Der Harz: Osterode, Clausthal-Zellerfeld, Goslar, der Brocken und Ilsenburg. Ein Schauplatz der Weltliteratur mitten in Deutschland, berühmt geworden durch den Romantiker Heinrich Heine. Was kommt wohl dabei heraus, wenn man Heines Harzreise in die Gegenwart überträgt? Dieser Frage ist Frank Barsch in seinem Roman „Harry, der Sommer und ich“ nachgegangen. Vergangenheit und Gegenwart beginnen sich zu überlagern, die Reise wird zu einem fantastischen Abenteuer, das zu den großen Themen unserer Zeit führt.
Ein Roman für Heine- und Harz-Liebhaber. Und für Leserinnen und Leser, die eine geistreiche Geschichte zu schätzen wissen. Ein Lesevergnügen! Heinrich Heine hätte seine Freude daran gehabt.
Freitag, 28. Oktober 2022, 19.30 Uhr, BÜCHER-HEIMAT Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT, Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de
Es ist der „Nach-Lichterfest-Blog“ an diesem Sonntag, 21. August 2022. Und so fällt er etwas kürzer aus, der Hallo-Wach-Kaffee braucht heute länger…
Einen besonders starken Hallo-Wach-Kaffee hätte auch die Pariser Polizei am 21. August 1911 sehr gut gebrauchen können, denn an diesem Tag verschwand das wohl berühmteste Gemälde der Welt aus dem Pariser Louvre: Leonardo da Vincis Mona Lisa. Doch „Wer klaute die Mona Lisa?“. Bei den Ermittlungen bekleckerte sich die Polizei nicht gerade mit Ruhm.
In Verdacht gerieten auch zwei später weltberühmte Männer, der Dichter Guillaume Apollinaire und der Maler Pablo Picasso. Tatsächlich aber hatte der 31-jährigen italienische Handwerker Vincenzo Peruggia bei Renovierungsarbeiten im Louvre die Gunst der Stunde genutzt. Wobei hilfreich gewesen sein dürfte, dass da Vincis Meisterwerk kleiner ist, als viele Menschen gemeinhin denken. Tatsächlich misst das auf dünnem Pappelholz gemalte Werk gerade einmal 77 cm × 53 cm.
Die Polizei fand zwar Fingerabdrücke – vergaß aber schlicht und ergreifend, diese abzugleichen. So konnte Peruggia mit der Mona Lisa verschwinden und wurde erst 1913 erwischt, als er das Bild zu Geld machen wollte.
Auf der Flucht mit der Mona Lisa waren später auch noch andere, die aber wollten das Bild (und viele andere Louvre-Schätze) vor den Nazis retten. Die Mona Lisa wurde im August 1939 aus dem Louvre geholt und in das Loire-Schloss Chambord, dann nach Louvigny ins Kloster von Loc-Dieu, weiter ins Museum von Montauban und schließlich ins Schloss Montal im Südwesten Frankreichs gebracht. Stoff für Romane: „Die Beute“.
Fans werden in diesem Jahr ganz sicher wieder groß feiern, denn der Film „Dirty Dancing“ (DVD) feierte heute vor 35 Jahren seine Premiere. Den Hype darum habe ich als „militanter Nichttänzer“ zwar immer nur bedingt nachvollziehen können, aber der Welterfolg ist unbestritten: Der Film wurde für 6 Millionen Dollar produziert und spielte 218 Millionen Dollar ein.
Wer auch das allerletzte Detail über den Streifen mit Patrick Swayze und Jennifer Grey wissen will, kann mittlerweile auch Bücher über den Film lesen. Erschienen vor 10 Jahren zum 25-jährigen Jubiläum: „Dirty Dancing – Das große Buch zum Filmjubiläum“.
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Dieses musikalisch-literarische Programm ist eine Würdigung für einige der größten Dichter und zeitgenössischen Musiker, die uns Nachgeborenen ein beeindruckendes künstlerisches Werk hinterlassen haben. Ihre Poesie schenkt dem Alltag Farbe und der Seele Flügel.
