Das Gestüt Harzburg – eine große Geschichte

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Autor Egon Knof (re.) zusammen mit dem ehemaligen Gestütsleiter Gustav Klotz bei der Buchpräsentation in der BÜCHER-HEIMAT. Foto: Weber

600 Jahre Pferdezucht werden lebendig

Es ist ein opulentes Werk, der „Erstling“ des Autoren Egon Knof. Der ehemalige GZ-Redakteur, Galoppsportexperte und auf dem Gestüt aufgewachsener Ur-Bündheimer lässt zwei Jahre nach dem Aus für die traditionsreiche Pferdezuchtstätte das „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ und damit 600 Jahre Pferdezucht in Bündheim lebendig werden.

Herausgeber ist der Harzburger Geschichtsverein, gefördert haben das für die Stadtgeschichte bedeutsame Projekt die Bad Harzburg-Stiftung, die Stadtwerke Bad Harzburg und der Harzburger Rennverein. Im DinA4-Format als gewachstes Hardcover im Verlag der Goslarschen Zeitung erschienen, lädt das hochwertig gestaltete Werk auf 224 Seiten und mit 341 historischen (Schwarz-weiß- und Farb-) Fotos sowohl zu detailreichen Ausflügen in die Gestütsgeschichte wie auch zum Schwelgen in Bilderwelten ein.

Ein Buch, das zugleich ein Denkmal für die große Pferdegeschichte Bündheims ist, die im Herbst 2020 wohl unwiederbringlich zu Ende ging. „Das war dann mal weg“ – der Titel einer ZDF-Sendereihe gilt auch für das Gestüt, das aber dank dem Investorenduo Rataj/Junicke zumindest als großartiges Gebäudeensemble weiterbestehen kann.

Das Buch „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ ist selbstverständlich auch in der BÜCHER-HEIMAT zum Preis von 25,00 Euro zu haben (und ein echter Geschenktipp für Bad Harzburger und alle Pferdefreunde).

Dienstag, 13. Dezember: Ein Lichterfest

Zwei Könner mit spitzester Feder

Ein Lichterfest feiern an diesem Dienstag, 13. Dezember 2022, die Schweden, Allerdings ohne Feuerwerk und Party, sondern eher ruhig mit vielen Kerzen. Der Gedenktag der heiligen Lucia war in Schweden vor der Einführung des Gregorianischen Kalenders im Jahr 1752 lange der kürzeste Tag des Jahres, an dem die Wintersonnenwende gefeiert wurde. Die steht nun aber erst am 21. Dezember an.

An zwei großartige Zeichner, von denen der eine auch noch ein ebenso großartiger (satirischer) Dichter ist, sei heute erinnert. Am 13. Dezember 1934 erschien die erste „Vater und Sohn“Geschichte aus der Feder von e.o.plauen in der „Berliner Illustrirten Zeitung“. Ich habe die kurzen Bildergeschichten auch immer dafür bewundert, wie sie ohne Text die Erlebnisse des rundlichen, kahlköpfigen Vaters und seines kleinen Sohnes bei der ungewöhnlichen Lösungssuche für Alltagsprobleme auf den Punkt brachten.

Hinter e.o.plauen verbirgt sich der Zeichner Erich Ohser und verbirgt sich ein fürchterliches deutsches Künstlerschicksal.  Die oft spöttischen Spitzen in Richtung des NS-Regimes brachten Ohser ein zweifaches Berufsverbot, zuletzt Denunziation und die drohende Verurteilung zum Tod ein, der er sich durch Freitod entzog: „Erich Ohser alias e.o.plauen“ – ein deutsches Künstlerschicksal.

Zwei Jahre vor seinem Tod erhielt der Dichter, Zeichner und Maler Robert Gernhardt im Jahr 2004 den mit 25.000 Euro dotierten Düsseldorfer Heinrich-Heine-Preis. Dies sehr zu Recht und insbesondere auch für seine Satiren und komischen Gedichte und Zeichnungen in der Tradition Wilhelm Buschs.

Wer sich da einlesen möchte, kann dies ganz „zeitgemäß“ in „Weihnachten mit Robert Gernhardt“ tun. Worin auch die Frage gestellt wird: „Wussten Sie schon, dass die heiligen Drei Königinnen ihren Männern die Sache mit dem Stern, dem diese monatelang hinterherlaufen mussten, bis an ihr Lebensende nie so recht geglaubt haben?“  Passend zu den witzigsten, schönsten und nachdenklichsten Gedichte, Geschichten und Zeichnungen von Robert Gernhardt zum Fest kann zudem der Band „Erna, der Baum nadelt!“ empfohlen werden. Das „botanische Drama am Heiligen Abend“ schrieb Gernhardt zusammen mit Bernd Eilert und Peter Knorr.

