wir sind heute am 111. Tag des Jahres 2023 angekommen. Skål! Und wer das Ganze kreativer angehen will, findet in „Tasty Tea“ Anregungen zum „Kochen, Backen und Mixen mit Tee“.

Runden Geburtstag kann heute ein Filmklassiker feiern – der allerdings einen schwierigen Start hatte. Vor 90 Jahren (1933) erlebte der in Deutschland von der nationalsozialistischen Filmprüfstelle wegen „Gefährdung der öffentlichen Ordnung und Sicherheit“ verbotene Spielfilm „Das Testament des Dr. Mabuse“ (DVD) von Fritz Lang mit Rudolf Klein-Rogge in der Titelrolle seine Premiere in Budapest.

Seinen 101. Geburtstag (1922) hätte heute der Thriller-Autor Alistair MacLean feiern können, der in den 1980er Jahren mit 30 Millionen weltweit verkauften Büchern nicht allein zu den erfolgreichsten Schriftstellern seiner Zeit, sondern auch zu meinen bevorzugten Autoren gehörte. Die „Kanonen von Navarone“ ist sein wohl bekanntester Thriller, der auf Deutsch derzeit nur als eBook vorliegt. Wobei der Bücher-Suchservice der BÜCHER-HEIMAT die MacLean-Bücher sicher auch in gedruckter Form antiquarisch auftreiben kann.

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Donnerstag, 20. April: Nur nicht abheben

Der Kiffertag und abgehobene Sneaker

Nicht dass jetzt irgendwer glaubt, ich sei an diesem Donnerstag, 20. April 2023, „high“. Aber heute ist (nach amerikanischer Schreibweise) 4/20 – und damit der Internationale Cannabis-Tag (in USA Pot Smokers Day). Die 420 steht in der Szene für den „Kiffertag“.

Nun wollen wir heute und an dieser Stelle nicht die Debatte um Legalisierung in Deutschland vertiefen. Immerhin kann so eine Legalisierung auch zu völlig unerwarteten Ergebnissen führen. So sah sich der US-Bundesstaat Colorado, in dem der Verkauf von Cannabis-Produkten legalisiert ist, gezwungen, das 420-Meilen-Schild auf dem Interstate-70 Highway durch eine 419.99-Version zu ersetzen. „Pot Smoker“ hatten offenkundig zugegriffen.

Bei solch skurrilen Auswüchsen sollte man sich offenkundig besser ins Thema einlesen. Beispielsweise mit Peter Cremer-Schaeffers „Cannabis“. Laut Klappentext erfährt man darin alles über die Droge, „was man weiß, was man wissen sollte“. Und auch der Philosoph, Kulturkritiker und Übersetzer Walter Benjamin, ein enger Freund Adornos, lässt sich „Über Haschisch“ aus.

Thema in der Diskussion ist beständig wieder auch die „Heilpflanze Cannabis“. Aber im Zweifel geht Liebe ja doch immer durch den Magen: „High Cuisine – Cannabis kann was!“  liefert Rezepte zum „Kochen & Backen mit THC, CBD und mehr“. Wer da nicht abhebt…

Für manche fast auch eine Droge sind modische Sneaker. Und die berühmteste dieser Drogen erobert gerade die Kino-Leinwand: Den Film „Air: Der große Wurf“ mag mancher auch als zu lang geratenen Werbetrailer für Nike und den amerikanischen Traum sehen. Aber dennoch erhält der Streifen mit Ben Affleck und Matt Damon Top-Noten.

Vermutlich liegt dies genau an dem Duo. Die beiden sind spätestens seit „Good Will Hunting“ (DVD) eines meiner Kino-Dream-Teams. Das gemeinsame Drehbuch (engl.) ist schlicht genial. Und der „Air Jordan“ hat seinen Platz in der Ruhmeshalle der legendärsten „1000 Sneakers“ auch ohne den Film schon lange sicher.