Viele Texte künden von Licht und Dunkelheit, von Geburt und Tod, von Gefährdung und Zuversicht. Oder sie preisen die Schönheit und Verletzlichkeit des Menschen, sowie die Wachstumskraft der Schöpfung in der Natur.
Richard Maschke führt das Publikum auf eine spannende Reise durch Gedichte und Prosatexte über die Freiheit, über den Wandel und die Vergänglichkeit der Welt, über die heilende Kraft der Liebe und Verbundenheit.
Durch die Kontrastierung und Zwiesprache mit Liedern deutscher und englischsprachiger Musiker entstehen neue, inspirierende Zugänge, die zugleich die sensible Spannung zwischen Gestern und Heute eindrücklich machen.
Ein Programm, das bewegt und berührt.
Lassen sie uns gemeinsam innehalten.
Dienstag, 22. November 2022, 19.30 Uhr, BÜCHER-HEIMAT Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT, Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de
Dieser Samstag, 20. August 2022, ist der dritte Samstag in diesem Monat und damit seit 2011 der „Internationalen Geocaching-Tag“ (International Geocaching Day).
Am 3. Mai 2000 setzte bei Portland (USA) ein Mensch namens Dave Ulmer mit dem ersten Cash überhaupt das Virus frei, das weltweit GPS-Schnitzeljäger erfassen sollte. Zum Tempo, in dem sich das Geoaching ausbreitete, trugen vielfach auch prominente Fans bei. In Deutschland beispielsweise Bernhard Hoëcker mit seinen „Aufzeichnungen eines Schnitzeljägers“.
Mit anderen Autoren gemeinsam legteHoëcker auch das Buch „Der offizielle Geocaching-Guide“ vor. Womit er durchaus in Konkurrenz zu dem Hannoveraner Markus Gründel tritt, der im Harz das alljährliche „Cash in, Trash out“ (Schatz rein, Müll raus) initiierte und Deutschlands nördlichstes Mittelgebirge vermehrt in den Fokus der Geocacher rückte. Gründel sorgt mit Geocaching I bis III von „Basiswissen für Draußen“ über „Mysterys, Rätseln und Lösungen“ dafür, dass alle „Voll im Bilde beim GPS-Abenteuer“ sind.
Auch die gute alt(backen)e Variante gibt es kaum noch in der Simpel-Version. Offeriert wird beispielsweise „Abenteuer Schnitzeljagd – Die verschwundene Mumie“, ein fix und fertiges „Geburtstags-Set mit Schatzkarte, Einladungen, Urkunden, kniffligen Rätseln, Rezepten und vielem mehr“. Mir persönlich würde dabei der größte Spaß, das Ausknobeln der Tour, fehlen…
Wer jetzt auf Schatzsuche durch den Harz streift, sieht überdeutlich, warum auch die Aktion so wichtig ist, die Greta Thunberg am 20. August 2018 startete. Mit ihrem Schulstreik für das Klima in Stockholm legte sie den Grundstein für die Schüler- und Studierendenbewegung „Fridays for Future“. Ein Ziel hat sie ganz klar vorgegeben: „Ich will, dass ihr in Panik geratet!“
Die Tragödie „Almansor“ von Heinrich Heine wird vielfach als „Toleranzstück“ bezeichnet. In Braunschweig allerdings stieß sie am 20. August 1823 auf wenig Toleranz. Die Uraufführung am Nationaltheater Braunschweig musste nach tumultartigen Szenen im Zuschauerraum abgebrochen werden. Dahinter stand, so wird vermutet, Antisemitismus und eine simple Namensverwechslung mit einem bekannten Braunschweiger Juden namens Heine. Es blieb die einzige Aufführung eines Heine-Dramas.
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Ein Tag zum Schwelgen und was eignet sich da besser als besondere Bücher. An diesem Freitag, 19. August 2022, als Welt-Foto-Tag (World Photography Day) natürlich vor allem Bildbände.