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Montag, 12. Dezember: Starke Worte

Zeitenwende in der Wunderkammer

Die vorletzte Adventswoche bricht an diesem Montag, 12. Dezember 2022, an. Zumindest in einem Punkt sind wir den Japanern voraus: Wir kennen unser „Wort des Jahres“ schon, in Japan wird das Schriftzeichen des Jahres am heutigen „Tag des Kanji“ bekanntgeben.

Seit 1995 veröffentlicht die Kanji Proficiency Society (ext./jap.) im buddhistischen Kiyomizu-dera Tempel die Ergebnisse der landesweiten Abstimmung zum „Kanji des Jahres“ an diesem 12. Dezember. Das ausgewählte Kanji soll einen Bezug zu den jeweiligen Ereignissen des Jahres haben. Wer da mitreden will, studiert am besten die Bände 1 bis 3 von „Die Kanji lernen und behalten“.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (ext.) ist mit dem „Wort des Jahres“ ja schon vor einigen Tagen tätig geworden: „Zeitenwende“ rangiert ganz vorn, vor „Krieg um Frieden“ und „Gaspreisbremse“. Im vergangenen Jahr 2021, als die vierte Corona-Welle die Diskussionen beherrschte, war „Wellenbrecher“ das „Wort des Jahres“.

Ob es die Begriffe in „Die Wunderkammer der Deutschen Sprache“ geschafft hätten, erscheint mir eher fraglich. Das Buch verspricht, ein Füllhorn an „Schönheiten, Merkwürdigkeiten und wundersamen Hervorbringungen“ der deutschen Sprache über den Leser auszuschütten. Dagegen widmet sich ein „Kleines Kuriositätenkabinett der deutschen Sprache“ aus dem Hause Duden den „kuriosen Eigenarten“ unserer Muttersprache.

Ein renommierter deutscher Schriftsteller ist mir heute unter den Geburtstagskindern des Tages nicht aufgefallen. Da müssen wir uns mit einem „der besten Stilisten der französischen Literatur“ und einem „Klassiker des Romans“ zufriedengeben: Gustav Flaubert würde heute seinen 199. Geburtstag (1821) begehen.  Schon mit seinem Erstlingswerk „Madame Bovary“ sicherte er sich neben Stendhal und Balzac einen Platz im „Dreigestirn der großen realistischen Erzähler Frankreichs“.

Literarisch gesehen eher ein bis zwei Etagen tiefer rangiert ein dennoch großartiger Erzähler: James Lee Burke erblickte heute vor 86 Jahren (1936) das Licht der Welt. Der US-Amerikaner probierte sich in etlichen Jobs aus, begann schon in den 1960er Jahren zu schreiben und schaffte den Durchbruch in den 1980er Jahren mit seinen Kriminalromanen. Vor allem jenen um den Südstaaten-Polizisten Dave Robicheaux: „Mein Name ist Robicheaux“ .

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Sonntag, 11. Dezember: Erinnerungen

Die BÜCHER-HEIMAT wünscht einen frohen dritten Advent!

Das war dann mal weg

Einen schönen 3. Advent wünscht die BÜCHER-HEIMAT an diesem Sonntag, 11. Dezember 2022. Schlussspurt aufs Weihnachtsfest. Da wollen wir mit zwei Geschenktipps aufwarten, Publikationen aus und über Bad Harzburg, die eines gemeinsam haben: Beide sind reich bebildert und echte Hingucker.

Morgen vorgestellt und danach auch in der BÜCHER-HEIMAT zu haben ist ein opulentes Werk von Egon Knof. Der ehemalige GZ-Redakteur, Galoppsportexperte und auf dem Gestüt aufgewachsener Ur-Bündheimer lässt zwei Jahre nach dem Aus für die traditionsreiche Pferdezuchtstätte das „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ und damit 600 Jahre Pferdezucht in Bündheim lebendig werden.

