Geschenktipps Weihnachten 2023

Das passende Geschenk zu finden, kann eine echte Herausforderung sein. Da leistet die BÜCHER-HEIMAT gern Hilfestellung. In unserem Online-Shop sind die Geschenktipps zur Orientierung nach 16 Rubriken vorsortiert. Die Palette reicht von „BookTok“ über „Biografien“ und „Geschenke unter 15 Euro“ bis zu „Prächtiges“. Eher kunterbunt durcheinander, dafür aber sehr viel persönlicher gehalten sind die Geschenktipps des Teams der BÜCHER-HEIMAT auf dieser Seite. Unbedingt einen Blick wert! Und wenn selbst diese Empfehlungen noch nicht den Durchbruch bringen, bleibt die Flucht in unsere Gutscheine


„Nachmittage“ aus der Feder von Ferdinand von Schirach empfiehlt Lena Scholz als eine Hommage an das Beisammensein an regnerischen Novembernachmittagen, das Prasseln von Regen gegen die Fensterscheiben, während man gemütlich mit einem Kakao auf dem Sofa sitzt. Ein perfektes kleines, tiefgründiges Geschenk mit hohem literarischem Wert.

Ferdinand von Schirach: „Nachmittage“, btb Taschenbuch, ISBN 9783442773732, 13,00 €.


Das weite Herz des Landes

 „Das weite Herz des Landes“ schlägt in der Wildnis Britisch-Kolumbiens. Der indigene kanadische Richard Wagamese beeindruckt mit einer berührenden Vater-Sohn-Erzählung und fasziniert mit seinen Naturbeschreibungen. Ein Tipp von Petra Nietsch.

Richard Wagamese: „Das weite Herz des Landes“ Blessing Karl Verlag, ISBN 9783453426337, 12,00 €.


„Loriot’s Kleiner Opernführer“ filtert ebenso eigenwillig wie zuverlässig die Essenz aus den großen Werken der Opernliteratur. Das Buch, ein Tipp von Werner Beckmann, ist „Loriots (fast) ganz private Liebeserklärung an die Oper im Allgemeinen und Wagner im Besonderen“. Und es hat ein Lesebändchen. Hilfreich beim Wiedereinstieg, wenn man sich die Lachtränen aus den Augen gewischt hat. | „Loriot’s Kleiner Opernführer“, Diogenes Verlag AG, ISBN 9783257064827, 16,00 € (Tb 13,00 €).


Als Klassiker, über den sich jeder Fantasyleser freut, empfiehlt Lena Scholz J.K. Rowlings „Harry Potter“. Egal ob den Schuber mit allen Bänden und Figuren für 159 Euro oder die illustrierten Ausgaben oder als Einzelbände ist die Geschichte von Harry Potter immer eine gute Idee.

J.K. Rowling: „Harry Potter”, 7 Bände im Schuber, Carlsen, ISBN 9783551557407, 159,00 €.


Petra Nietsch empfiehlt „Das Talent“ von John Grisham: Mal kein Krimi, sondern ein Roman mit Tiefgang. Die Geschichte des 17jährigen Sooley, der im Süd-Sudan im Bürgerkrieg aufwächst und die Chance hat, in den USA Basketball zu spielen, hat mich sehr bewegt. | John Grisham: „Das Talent“, Heyne-Verlag, ISBN 9783453273757, 22,00 €.


Markus Weber empfiehlt „Wenn du erzählst, erblüht die Wüste“ von Rafik Schami. Wunderbar erzählte orientalische Geschichten, die Hoffnung machen auf ein Leben in Gerechtigkeit und friedvollem Miteinander.

Rafik Schami, „Wenn Du erzählst, erblüht die Wüste“, Hanser-Verlag, ISBN 9783446277465, 26,00 €.

Ausführliche Rezension


An Weihnachten und den Feiertagen haben wir Zeit, über uns selbst nachzudenken. Dazu empfiehlt Lena Scholz „Über Menschen“ von Juli Zeh. Damit greift man zu aktueller zeitgenössischer Literatur mit Tiefgang und Humor. Mit dem leicht zu lesenden Schreibstil kann jeder etwas anfangen.

Juli Zeh: „Über Menschen“, btb Taschenbuch, ISBN 9783442772193, 12,00 €.