Übrigens gibt es auch einen sehr guten Grund, ausgerechnet heute im bebücherten Kalenderblatt auf Michael Jordan einzugehen. Am 20. April 1986 erzielte der Basketballstar von den Chicago Bulls 63 Punkte gegen die Boston Celtics. Die höchste Punktzahl in einem NBA-Playoff-Spiel. Da versteht man das Zitat eines anderen NBA-Stars wie Magic Johnson: „There’s Michael Jordan and then there is the rest of us“ („Es gibt Michael Jordan und dann gibt es noch den Rest von uns“).

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Dienstag, 18. April: Luftige Kunst

Jongleure haben heute ihren großen Tag

Mit zwei Händen drei oder gar mehr Bälle in der Luft zu halten, das erschien mir stets als Hexenwerk. Obwohl ich an diesem Dienstag, 18. April 2023, darüber nachdenke, es doch noch einmal zu versuchen. Wir begehen heute den Internationalen Tag des Jonglierens (International Jugglers Day/World Juggling Day).

Vermutlich jedoch hätte ich früher anfangen sollen, um die Erfolgsaussichten zu verbessern. Aber ich schätze, meine Lehrer kannten „Jonglieren in der Schule“ nicht, sonst wäre es vielleicht auch mit meiner Lernmotivation und Lernleistung aufwärts gegangen. Denn dem Jonglieren werden sehr positive Auswirkungen auf die Geisteskraft nachgesagt.

Berühmt wurde das Jonglieren als fester Bestandteil der traditionellen Zirkusartistik. Aber auch außerhalb der Manage kam die Fertigkeit, mehrere Gegenstände mit dem Körper so in der Luft zu halten, dass sich zu jedem Zeitpunkt mindestens einer dieser Requisiten in der Luft befindet, super an. Mein Jugendfreund Frank war darin gut und hatte mehr Schlag bei den Mädchen… Was ganz bestimmt nur am Jonglieren lag.

Aber wenn schon, denn schon würde ich mich heute nicht mit halben Sachen abgeben. „Jonglieren wie ein Profi“  klingt da schon nach einer echten Herausforderung. Und wer in dem Lernprozess auf Nummer Sicher gehen will, der kann natürlich auch „Jonglieren lernen mit Erfolgsgarantie“ wählen.

Quasi als Vorgriff auf eine Veranstaltung der BÜCHER-HEIMAT soll in unserem bebücherten Kalenderblatt nicht unerwähnt bleiben, dass heute vor 117 Jahren (1906) Bertha von Suttner im Rathaus von Kristiania den Friedensnobelpreis entgegennahm. Die Autorin von „Die Waffen nieder!“ als „Roman für den Frieden“ war die erste weibliche Preisträgerin. Mehr über Nobelpreisträgerinnen werden Heike Zumbruch und Gabriele Reichard am Dienstag, 16. Mai, in der Mitmachbuchhandlung erzählen.

Noch ein persönlicher Favorit, obwohl ich kein Musical-Fan bin: Heute vor 37 Jahren (1986) stand im Operettenhaus in Hamburg die Deutschlandpremiere des Musicals „Cats“ von Andrew Lloyd Webber nach Texten von T. S. Eliot „Old Possum’s Book of Practical Cats“ (engl.) an. Das Stück lief fast 15 Jahre in Hamburg (wozu ich mit zwei Besuchen beitrug). „Cats“ gehört damit zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.

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Lena Scholz über „Fünf Sommer mit dir“

Lena Scholz über „Fünf Sommer mit dir“

Carley Fortune:

Fünf Sommer mit dir

Fünf unvergessliche Sommer hat Percy in Barry’s Bay in Kanada zusammen mit Sam verbracht. Wettschwimmen am See, Sterne zählen und Freundschaftsarmbänder. Jetzt ist Percy 30 und bekommt eines Tages die Nachricht, dass Sams Mutter verstorben ist. Sofort macht sie sich auf den Weg. Mit im Gepäck sind die glücklichen Erinnerungen, aber auch der Schmerz über den Verlust und den Schmerz über den Moment, der eine gemeinsame Zukunft mit Sam unmöglich machte. Als Percy Sam wieder begegnet, ist der Sam von früher verschwunden. Da ist nur noch all das Ungesagte zwischen Ihnen, der Schmerz und ihre gemeinsame Trauer und die Erinnerung an fünf unvergessliche Sommer voller Unzertrennlichkeit.