Herausgeber ist der Harzburger Geschichtsverein, gefördert haben das für die Stadtgeschichte bedeutsame Projekt die Bad Harzburg-Stiftung, die Stadtwerke Bad Harzburg und der Harzburger Rennverein. Im DinA4-Format als gewachstes Hardcover im Verlag der Goslarschen Zeitung erschienen, auf 224 Seiten und mit 341 historischen (Schwarz-weiß- und Farb-) Fotos lädt das hochwertig gestaltete Werk sowohl zu detailreichen Ausflügen in die Gestütsgeschichte wie auch zum Schwelgen in Bilderwelten ein. Das Buch „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ ist selbstverständlich auch in der BÜCHER-HEIMAT zum Preis von 25,00 Euro zu haben.

„Das war dann mal weg“ – der Titel einer von mir hoch geschätzten ZDF-Sendereihe gilt nicht allein für das Gestüt, das dank dem Investorenduo Rataj/Junicke ja zumindest als großartiges Gebäudeensemble weiterbestehen kann. „Dinge, die es (so) nicht mehr gibt“ ist ein fast wehmütig stimmendes „Album der Erinnerungen“ an Wahlscheibentelefone und Musikcassetten.

Mehr technisch fällt der Blick zurück auf „Vergessene Erfindungen“ aus. Nachgezeichnet werden „geniale Ideen und was aus ihnen wurde“. Eine Sprach- und Kulturgeschichte auch um vergessene Wörter liefert derweil „Was nicht mehr im Duden steht“ – eine Sammlung solche Begriffe können die Bad Harzburger allerdings auch an der Fassade des „Plumbohms“ bewundern, wo Sonntagsstaat oder Schnickschnack und Katzentisch eine Bleibe gefunden haben.

Plumbohms-Bauherr Dirk Junicke spielt in doppelter Hinsicht eine gewichtige Rolle auch bei unserem zweiten lokalen Geschenketipp. Zusammen mit der Autorin Sonja Weber hat er einen „freudvollen Brunnenrundgang“ um den von ihm initiierten Jungbrunnen auf dem Platz Stadtmitte geschaffen. Das „Buch zum Brunnen“ ist ein schön gestaltetes kleines Heft, das die Geschichte des Jungbrunnens, dessen Schöpfer und dessen viele oft übersehene Details in den Fokus rückt. Das Heft gibt es zum Preis von 6,00 Euro exklusiv in der BÜCHER-HEIMAT.

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Das Jungbrunnen-Buch

Das Jungbrunnen-Buch

Den Jungbrunnen mit neuen Augen sehen

Der Jungbrunnen auf dem Platz Stadtmitte ist ohne Frage die meistfotografierte Sehenswürdigkeit in Bad Harzburg. Was auch daran liegen mag, dass es so viele hinreißende Details zu entdecken gibt, die zu „Fotosessions“ verführen. Von den guten Geistern, die ganz oben auf dem Brunnen thronen, bis zum Lüttchen Deubel. All jene, die sich mehr Zeit nehmen wollen, laden Jungbrunnen-Initiator Dirk Junicke und Autorin Sonja Weber jetzt in einem reich bebilderten Heft zu einem „freudvollen Brunnenrundgang“ mit großartigen Fotos und vielen Informationen rund um den Jungbrunnen, den Künstler Jochen Müller und die Bürgerinitiative, die das Projekt realisierte, ein.

Es ist die erste Veröffentlichung im Verlag Die Bücher-Heimat Bad Harzburg und in der Mitmach-Buchhandlung ist das Buch zum Brunnen exklusiv zum Preis von 6,00 Euro zu haben.

Samstag, 10. Dezember: Jeder Mensch

Menschenrechte und Nobelpreise

An diesem Samstag, 10. Dezember 2022, sollte uns der „Tag der Menschenrechte“ (ext./engl.)  daran erinnern, dass es um die Rechte vieler Menschen auf diesem Globus nicht zum Besten bestellt ist. Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet.

Dass das Thema auch auf dem Buchmarkt stark vertreten ist, zeigt die  Suchabfrage „Menschenrechte“ im Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT, die 1215 Buchtitel zutage fördert. Fragen werden aufgeworfen, mit denen sich auch ein Bestsellerautor wie Ferdinand von Schirach in „Jeder Mensch“ befasst. Ein kraftvolles Plädoyer, Menschenrechte, Freiheit und Demokratie zu verteidigen, ist zudem „Menschenrechte“ aus der Feder des ehemaligen Bundesinnenministers Gerhart Baum.