Wer den diesjährigen Nobelpreisträger für Literatur noch gar nicht kennt, dem empfiehlt Bettina Luis zum Einstieg einer ersten Begegnung mit Jon Fosse die kurze Novelle „Das ist Alise“. Thematisch, sprachlich und atmosphärisch bietet dieser Text fast alles , was Fosse so ganz eigen und besonders sein lässt. Norwegens Fjordwasser umspült förmlich wie eine Melodie leise und langsam die Füße –Welle für Welle, Satz für Satz, bis alle Zeit „verschwimmt“. Das ist Jon Fosse!

Jon Fosse: „Das ist Alise“, rororo, ISBN 9783866487437, 20,00 €.


Sonja Weber empfiehlt Axel Hacke „Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte“: Eine kleine Geschichte des Lachens und des Lächelns. Von den Franziskanern bis Freud, von Charlie Chaplin bis Armin Laschet, von der Kleinkunstbühne bis in die Social-Media-Kanäle. Der Autor und Kolumnist Axel Hacke untersucht das Heben der Mundwinkel von freundlich, nonchalant über ironisch bis böse und schreibt darüber, wie uns heitere Gelassenheit durch schwierige Zeiten hilft.

Axel Hacke „Über die Heiterkeit in schwierigen Zeiten und die Frage, wie wichtig uns der Ernst des Lebens sein sollte“, DuMont Buchverlag, ISBN 978-3-8321-6808-7, 20,00 €.


Monika Runge empfiehlt „Eine redliche Lüge“ von Husch Josten: Es sieht alles wunderbar aus. Die Literaturstudentin, die einen Sommer als Haushälterin beim Ehepaar Leclerc arbeitet, dort aber bald die dauernd stattfindenden rauschenden Feste und Partys hinterfragt. Es liest sich ein bisschen wie ein Krimi, und man wartet auf den großen Knall. Ich finde, das Buch regt zum Nachdenken an.

Husch Josten „Eine redliche Lüge“, Berlin Verlag, ISBN 9783827014405. 20,00 €.


„Like Snow We Fall“ von Ayla Dade ist ein Tipp von Lena Scholz. Winterliches Flair, eine Eistänzerin am Höhepunkt ihrer Karriere und ein Snowborder am Abgrund. Die alljährlich beliebte New Adult Romanze eignet sich perfekt für einen kuscheligen Abend zuhause. Und mit ihren vier Teilen liest sich diese Reihe so schnell nicht aus,

Ayla Dade: „Like Snow We Fall“, Penguin TB Verlag, ISBN 9783328107729, 14,00 €.


Susanne Herwegs Geschenktipp ist Jaroslav Rudis „Weihnachten in Prag“.  Rudis zieht Heiligabend durch Prag, in Wirtshäusern trifft er mehrere Personen, die von diesem besonderen Tag im Jahr erzählen – und vom Christkind, das jedes Jahr in dieselbe Kneipe kommt und sich mit der ratternden Straßenbahn wieder davonstiehlt.

Jaroslav Rudis „Weihnachten in Prag“, Luchterhand Literaturvlg, ISBN 9783630877549, 16,00 €.


Bettina Luis‘ Tipp ist „Stern 111“ von Lutz Seiler: Nachwendezeit – verrücktes neues Deutschland! Seiler hält (für den „Shigulimann“) die Zeit an und beobachtet, schaut, fühlt, erinnert detailliert den Alltag in der Berliner Hausbesetzerszene, macht das neue soziale Hineinwachsen in das große Thema Demokratie erlebbar. Politisch und wirtschaftlich aber rennt den Menschen die Zeit davon…haben/hatten „ostdeutsche“ Visionen, Erinnerungen und Wünsche eine reale Chance? Und welche Rolle spielt bei all dem das alte ostdeutsche Radio 111? Ein Blitzlicht real existenter deutscher Geschichte!

Lutz Seiler: „Stern 111“, Suhrkamp-Verlag, ISBN 9783518429259, 24,00 €.


Rex Stout: Zyankali vom Weihnachtsmann

Mit „Zyankali vom Weihnachtsmann“ empfiehlt Werner Beckmann eine mit Blick vor allem auf die Jahreszeit passende „Einstiegsdroge“ in die Welt der Nero-Wolfe-Detektivromane von Rex Stout. Ansonsten sind frühere Werke wie „Zu viele Köche“ stärker.

Rex Stout: „Zyankali vom Weihnachtsmann“, Verlag Klett-Cotta, ISBN 978-3-608-96411-0, 12,00 €.