Mein Stöbern nach den meistgelobten Bildbänden/reich bebilderten Büchern brachte zum einen das erwartet üppig Ergebnis, förderte zum anderen aber auch Titelthemen zutage, die ich nicht unbedingt erwartet hätte. Dazu zählt „Auto Land Scape“ von Michael Tewes, dessen Motive „malerische Autobahnen“ sind. Mit verblüffenden Ergebnissen…
Sammler, ob von Gebrauchsgegenständen oder großen Kunstwerken, kommen gewohnt gut weg. Allen, die wissen wollen, wem die Stunde edel schlägt, sei „A Man and His Watch“ von Matthew Hranek ans Herz gelegt: Geschichten um 76 der berühmtesten Uhren und ihre Träger.
Tiefer gehen muss der Blick bei „The Ultimate Sneaker Book“ von Simon Wood. Und auch, wenn man erst ein paar Bier trinken muss, um es zu glauben: „Bierdosen werden zu Kunstwerken“. Zu bestaunen in „Craft Beer Design“.
„Richtig“ große Kunst gibt es bei dem opulenten Werk „Der Louvre. Alle Gemälde“. Sage und schreibe mehr als 3000 farbige Bilder von farbigen Bildern. Nur das Erlebnis Louvre vermag der Super-Bildband schwerlich zu vermitteln. Auf ein weiteres Erlebnis dagegen kann ich gut verzichten. „Der Atlas des Teufels“ versammelt 250 farbige Abbildungen der Unterwelt in der Kunst.
Wer tierische Abwechslung zu all den Katzen- und Hundefotos in den Sozialen Medien sucht, wird in einem ungewöhnlichen Band fündig: „Vögel: Eine fotografische Liebeserklärung in Porträts“ von Tim Flach & Birgit Lamerz-Beckschäfer.
Bei einem ersten Blick in einen anderen Bildband musste ich irgendwie an die beliebten „Neiddebatten“ denken: „Homes For Our Time. Contemporary Houses around the World.“ von Philip Jodidio stellt traumhaft schöne Wohnstätten vor. Und „In 225 Reisen um die Welt“ von Barbara Rusch im National Geographic Buchverlag erschienen verzeichnet auch ein paar Touren, die meinen Geldbeutel überstrapazieren würden.
Wenn für irgendjemanden kein Buch dabei gewesen sein sollte, empfehle ich eine spannende Stöberstunde entweder in der BÜCHER-HEIMAT selbst und in deren Online-Shop, in dem das Suchwort „Bildband“ mehr als 4000 Fundstellen liefert.
Man kann natürlich auch selbst Fotos schießen und diese auf die Website des Welt-Foto-Tags hochladen. Schließlich ist der Aktionstag dazu da, den Spaß am Fotografieren zu steigern. Nur als Tipp für ein mögliches Motiv, ein Buch dazu habe ich nicht gefunden: Heute ist auch „Internationaler Tag der Haarschleife“ (International Bow Day)…
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Sonja Webers Buch rund um die Harzer Sagen gibt es während der Führungen sonntags von 14 bis 16 Uhr in der Harzsagenhalle auf dem Burgberg und natürlich in der BÜCHER-HEIMAT – und da dann mit etwas Glück direkt von der Autorin!
Fertigmachen zum Feiern
Einmal werden wir noch wach nach diesem Donnerstag, 18. August 2022, dann ist zwar noch nicht (ganz) Weihnachten, eine schöne Bescherung steht uns aber mit dem Salz- und Lichterfest ins Haus. Start in einen heißen Veranstaltungs-Spätsommer.
Das Großes aus einem eher kleinen Auftritt entstehen kann, darf man aus einem Ereignis heute vor 60 Jahren ableiten: Ihr erstes gemeinsames Konzert in der Formation mit John Lennon, Paul McCartney, George Harrison und Ringo Starr spielten die Beatles am 18. August 1962 in der Hulme Hall von Birkenhead.
Bei der Open-Air-Summernight des Kulturklubs ist die Musik der Fab Four außen vor, am morgigen Freitag sind es die Coverbands „Mind2Mode“ und „The Reuling Stones“, die mit Depeche-Mode– und Rolling-Stones-Songs das große Partywochenende in der Kurstadt einläuten. Daumen drücken, dass das Sommerwetter zumindest bis nach dem Lichterfest am Samstag hält.