Zu allen Zeiten haben sich große Geister um die Wahrung der Rechte der Menschen gesorgt. So lieferte Mary Wollstonecraft, die Mutter der „Frankenstein“-Autorin, 1790 ein Plädoyer für die Ziele der Französischen Revolution:  „Zur Verteidigung der Menschenrechte“.

Immer einen Blick wert und Anlass, ein wenig über unsere gute Situation nachzudenken: Das „Grundgesetz“. Das Europäische Parlament verleiht um diesen Aktionstag herum zudem den Sacharow-Preis und die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ vergibt den jährlichen Menschenrechtspreis.

Diese Auszeichnungen haben ausgerechnet am 10. Dezember heftige Konkurrenz: Am Todestag von „Alfred Nobel“ werden seit 1901 alljährlich die Nobelpreise verliehen. Im Buch „Laureaten und Verlierer“ steht die Geschichte des (Medizin-)Nobelpreises in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Fokus. Aber ganz nebenbei soll das Buch laut Kritik die Frage beantworten: „Wie erhält man einen wichtigen Preis?

Eine faszinierende Wissenschaftlerin brauchte solche Ratschläge nicht: Marie Curie ist die erste Frau, die den Nobelpreis erhielt ­ und das als einzige Frau gleich zwei Mal. „Madame Curie und die Kraft zu träumen“ ist der bewegende Roman über ihr Leben.

Alle Fans von unnützem Wissen können sich unterdessen dem Ig-Nobelpreis und seinen verrückten Forschungsfeldern zuwenden. Was dabei hoch im Kurs steht, schildert das Buch „Von Waschmaschinen für Katzen und anderen Sternstunden der Wissenschaft“.

Ein leckeres Finale: Heute ist auch der „Tag des Christstollens“.  Das Gebäck ist derart beliebt, dass es in unzähligen Varianten kursiert und auch „Produktpiraterie“ nicht ausbleibt. Folgerichtig gibt es sogar einen „Schutzverband Dresdner Christstollen“ (ext.), der Wert darauf legt, dass die einzig wahren Produkte aus Dresden „nur echt mit dem Siegel“ sind.

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Freitag, 9. Dezember: Würstchen Salat

Die Festtags-Frage aller Fragen

An diesem Freitag, 9. Dezember 2022, wird zumindest bei uns eine entscheidende Fest-Frage (vor-) geklärt: Was kommt über Weihnachten auf den Tisch? Wenigstens Heiligabend gibt es da für den nicht-veganen Teil der Familie keine Diskussion. Bockwürstchen mit Kartoffelsalat. Oder im prägnanteren Familiensprech: „Würstchen Salat“.

Meine gutbürgerlichen Festschaum-Standards geraten allerdings erkennbar immer weiter ins Hintertreffen. Selbst auf dem Buchmarkt dominieren bei der Suchanfrage „Weihnachten + Rezepte“ die Themen „vegan“ und „gesund“. Begriffe, ich bekenne es frei und ketzerisch, die für mich eher im krassen Widerspruch zu Schlemmer-Festtagen stehen.

Aber wenn man sich nun nicht mehr so richtig gegen den Trend stemmen kann, sind ein paar raffinierte Rezepte ja kein schlechter Ansatz. So verspricht „Das gesunde Weihnachtskochbuch“ sage und schreibe „50 natürliche und vegane Rezepte für Advent und Weihnachten (vegan, glutenfrei, ohne Industriezucker)“. Rezepte für Advent, Weihnachten und Silvester bietet auch „Veganes Fest“.

Mich persönlich zieht es eher zum „Zettelkalender – Christmas Dinner for One“.Avisiert werden dort zwar keine 50, aber immerhin „31 genussvolle Rezepte zum Schlemmen, Schlürfen und Genießen bis Silvester“ – manchmal kommt es eben nicht auf die Menge, sondern den Gehalt an. Wem selbst das nicht reicht, der sollte „das Kochbuch mit festlichen Rezepten, wahren Geschichten und wunderbaren Überraschungen“ durchblättern: „Erzähl mir von Weihnachten“.

Heute vor exakt 100 Jahren erlebte ein 22-minütiger Kurzfilm in München seine Uraufführung, der einfach nur hinreißend ist: „Der Firmling“ (ext. Link zu Youtube) von und mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt. „Eine tolle Groteske zum Lachen und Nachdenken“ hatten die beiden Humoristen ihr Werk untertitelt und damit wahrlich nicht zu viel versprochen. Heute kaum noch vorstellbar, aber der Film war wegen „Verletzung religiösen Empfindens“ mehrfach für Jugendliche verboten.

