Dienstag, 23. Mai: Unantastbar

Ein großartiges Buch ganz klein: Das Grundgesetzt in der Ausgabe des Miniaturbuchverlag Leipzig.

Das inhaltlich wertvollste deutsche Buch

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ An diesem Dienstag, 23. Mai 2023, blicken wir 74 Jahre zurück auf die Verkündung des Grundgesetzes (GG) am 23. Mai 1949, denn seither ist dies der „Tag des Grundgesetzes“.

Schon im zweiten Satz des Paragraphen 1 heißt es: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“ In leider immer mehr querdenkenden Reichsbürger-Neonazi-Fällen dürften da Zweifel angebracht sein, denen entschieden begegnet werden muss.

Ein Blick hinein ins Grundgesetz schadet generell nicht, denn in den 146 Artikeln sind die grundlegenden Regeln für das Zusammenleben in Deutschland festgehalten – was es zum wertvollsten deutschen Buch macht. Und der Beck-Verlag liefert in dieser Ausgabe gleich noch mehrere grundlegende Rechtsnormen mit. Bis hin zur Charta der Grundrechte der Europäischen Union.

In deren Präambel heißt es: „Die Völker Europas sind entschlossen, auf der Grundlage gemeinsamer Werte eine friedliche Zukunft zu teilen, indem sie sich zu einer immer engeren Union verbinden.“ Und auch in diesem Fall gibt es innerhalb der EU Kräfte, die an solchen Erklärungen Zweifel wecken. Umso wichtiger aber ist die Auseinandersetzung sowohl mit dem deutschen Grundgesetz wie auch mit der EU-Grundrechtecharta.

Wer sich hineinfinden will, kann mit dem „Basiswissen Grundgesetz“ beginnen. Viele Passagen und gedanklichen Ansätze sind jedoch auch aus der Zeit heraus besser zu verstehen. Über die Entstehung des Grundgesetzes informiert „Der Parlamentarische Rat 1948-1949“. Wer derart gerüstet in Diskussionen um grundsätzliche Fragen des Zusammenlebens in Deutschland verwickelt wird, kann das GG in der Grundgesetz-Miniaturausgabe im Schuber auch stets griffbereit haben.  

Ein Literatur-Projekt der besonderen Art kündigte heute vor 111 Jahren (1912) der Leipziger Insel Verlag an. Die ersten Bände der Insel-Bücherei werden dann am 2. Juni 1912 ausgeliefert. Die Reihe wird bis heute erfolgreich fortgesetzt, der Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT weist daraus 394 Werke auf.

Ein Buch von Stefan Zweig stach mir sofort ins Auge. „Die Kunst, ohne Sorgen zu leben“ beherrsche ich nicht, das sollte ich unbedingt lesen. Tatsächlich mitreden kann ich dagegen bei einer Sammlung von Geschichten und Gedichten der Insel-Bücherei mit dem schönen Titel „Katzen kann man alles sagen“. Wobei aus meiner Sicht ein Nachsatz fehlt: …aber sie hören nicht darauf…

Auch die Region zwischen Harz und Heide ist in der Insel-Bücherei vertreten, erzählt in der zum Stöbern verleitenden Insel-Bücherei eine „Geschichte in Büchern“: Peter Burschel erzählt über die „Herzog August Bibliothek“ in Wolfenbüttel. Und er weiß, wovon er schreibt: Burschel steht als Leiter der HAB in der Tradition großer Geister wie Gottfried Wilhelm Leibniz und Gotthold Ephraim Lessing.

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Samstag, 10. Dezember: Jeder Mensch

Menschenrechte und Nobelpreise

An diesem Samstag, 10. Dezember 2022, sollte uns der „Tag der Menschenrechte“ (ext./engl.)  daran erinnern, dass es um die Rechte vieler Menschen auf diesem Globus nicht zum Besten bestellt ist. Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen verkündet.

Dass das Thema auch auf dem Buchmarkt stark vertreten ist, zeigt die  Suchabfrage „Menschenrechte“ im Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT, die 1215 Buchtitel zutage fördert. Fragen werden aufgeworfen, mit denen sich auch ein Bestsellerautor wie Ferdinand von Schirach in „Jeder Mensch“ befasst. Ein kraftvolles Plädoyer, Menschenrechte, Freiheit und Demokratie zu verteidigen, ist zudem „Menschenrechte“ aus der Feder des ehemaligen Bundesinnenministers Gerhart Baum.

Zu allen Zeiten haben sich große Geister um die Wahrung der Rechte der Menschen gesorgt. So lieferte Mary Wollstonecraft, die Mutter der „Frankenstein“-Autorin, 1790 ein Plädoyer für die Ziele der Französischen Revolution:  „Zur Verteidigung der Menschenrechte“.

Immer einen Blick wert und Anlass, ein wenig über unsere gute Situation nachzudenken: Das „Grundgesetz“. Das Europäische Parlament verleiht um diesen Aktionstag herum zudem den Sacharow-Preis und die Organisation „Reporter ohne Grenzen“ vergibt den jährlichen Menschenrechtspreis.

Diese Auszeichnungen haben ausgerechnet am 10. Dezember heftige Konkurrenz: Am Todestag von „Alfred Nobel“ werden seit 1901 alljährlich die Nobelpreise verliehen. Im Buch „Laureaten und Verlierer“ steht die Geschichte des (Medizin-)Nobelpreises in Deutschland, Österreich und der Schweiz im Fokus. Aber ganz nebenbei soll das Buch laut Kritik die Frage beantworten: „Wie erhält man einen wichtigen Preis?

Eine faszinierende Wissenschaftlerin brauchte solche Ratschläge nicht: Marie Curie ist die erste Frau, die den Nobelpreis erhielt ­ und das als einzige Frau gleich zwei Mal. „Madame Curie und die Kraft zu träumen“ ist der bewegende Roman über ihr Leben.

Alle Fans von unnützem Wissen können sich unterdessen dem Ig-Nobelpreis und seinen verrückten Forschungsfeldern zuwenden. Was dabei hoch im Kurs steht, schildert das Buch „Von Waschmaschinen für Katzen und anderen Sternstunden der Wissenschaft“.

Ein leckeres Finale: Heute ist auch der „Tag des Christstollens“.  Das Gebäck ist derart beliebt, dass es in unzähligen Varianten kursiert und auch „Produktpiraterie“ nicht ausbleibt. Folgerichtig gibt es sogar einen „Schutzverband Dresdner Christstollen“ (ext.), der Wert darauf legt, dass die einzig wahren Produkte aus Dresden „nur echt mit dem Siegel“ sind.

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