Verausgaben können sich dabei auch sportliche ambitionierte Zeitgenossen, denn der nächste „Pflichtstart“ steht erst in einem Monat an, wenn der Rotary-Club Goslar zu seinem zweiten CANOSSA Benefiz Berglauf® einlädt. Mit dem Erlös soll erneut möglichst vielen Kindern, ungeachtet ihrer familiären und finanziellen Startbedingungen, insbesondere auch jenen mit Handicap oder Migrationshintergrund, musikalische Bildung und sportliche Förderung ermöglicht werden. Alle Infos und Anmeldemöglichkeiten gibt es auf einer eigenen Website zum Canossa-Berglauf. Und zum historischen Hintergrund: „Von der Harzburg nach Canossa“.
Über einen Mangel an Veranstaltungen kann man gerade in der Zeit von den Sommerferien bis weit in den Goldenen Oktober hinein in Bad Harzburg nicht klagen. So steht beispielsweise am 4. September noch der Ökomarkt in der Bummelallee an und wird am 22./23. Oktober zum 3. Harzer-Luchstrail auf die Galopprennbahn eingeladen. Und die Schlittenhunde faszinieren immer, ob mit oder ohne Schnee.
Dazu kommen natürlich noch unzählige „Standards“, einen guten Überblick beschert der Veranstaltungskalender der Kur- und Wirtschaftsbetriebe. So hat beispielsweise die Harzsagenhalle der Bad Harzburg-Stiftung auf dem Burgberg immer sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Da könnte man einen Abstecher als Training für den Canossa-Berglauf nutzen und danach im „Aussichtsreich“ lecker wieder zu Kräften kommen.
Und natürlich steuert auch die BÜCHER-HEIMAT noch einiges zum Veranstaltungskalender bei. So serviert Axel Klingenberg am 1. September „populäre Irrtümer und andere Wahrheiten“ über Eintracht Braunschweig. Ausdrücklich auch (oder gerade) „für Klugscheißer“.
Und Petra Nietsch berichtet am 23. September über ihre Pilgerreise zu Fuß über 300 Kilometer von Porto nach Santiago de Compostela. Inklusive spannender Lektüre-Tipps, die sicher über den populärsten deutschen Pilgerwanderer hinaus gehen. Hoffentlich bleibt bei der attraktiven Terminflut auch noch Zeit zum Lesen…
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Erst 40 Jahre ist es an diesem Mittwoch, 17. August 2022, her, dass die Plattenfirma Polygram die ersten Audio-CDs herausgab: Chopin-Walzer gespielt von Claudio Arrau und „The Visitors“ von ABBA. Die Silberlinge wirken in Streaming-Zeiten wie Schnee von gestern. Andererseits: „Vinyl – Die Magie der schwarzen Scheibe“ ist auch zurückgekommen…
Ohne Katzen wären „kuriose Kalender“ und die Sozialen Medien aufgeschmissen. Heute ist der US-amerikanische „Ehrentag der schwarzen Katze“ (National Black Cat Appreciation Day). Was uns egal sein könnte, Briten aber irritieren dürfte, denn deren „Tag der schwarzen Katze“ (National Black Cat Day) fällt auf den 27. Oktober.
Trotz aller Ehren- und Aktionstage: Die schwarze Katze hat wie Freitag, der 13., ihr schlechtes Image weg. Kein Wunder, dass auch Edgar Allan Poe, früher Großmeister des Horror-Genres, an der dunklen Samtpfote nicht vorbei kam: „Die schwarze Katze“.
Gleich eine ganze Reihe weltberühmter Autoren und nicht minder berühmter Werke haben heute „Geburtstag“. Vor 77 Jahren (1945) erschien in Großbritannien die Erstauflage von George Orwells Roman „Farm der Tiere“(Animal Farm). Und vor 43 Jahren (1979) kämpfte der Spielfilm „Monty Python’s Life of Brian“ („Das Leben des Brian“) nach massiven Protesten christlicher und jüdischer Organisationen Aufführungsverboten in mehreren Ländern.