Werden sie die Hürden der Vergangenheit hinter sich lassen können und zu dem zurückfinden, wer sie einmal waren? Oder heißt es nun für immer Abschiednehmen.

Endlich gibt es den New-York-Times-Bestseller auf Deutsch. Und das Warten hat sich gelohnt.

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Carley Fortune: „Fünf Sommer mit dir“, Penguin TB Verlag, 413 Seiten, ISBN 9783328109006, Preis: 13,00 Euro.


Montag, 17. April: Frühlingswoche

„Weniger reden und öfter mal in die Badewanne“

Wir starten an diesem Montag, 17. April 2023, in die Woche, die uns spürbar Richtung Frühling bringen soll. Und wenn die Langzeitprognosen passen, wird es sogar ein angenehmes Walpurgis.

Mich lässt das derzeit insoweit kalt, als mich das Snooker-Fieber gepackt hat. Der Sport reizt mich schon seit studentischen Tagen, obwohl ich denkbar ungeschickt agierte. Was mich aber nur noch mehr über die Cracks staunen lässt, die derzeit die Weltmeisterschaft ausspielen.

Der Hinweis auf Snooker passt in das bebücherte Kalenderblatt. Heute vor 148 Jahren (1875) sollen britische Kolonialoffiziere in Indien die Billardvariante erfunden haben. In „Die faszinierende Welt des Snooker“ führt als Autor Rolf Kalb ein, der im TV die Stimme dieses Sports in Deutschland ist.

Heute ist zudem der Europäische Tag der Jugendinformation. Er soll das Recht aller Jugendlichen auf Zugang zu objektiver und zuverlässiger Information ins Bewusstsein rücken. Was sicher nötig ist. Immerhin haben wir eine fundierte Buchempfehlung: WDR-IT-Experte Jörg Schiebs „Schluss mit all dem Fake im Netz“ (eBook) hilft dabei, Fake „zuverlässig zu erkennen und abzuwehren“.

„Mehr als ein Champion“ – über den Stil des Boxers Muhammad Ali schrieb Jan Philipp Reemtsma. Deutlich weniger elegant als bei vielen Ali-Kämpfen ging es heute vor 163 Jahren (1860) im britischen Farnborough bei einem illegalen Boxkampf zwischen dem 33-jährigen inoffiziellen englischen Schwergewichtsmeister Tom Sayers und dem acht Jahre jüngeren US-Amerikaner John C. Heenan zu.

Das Ganze war eher ein Gemetzel: Nach mehr als 40 Runden und über zwei Stunden wurde der Kampf unterbrochen, als Heenan versucht, Sayers zu erwürgen. Der Kampf wurde später fortgesetzt, bis beide Kontrahenten völlig entkräftet waren. Wertung: unentschieden.

Ihren 138. Geburtstag (1885) könnte heute Karen Blixen feiern. Kennen Sie nicht?  In Deutschland veröffentlichte sie zumeist unter dem Namen Tania Blixen. So auch ihren weltberühmten autobiographischen Roman „Jenseits von Afrika“.

Heute vor 126 Jahren (1897) erblickte ein Autor das Licht der Welt, den die Kritik als den größten Klassiker der amerikanischen Literatur feiert: Thornton Wilder, dreifacher Gewinner des Pulitzer-Preises. Unter anderem für seinen Roman „Die Brücke von San Luis Rey“.

Happy Birthday können wir heute Nick Hornby zurufen, der wohl wichtigste Vertreter der britischen Popliteratur wird 66 Jahre alt (1957). In „Weniger reden und öfter mal in die Badewanne“ bringt er sein „Leben als Leser“ schon in der Titelzeile auf den Punkt…

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