„Der Proust-Fragebogen – ein literarisches Gästebuch“ ist ein Tipp von Sonja Weber: Ein sowohl im Format als auch vom Inhalt her ganz besonderes Werk. Es ist historisch interessant und fungiert gleichzeitig als Gästebuch. Lassen Sie sich überraschen, was viele prominente Persönlichkeiten aus Kunst, Politik und Kultur auf Fragen wie „Ihre Vorstellung von Glück?“, „Wo möchten Sie leben?“, „Ihr größter Wunsch?“, „Wie möchten Sie sterben?“ und „Ihr größter Fehler?“ antworten. Und vor allem: Was schreiben Ihre Gäste zu diesen Fragen auf?

„Der Proust-Fragebogen – ein literarisches Gästebuch“, Kampa Verlag, ISBN 978-3-311-25005-0, 28,00 €.


„Über Israel reden“ von Meron Mendel ist ein Tipp von Markus Weber. Ein aufklärerisches Buch über Israel, das gerade in der Situation der erneuten Eskalation von Terror und Gewalt nötig ist.

Meron Mendel “Über Israel reden“, Kiepenheuer & Witsch, ISBN 9783462003512, 22,00 €.


Der „Der Zauberer“ von Colm Toibin ist ein Tipp von Petra Nietsch: Eine Romanbiografie über Thomas Mann, in der der Leser viel Wissenswertes über ihn als Schriftsteller, Ehemann, Vater und Mensch erfährt.

Colm Tóibín: „Der Zauberer“, Hanser-Verlag, ISBN 9783446270893, 28,00 €.


Clemens J. Setz‘ Roman „Monde vor der Landung“, ist eine Empfehlung von Bettina Luis: Die Hohlwelt-Theorie, vertreten von Peter Bender zu Beginn des 20. Jahrhunderts und als Quasi-Religion erhöht, besagt, dass wir nicht a u f der Erdoberfläche leben, sondern i n der Erde, auf der Innenseite einer hohlen Kugel. Klingt verrückt, gab es aber wirklich, diese Anhänger. Was es bedeutet, wenn Menschen sich fanatisch und ideologisch „absetzen“ von der Welt und ihren aktuell drängenden Fragestellungen und welche Folgen diese Art von Widerstand heraufbeschwört, dies beschreibt Clemens Setz psychogrammartig in diesem tat-sächlich irren Roman. Zum Staunen und Kopfschütteln! | Clemens J. Setz‘ Roman „Monde vor der Landung“, Suhrkamp, ISBN 9783518431092, 26,00 €.


Faszinierende Geschichten aus fernen Ländern und von spannenden Literatinnen und Literaten empfiehlt Sonja Weber mit „Ferrante, Frisch & Fenchelkraut“. Nicole Giger überzeugt mit Rezepten, die individuell, exotisch, ausgefallen, dabei leicht nachkochbar sind und funktionieren, auch mal mit alternativen Zutaten und nach dem Prinzip, was man nicht mag. lässt man weg, was man liebt, kommt doppelt rein. Das Buch strotzt vor Liebe und Leidenschaft zu Literatur, gutem Essen und der Welt, um es mit der Autorin zu sagen: „Essen ist viel mehr als bloße Nahrungsaufnahme – es ist zugleich Kultur, Soziologie und Geschichte…” | Nicole Giger, „Ferrante, Frisch & Fenchelkraut“, at Verlag, ISBN 978-3-03902-007-2, 36,00 €


Dienstag, 17. Oktober: Schachmatt

Von großen Geistern und Kleingeistern

Wir sind an diesem Dienstag, 17. Oktober 2023, am 290. Tag des Jahres angekommen. Um Sportarten, die um ihren sportiven Ruf ringen, und um große Geister, die mit Kleingeistern zu kämpfen haben, kreisen die Gedanken im bebücherten Kalenderblatt.

Das mit den Geistesgrößen ist schnell erklärt: Es geht um Albert Einstein, der heute vor 90 Jahren (1933) aus dem Dritten Reich und vor den braunen Kleingeistern in die USA emigrierte. Falls da jemand fragt: „Wer war Albert Einstein?“, empfehlen wir die „illustrierte Sachbuch-Reihe über außergewöhnliche Persönlichkeiten für wissensdurstige Kinder ab 8 Jahre“.