Gleich zwei Nobelpreisträger wurden an einem 17. August geboren. Im Jahr 1932 war es V. S. Naipaul. Der westindische Schriftsteller avancierte zum ersten karibischen Nobelpreisträger. Die Geschichte seiner Kindheit und die seines Vaters verarbeitete Naipaul in dem Roman „Ein Haus für Mister Biswas“.
Ihren 69. Geburtstag feiert Herta Müller. Die deutsche Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin, die im rumänischen Banat aufgewachsen ist, thematisiert vielfach die Folgen der kommunistischen Diktatur in Rumänien. In „Landschaften der Heimatlosigkeit“ (Nobelpreis-Würdigung) ist auch die „Reisende auf einem Bein“ unterwegs.
Unter den „bislang bedeutendsten Werke dieses Jahrhunderts“ rangiert seit dem Erscheinen 2001 der Roman „Die Korrekturen“von Jonathan Franzen, der heute 63 Jahre alt wird. Seine Romane finden seit dem mit dem National Book Award ausgezeichneten Werk ein Millionenpublikum.
Gratulation und Gedenken zugleich sind angesagt, wenn es um Jean-Jacques Sempé geht. Der großartigefranzösischer Cartoonist, geistiger Vater unter anderem von „Der kleine Nick“, ist vor einer Woche kurz vor seinem heute anstehenden 90. Geburtstag verstorben. Mit seinem Werk „Für Bücherfreunde“ aus der Reihe der Diogenes Kunstbücher ist er allein vom Titel her in unserem „bebücherten Kalenderblatt“ schon mal genau richtig.
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Immerhin: Die US-Amerikaner liefern mit ihrem Aktionstage-Wahn an diesem Dienstag, 16. August 2022, zumindest mal einen Menüvorschlag inklusive Getränkeempfehlung…
Dabei werden sich vielleicht besonders die Thüringer verwundert die Augen reiben, an diesem „Tag der Bratwurst“ (National Bratwurst Day) in den Vereinigten Staaten. Vielleicht hilft am „Tag des Rums“ (US-National Rum Day) über den Schock hinweg. Obwohl der Rum auch eher aus der Karibik stammt und auch nicht unbedingt zum Runterspülen einer Bratwurst gedacht ist.
George Carmack hieß der Glückspilz, der am 16. August 1896 am Klondike River in Kanadas Yukon-Territorium Gold fand. Die Nachricht löst den Goldrausch aus. Besser (zumindest spannender) als jedes Geschichtsbuch zum Thema ist ohne Frage Jack Londons„Lockruf des Goldes“.
Ein großer Roman, ein großartiger Film Carl Zuckmayers Drama „Der Hauptmann von Köpenick“ wird mit Heinz Rühmann in der Titelrolle verfilmt (DVD) und am 16. August 1956 in Köln uraufgeführt.
Heute vor 45 Jahren, am 16. August 1977 stirbt Elvis Presley in seinem Wohnsitz „Graceland“ in Memphis, Tennessee. Ein trauriger Tag für alle Fans (zumindest jene, die nicht darauf beharren, dass „Elvis lebt“). Bis heute ebbt der Pilgerzug nach Memphis nicht ab.
„Das Schlimmste: Einige Zeit nach meinem Tod werde ich richtig entdeckt.“ Charles Bukowski, der den Satz in seinem Tagebuch „Den Göttern kommt das große Kotzen“schrieb, warallerdings schon vor seinem Ableben ein (wenn auch höchst umstrittener) Star. Oder, wie es in einer Biografie heißt, der „in den USA vielleicht nicht berühmteste, doch in den Buchläden meistgeklaute Autor“.
Bukowski, der heute 102 Jahre alt geworden wäre, war insbesondere in Europa sehr erfolgreich, verkaufte allein in Deutschland mehr als vier Millionen Bücher. Durchaus auch, weil er selbst das Bild des saufenden und krakeelenden Genies nach Kräften förderte.