Wer wie ich besonders die skurrilen Sprüche des Karl Valentin liebt, findet eine schöne Sammlung in dem Band „Mögen hätt‘ ich schon wollen“. Und eine weitere „Sammlung von Texten, Sprüchen und Stücken“ würde vom Titel her ohne Frage auch prima in die heutige Zeit passen: „Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist“.

Wenigstens ein literarischer Geburtstagsgruß muss sein. Heute vor 121 Jahren (1901) erblickte Ödön von Horváth das Licht der Welt. Sein bekanntestes Werk sind sicher die „Geschichten aus dem Wiener Wald“.

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Donnerstag, 8. Dezember: Bundesweiter Warntag

Vorweihnachtliche Alarmstimmung

Statt adventlicher Grüße sendet uns das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am heutigen Donnerstag, 8. Dezember 2022, zum ersten Mal über das neue System Cell Broadcast eine Warnnachricht aufs Handy. Zum bundesweiten Warntag gibt es vorweihnachtliche Alarmstimmung. Auch mit Sirenen und in Funk und Fernsehen – wenn es in diesem Jahr denn klappt…

Mit keinem anderen Warnmittel seien mehr Menschen zu erreichen, erklärt das BBK und testet das System heute um 11 Uhr in allen 294 Landkreisen und 107 kreisfreien Städten in Deutschland. Wer keine Warnung erhält, sollte sich entweder zum Fest ein neues Smartphone wünschen, oder das Vorhandene mit Updates versehen. Und wer gewarnt ist, kann sich für den Fall der Fälle auf der BBK-Website auch gleich über Notfall-Vorsorge informieren. 

Weil das beispielsweise ohne Strom gar nicht geht, empfiehlt unser „bebüchertes Kalenderblatt“ die Krisen-Ratgeber in Buchform (natürlich aus der BÜCHER-HEIMAT vor Ort). Da wäre zum Beispiel „BLACKOUT Notfallvorsorge für die Familie bei Stromausfall in Deutschland“, eine „Krisenvorsorge Buch und Schutzengel für Vater – Mutter – Kinder und Baby“.

Oder aber ein „praktischer Ratgeber für die persönliche Notfallvorsorge“ der uns „Sicher trotz Katastrophe“ machen will. Und wenn es ganz heftig kommt, gibt es alles über „Notfallnahrung, Überlebensausrüstung, Wasseraufbereitung und vieles mehr“ in dem Ratgeber „Survival für Anfänger“.

Eine der berühmtesten Anzeigen der Welt, die zum geflügelten Wort wurde, erschien heute vor 101 Jahren (1921): Aus dem Slogan „One Look is Worth A Thousand Words“ entwickelt sich das Sprichwort „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Dazu fallen mir Bildbände als üppige Geschenke ein. Zum Beispiel „Welterbe Deutschlands“ mit Harzer Bezögen nach Quedlinburg und Goslar. Oder „Alexander von Humboldt – Bilder-Welten“ mit den Die Zeichnungen aus den amerikanischen Reisetagebüchern. Die bibliophilen Schönheiten kosten allerdings beide mehr als 100 Euro.

Heute vor 170 Jahren (1852) wurde das Lustspiel „Die Journalisten“, von Gustav Freytag uraufgeführt. Muss ich allein von Berufs wegen unbedingt mal lesen. Ein verzerrteres Bild als Richard David Precht und Harald Welzer in „Die vierte Gewalt“ kann selbst ein Lustspiel nicht liefern. Der Bestseller zeigt angeblich, „wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist“. Dafür liefert gerade Precht seit Jahren in gefühlt jeder zweiten Talkshow beste Beispiele.

Für viele Beatles-Fans ein trauriger Tag: Heute vor 42 Jahren (1980) wurde der heimkehrende „John Lennon“ in New York erschossen. Das Buch von Lesley-Ann Jones mit dem Originaltitel „Who Killed John Lennon?“ beschreibt den Musiker als „Genie und Rebell“.

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Mittwoch, 7. Dezember: In der Weihnachtsbäckerei

Leckere Kekse und ein fieser Ohrwurm

Die Stutenbäckerei von gestern zeitigt am heutigen Mittwoch, 7. Dezember 2022, erfreuliche Nachwirkungen. In unserer Küche ist die Weihnachtsback-Saison ausgebrochen. Für das „bebücherte Kalenderblatt“ haben wir Backrezepte gesucht, die vielleicht Abwechslung in das meist übliche Plätzchen-Einerlei bringen kann. Wobei vor allem auch festzuhalten bleibt, dass das Backen eine der wenigen vorweihnachtlichen guten Gaben ist, von denen man selbst etwas hat.