Leider ist der Kalenderblatteintrag nicht so inaktuell, wie er auf den ersten Blick scheinen mag. InterNations, ein Netzwerk für Akademiker, die als hochqualifizierte „Expats“ überall in der Welt arbeiten können, hat in den letzten Jahren Rankings erstellt. Bei mehr als 50 untersuchten Ländern landet Deutschland in den Kernkategorien jeweils auf dem letzten Platz. Auch eine mangelhafte Willkommenskultur wird da bemängelt. Vermutlich liefert „Einstein sagt“ auch für solche Fälle „geflügelten Worten“ des Jahrhundertgenies.

Nun geht es um zwei Sportarten, die Fans und Aktive manch anderer Disziplinen bisweilen nur mit spöttischem Stirnrunzeln als „Sport“ bezeichnen – und damit dramatisch neben der Spur liegen. Golf wie Schach sind auf Wettkampfniveau ausgesprochen fordernde Aktivitäten für Körper und Geist. Dennoch liefert „111 Gründe, Golf zu lieben“ eine „Liebeserklärung an den schönsten Sport der Welt“.

Auf’s Golf-Grün gekommen bin ich durch ein Ereignis am 17. Oktober 1860, als „The Open Championship“ (British Open), das älteste heute noch gespielte Golfturnier, erstmals ausgetragen wurde. Das Turnier wird jährlich im Juli vom Royal and Ancient Golf Club of St Andrews (R&A) veranstaltet. Der Austragungsort wechselt zwischen momentan neun Kursen. Derweil können wir für die „Die 100 besten Golfplätze in Deutschland und Österreich“ schlechterdings keine Werbung machen, den mit dem Bad Harzburger Golfplatz fehlt der aus unserer Sicht beste Platz überhaupt.

Die Schach-„Partie des Jahrhunderts“ (ext. Link zum Nachspielen) wurde am 17. Oktober 1956 ausgetragen. Der 13-jährige „Bobby Fischer“, eine „Schachlegende zwischen Genie und Wahnsinn“, besiegte den Meister Donald Byrne bei einem Turnier in New York. Zwei Jahre später wurde Fischer Großmeister und 1972 Weltmeister. Studieren kann man „geniale Spielzüge und spektakuläre Fehler aus 400 Jahren Schachgeschichte“ in „Legendäre Schachpartien“.

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Montag, 16. Oktober: Brotzeit

Das Land der tausend Brotsorten

Wenn ich im Ausland-Urlaub irgendetwas stets vermisse, dann ist es deutsches Brot. Wie ich ausgerechnet heute darauf komme? Dieser Montag, 16. Oktober 2023, ist der Internationale Tag des Brotes (World Bread Day).

Die Initiative für den Aktionstag geht zwar auf die in Madrid ansässige International Union of Bakers and Confectioners (UIBC) zurück und erinnert mit der Wahl des Datums an die Gründung der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen. Aber kein Land der Welt kann mit mehr Brotsorten aufwarten als Deutschland.

Die Bezeichnung als „Land der tausend Brotsorten“ ist dabei absolut keine Übertreibung. Beim deutschen Deutsches Brotinstitut (ext.) sind gut 3200 Sorten registriert. Das Suchwort „Brot“ im Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT liefert sage und schreibe 21.872 Fundstellen. Darunter 829 deutschsprachige Bücher.

Da kann man „Auf der Suche nach gutem Brot“ zu einer Reise durch Deutschland aufbrechen und mehr als 50 Brotrezepte entdecken. Oder man taucht mit „Brot“ gleich in die Kulturgeschichte des Grundnahrungsmittels ein und begibt sich auf die „Suche nach dem Duft des Lebens“.

Der Megatrend aber ist und bleibt das Brotbacken im trauten Heim. „Brot backen, ganz einfach nebenbei“, das soll funktionieren, wenn man „Die neue Brotbackformel“ intus hat. „50 Brotsorten aus nur einem Hefeteig – von herzhaft bis süß“ werden da versprochen. Getoppt werden kann das vielleicht nur durch „Unsere Brotbibel“ aus der Feder von Promi-Koch Johann Lafer.

Einer der bekanntesten Konzerne der Welt feiert heute seinen 100. Geburtstag. Am 16. Oktober 1923 gründeten Walt und Roy Oliver Disney das Disney Brothers Cartoon Studio, die spätere Walt Disney Company. Nachzulesen in „Die Disney-Geschichte – 100 Years of Wonder“.