„Die wunderbaren Jahre“, eine Sammlung von Prosa-Texten, machten den DDR-Dissidenten Reiner Kunze in der Bundesrepublik Deutschland berühmt. Der am 16. August 1933 geborene Autor hatte das Manuskript heimlich in die Bundesrepublik schleusen lassen. Letztlich führte Kunzes Konflikt mit dem DDR-Regime dazu, dass er am 13. April 1977 in die Bundesrepublik Deutschland übersiedelte.
Mit den „Wunderbaren Jahren“ schrieb er einen Prosaband, in dem, so befand Heinrich Böll bewundernd, „keine einzige Zeile zufällig und so auch keine Zeile überflüssig ist“. Der Titel ist angesichts der realen Jugend in der DDR bittere Ironie und rückte einige wunderbaren Zeilen aus Truman Capotes Roman „Die Grasharfe“ in den Fokus: „Ich war elf und später wurde ich sechzehn. Verdienste erwarb ich mir keine, aber das waren die wunderbaren Jahre.“ Kein Wort zuviel.
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Die Außerirdischen lassen sich Zeit. Wie ich an diesem Montag, 15. August 2022, zu der Einschätzung komme? Nun, heute vor 45 Jahren wurde am „Big Ear“-Radioteleskop der Ohio State University das Wow!-Signal aus Richtung des Sternbildes Schütze aufzeichnete. Seither herrscht eher Funkstille.
Das „Wow!-Signal“ gilt bis heute als meistversprechender Anwärter für eine außerirdische Botschaft. Wobei Prof. Harald Lesch, Welt- und Weltall-Erklärer der deutschen Fernsehgemeinde, die Euphorie dämpft. Zwar zeige das Wow!-Signal alle Kennzeichen eines interstellaren Kommunikationsversuchs, es könnte aber genauso ein gigantischer Ausbruch eines Pulsars gewesen sein. Da tröste ich mich mit einem Lesch-Buch: „Der Außerirdische ist auch nur ein Mensch“ – „unerhört wissenschaftliche Erklärungen“.
Von einem „alten Menschheitstraum“ schrieb auch „Mare – Zeitschrift der Meere“, befasste sich aber nicht mit Außerirdischen sondern mit dem „Panamakanal“. Menschheitstraum wie auch Kanal wurden am 15. August 1914 Wirklichkeit: Der Panamakanal wurde für den Schiffsverkehr geöffnet.
Die rund 82 Kilometer lange Wasserstraße, die die Landenge von Panama in Mittelamerika durchschneidet, verbindet Atlantik und Pazifik für die Schifffahrt. Etwa 13.700 Schiffe durchfahren den Kanal pro Jahr, ihnen bleibt die Fahrt um das Kap Hoorn oder durch die Magellanstraße an der Südspitze Südamerikas erspart. In dem Frachtschiffreisebericht „Mit dem Frachtschiff rund um Südamerika: Hamburg – Magellanstraße – Panamakanal – Hamburg“ spielt die künstliche Wasserstraße folgerichtig eine große Rolle.
Ein wichtiges Datum ist der 15. August auch für den Kölner Dom, denn heute vor 774 Jahren (1248) wurde mit dem Bau begonnen. Vollendet wurde die „vollkommene Kathedrale“, wie Kunsthistoriker den Dom wegen seiner einheitlichen und ausgewogenen Bauform bezeichnen, erst 1880. Was lange währt… Wobei mich als Lesefutter die Kathedrale von Kingsbridge in Folletts „Die Säulen der Erde“ mehr gefesselt hat.
Drei Geburtstage sollen heute bedacht werden. Der Schotte Sir Walter Scott wurde am 15. August 1771 geboren – und zum meistgelesenen Autor seiner Zeit. Er war ein Wegbereiter Folletts, denn Walter Scott gilt als Begründer des Geschichtsromans. Seinen Ritter „Ivanhoe“ habe ich geliebt.