Etwas spät dran sind wir mit „24 Plätzchen bis Weihnachten“, einem „kulinarischen Adventskalender“ – aber ein paar Kekse auf einmal „nachessen“ kann ja auch (er-)füllend sein. Schon für Kinder ab 2 Jahren wird Rolf Zuckowskis Geschenkset „In der Weihnachtsbäckerei“ als „Buch mit Ausstechförmchen“ angepriesen. Ob eine CD mit dem unsäglichen Ohrwurm beiliegt, habe ich nicht ermitteln können. Für manch einen sicher neu, aber im Trend ist „Vegan backen für Weihnachten“.

Für einige berühmte literarische Werke ist der 7. Dezember ein besonderes Datum. Heute vor 113 Jahren (1909) wurde die Budapester Uraufführung des Theaterstücks „Liliom“ des Dramatikers Ferenc Molnár von Presse und Publikum gnadenlos verrissen – und dann zum Welterfolg.

Wer mit dem Nachwuchs noch einen vorweihnachtlichen Theaterbesuch plant, könnte sich mal wieder einen Klassiker anschauen, der heute ein rundes Jubiläum feiert: Vor 110 Jahren (1912) wurde das Märchenspiel „Peterchens Mondfahrt“ von Gerdt von Bassewitz uraufgeführt.

Zwei Jahre nach Franz Kafkas Tod wurde am 7. Dezember 1926 dessen unvollendeter Roman „Das Schloss“ veröffentlicht. Ich gestehe, dass ich mit Kafka stets gekämpft und diesen letzten Roman gar nicht gelesen habe. Immerhin kenne ich noch einen Werbeslogan, der in den 1970er Jahren in Wolfenbüttel kreiert wurde: „Ich trinke Jägermeister, weil ich Kafkas Schloss nicht geknackt habe.

Mit großer Lust habe ich dagegen stets die Werke von Loriot gelesen. Heute vor 53 Jahren (1969) strahlte die ARD erstmals das Gedicht „Advent“ aus. Ich liebe die blutrünstige Förstersfrau, die am Nikolausabend ihren Mann erschießt, weil der sie beim Hausputz stört. Dazu noch „Weihnachten bei Hoppenstedts“ und ein fröhliches Fest ist gerettet. Also: „Weihnachten mit Loriot“.

Seit 2020 ziert der „Tag der Weihnachtskrippe“ den Aktionstagekalender. Inwieweit dies mit der Krippe im Bad Harzburger Rosengarten in Verbindung steht, war leider nicht in Erfahrung zu bringen. Allemal aber liefert der Tag einen guten Grund, die Krippe heute zu bestaunen oder am Freitagabend die Krippenandacht zu besuchen. Für Krippen-Annäherungen daheim mit dem Nachwuchs ab 5 Jahren bietet sich derweil der „Weihnachtskrippe Bastelbogen“ an.

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Mit der BÜCHER-HEIMAT in die Grimmwelt

Mit der BÜCHER-HEIMAT in die Grimmwelt
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Mehr als ein märchenhaftes Angebot

Mit der BÜCHER-HEIMAT auf eine literarische Reise gehen, das ist ein mehr als märchenhaftes Angebot. Gerade dann, wenn das Ziel des Ausflugs die „Grimmwelt“ in Kassel ist. Denn Jacob und Wilhelm Grimm verdanken wir neben den weltberühmten Märchen auch das Wörterbuch der Deutschen Sprache und die Begründung der Germanistik.

Wann genau es in die nordhessische documenta-Stadt geht, steht noch nicht fest: Termin-, Anreise-, Programm- und Kostenfragen sollen gemeinsam im Rahmen einer Informationsveranstaltung am19. Januar 2023 um 18.30 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT geklärt werden. Hinter der literarischen Exkursionsidee, die sie an diesem Abend vorstellen möchten, stehen Petra Nietsch und Dr. Jutta Nowack, beide nicht allein literaturinteressiert und reisebegeistert, sondern auch tatkräftige Unterstützerinnen der Mitmach-Buchhandlung.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung zu dem Informationsabend in der BÜCHER-HEIMAT gebeten: Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de.