Sogar 110. Jahrestag hat eines der bekanntesten Theaterstücke der Welt: Am 16. Oktober 1913 erlebte George Bernard Shaws Komödie „Pygmalion“ am Wiener Burgtheater ihre Uraufführung. Vorlage dürfte das Schicksal von Elise Egloff, die zur Professorengattin herangezogen werden sollte, gewesen sein. Noch berühmter als Shaws Komödie wurde die Musical-Adaption „My Fair Lady“ – die gegen den ausdrücklichen Willen Shaws erst nach dessen Tod entstand.

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Sonntag, 15. Oktober: Bücher gehen immer

… Händewaschen nicht vergessen!

Wir sind am Sonntag, 15. Oktober 2023, angekommen. Was auch bedeutet, dass wieder ein Geschenke-Alarm fällig ist. Heute in 70 Tagen ist Heiligabend.

Zum Glück gibt es ja die BÜCHER-HEIMAT. Bücher gehen immer. In die Kategorie Selbstläufer fallen dabei beispielsweise Ken Folletts Kingsbridge-Roman „Die Waffen des Lichts“ und  Cornelia Funkes vierter Tintenwelt-Band „Die Farbe der Rache“.

Sogar für signierte Bestseller sorgt die BÜCHER-HEIMAT in den kommenden Wochen. Julia Dippel und Ulrich Woelk sind bei Lesungen in Bad Harzburg live zu erleben und werden sicher auch Autogramme geben. Dippel stellt am Mittwoch, 18. Oktober, ihren neuen Roman „Die Sonnenfeuer-Ballade 1: A Song to Raise a Storm“ vor und Woelk liest am Donnerstag, 26. Oktober, aus seinem Bestseller „Mittsommertage“. Die Platzzahl ist begrenzt, Anmeldung unter info@die-buecherheimat.de.

Das Händeschütteln kommt nach den Pandemie-Jahren erkennbar wieder in Mode. Gerade in der beginnenden kühleren (Infektions-)Jahreszeit sollte man dann allerdings auch das Händewaschen nicht vergessen. Daran zu erinnern ist heute das richtige Datum, wir begehen den Welttag des Händewaschens (Global Handwashing Day).

Der Aktionstag wurde 2008 ins Leben gerufen. Dabei soll auf die Bedeutung der Hygiene hingewiesen werden und wird somit auch der österreichisch-ungarische Frauenarzt Ignaz Semmelweis (1818-1865) gewürdigt. Dem „Godfather of Handwashing: Thanks, Ignaz Semmelweis!“ wird in einem eBook gedankt. „Leben und Werk des Philipp Ignaz Semmelweis“ schildert Louis-Ferdinand Céline.

Semmelweis bewies als Erster den Zusammenhang zwischen mangelnder Hygiene und Keimübertragung. So führte er 1847 in seinem Krankenhaus das Händewaschen vor und nach dem Kontakt mit Patienten als Pflicht für das gesamte Personal ein. Dies hatte zur Folge, dass die Zahl der Todesfälle durch Infektionskrankheiten drastisch gesenkt werden konnte.  „Semmelweis – Retter der Mütter“ feiert auch ein DEFA-Film aus dem Jahr 1950.

Vor dem Essen, nach dem Essen, Händewaschen nicht vergessen. Solche Merksprüche werden die meisten von uns zum Glück schon im Kindergarten eingebläut bekommen haben. „Händewaschen – ich mach mit“ soll Kindern ab 3 Jahren zeigen, wie man sich vor ansteckenden Keimen schützen kann.

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Samstag, 14. Oktober: Vögel und Frösche

Applaus, Applaus! Und die Augen zum Himmel!

An diesem Samstag, 14. Oktober 2023, sollten wir den Blick gen Himmel richten. Wir begehen einen Aktionstag, den es aus gutem Grund gleich zwei Mal im Jahr gibt: Weltzugvogeltag (World Migratory Bird Day).

Jeweils der zweite Samstag im Mai und Oktober stehen ganz im Zeichen des Vogelzugs, dem die Vereinten Nationen eine eigene Website (ext.) gewidmet haben. In diesem Jahr fällt der internationale Umwelt-Aktionstag folgerichtig auf den 13. Mai und den heutigen 14. Oktober. „Das große Buch vom Vogelzug“ verspricht eine umfassende Gesamtdarstellung und geht auch auf die Kernthemen des Tages ein: Erhalt der weltweiten Zugvogel-Populationen und ihrer Lebensräume.