Seinen 69. Geburtstag (1953) feiert heute Wolfgang Hohlbein. Auf keinen anderen deutschen Schriftsteller trifft die Formel „Erfolg gibt recht“ mehr zu. Die Feuilletons haben den Horror-, Science-Fiction- und Fantasy-Schriftsteller meist als „Trash“ abgetan, während er mit mehr als 43 Millionen verkaufter Bücher zu einem der erfolgreichsten Autoren Deutschlands avancierte und mit dem Krimi „Verderben – Kinder des Zorns“ auch in diesem Jahr wieder für Furore sorgt.
Nur 60 Jahre alt wurde leider der Publizist, Autor, Essayist und Fernsehmoderator Roger Willemsen, der am 15. August 1955 geboren wurde. In den Lesetipps der BÜCHER-HEIMAT erinnert aktuell auch Monika Runge an den Intellektuellen und sein Buch „Willemsens Jahreszeiten“.
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Gerade wollte ich lossprinten, um meiner Frau eine Rose zu kaufen – da schaute ich genauer hin: Am heutigen Sonntag, 14. August 2022, ist der Internationale Tag des Rosè (International Rosè Day), nicht „der Rose“. Na dann: Prost! Und eine Rose darf man ja trotzdem verschenken.
Die Schuld an meinem verschlafenen Blick könnte ich der Sonne in die Schuhe schieben. Die schläft immer länger aus, startet heute zum ersten Mal nach der Sommersonnenwende nach 6.00 Uhr. Okay: Eine Minute nach 6.00 Uhr. Aber immerhin. Um vom eigenen „Vergucker“ abzulenken reicht es vielleicht.
Momentan ist es allerdings eher fraglich, ob mich „lustige Sprüche für Weinliebhaber“ am frühen Morgen nachhaltig aufmuntern können. Also verschieben wir „Man muss auch mal Wein sagen können“ auf den späteren Nachmittag. Und dazu vielleicht einen Krimi mit Bruno, Chef de police: „Reiner Wein“.
Die Eidechsen sind auf dem Rückzug, ihre Lebensräume schrumpfen immer weiter. Auch daran soll am heutigen „Welttag der Eidechsen“ (World Lizard Day) mahnend erinnert werden. Und wer früher Eidechsen auch mal im eigenen Garten gesehen hat, kann Lebensräume im naturnahen Garten schaffen und die Tiere vielleicht zur Rückkehr bewegen: „Ein Garten für Eidechsen“.
Da ich mich nun doch noch entschlossen habe, offene Läden und Blumen (und Wein) zu suchen, weitere mehr oder minder bedeutsame Ereignisse zum Datum 14. August in Kurzform: Zwei große Filme starteten, 1969 in Deutschland der Sergio-Leone-Western „Spiel mir das Lied vom Tod“ (DVD) und 1975 in London „The Rocky Horror Picture Show”(DVD).
„Mit den Römern ist’s wie mit den Austern: allzuviel ist ungesund!“ Na, eine Ahnung, wer heute seinen 96. Geburtstag hätte feiern können? Na klar, der begnadete Comic-Texter René Goscinny, Schöpfer unter anderem der legendären Asterix-Ausgaben. Wahrhaft „Unbeugsame Lateinzitate“.
Stolze 155 Jahre alt würde heute John Galsworthy, Schöpfer der Romanreihe „The Forsyte Saga“, die dank mehrfacher Verfilmungen und Fernsehserien auch militanten Nicht-Lesern ein Begriff sein könnte. Galsworthy erhielt für den Klassiker der modernen englischen Literatur 1932 den Literaturnobelpreis.
Und falls es irgendwen interessiert: Heute ist auch der „Tag der Melone“ in Turkmenistan. An Büchern fand ich dazu nur die „agromorphologische Charakterisierung Cantaloup-Melone“. Klingt prickelnd. Aber wer denkt bei „Melone“ auch an den Garten oder Melonenbowle mit ganzen Früchten? Mit „Mit Schirm, Charme und Melone“ (DVD) begeistern mit John Steed und Emma Peel bis heute. Mein Fernsehabend ist damit auch gerettet.
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