Wer seinen Kindern das Thema nahebringen möchte, kann dies mit „erstes Aufklappen und Verstehen“: „Wo sind die Tiere im Winter?“ erklärt Winterschlaf, Vogelzug und andere Arten des Überwinterns. In keinem Fall vergessen werden darf an diesem Tag natürlich auch Selma Lagerlöfs große Märchen rund um den Vogelzug: „Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden“.

Apropos Schweden: Heute vor 49 Jahren (1974) öffnete die erste deutsche Filiale des schwedischen Möbelmarktes IKEA bei München ihre Pforten. Man muss Ikea nicht zwingend mögen, aber die Schweden haben den Möbel-Kauf zum Event werden lassen, prägen ein Lebensgefühl. Was macht die unvergleichliche Faszination von „Ikea“ aus?

Der berühmteste Detektiv der Welt schaffte am 14. Oktober 1892 endgültig seinen literarischen (und kommerziellen) Durchbruch: In Großbritannien erschien der Sammelband „Die Abenteuer des Sherlock Holmes“ von Arthur Conan Doyle mit den grandiosen Illustrationen von Sidney Paget.

Zu guter Letzt noch ein Geburtstagsgruß: Heute vor 68 Jahren (1955) erfand Jim Henson seine Figur Kermit der Frosch. Übrigens die einzige seiner Puppen, die sowohl in der Sesamstraße als auch in der „Muppet Show“ auftritt – nachzuerleben in der kompletten ersten Staffel auf DVD. Applaus, Applaus!!!

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Freitag, 13. Oktober: Verrufenes Datum

Puzzle statt Paraskavedekatriaphobie

Da haben wir den Salat, das zweite Mal in diesem Jahr: Freitag, der 13., genauer gesagt Freitag, 13. Oktober 2023. Wer mit dem verrufenen Datum, schwarze Katzen und anderen Symbolen Probleme hat, könnte das (wie ich) durchaus auch als Ausrede für einen faulen Tag im Bett nutzen.

Was den freitäglichen Aberglauben angeht, haben wir ein Durchschnittsjahr. Zwei Mal stand Freitag, der 13., im Kalender. Heute Abend sind wir also mit dem Thema für 2023 durch. Richtig heftig wird es dann erst wieder 2025 mit drei „dreizehnten Freitagen“.

Dass sind dann ernsthaft harte Zeiten für all jene, die unter Paraskavedekatriaphobie leiden. So bezeichnen Experten die Angst vor dem ominösen Datum. Ich bezweifele allerdings, dass sich die englische Kurzgeschichtensammlung mit dem einprägsamen Titel “Paraskavedekatriaphobia” besonders gut verkaufen lässt.

Sucht man im Internet nach „Freitag der 13.“ liefert eine immens erfolgreiche Horrorfilmreihe gleichen Namens die ersten Fundstellen. Mit der „Angstzahl“ 13 spielt auch der Serienkiller-Thriller „Thirteen“. Und Spannung und Grusel sind auch bei der Thriller-Lektüre von „Mörderischer Freitag“ angebracht.

Für zart besaitete Gemüter empfehle ich da eher den Griff zum Kinder-(Hör-)Buch: Bibi Blocksberg ist am „Freitag, der 13.“ mit ihrer ganzen Hexenkunst gefordert. Und ganz sicher alle Tücken des Tages umgehen kann, wer sich dem „Freitag der 13. – 1000 Teile Puzzle“ widmet.

Wobei der ganze Hype um das Datum tatsächlich Mumpitz ist. Auswertungen von Unfalldaten haben ergeben, dass sich an einem Freitag, dem 13., nicht mehr Verkehrsunfälle mit schwerem Sachschaden ereignen als an anderen Freitagen. Eher sogar weniger, weil sich manche Menschen aus abergläubischer Sorge vorsichtiger verhalten.

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Donnerstag, 12. Oktober: Frustrationsschreie

Kampf dem inneren Schweinehund

Falls es an diesem Donnerstag, 12. Oktober 2023, irgendwo laut werden sollte, nicht wundern: Heute ist der „Internationale Tag der Frustrationsschreie“ (Moment of Frustration Scream Day).

Für mich eine gute Gelegenheit, mich aktiv zu beteiligen und Frust abzulassen – beispielsweise darüber, dass das bebücherte Kalenderblatt technisch nicht so will wie ich. Ich hoffe immer noch, dass ich „in 30 Minuten“ „Ärger und Frustration auflösen“ kann. Ansonsten frage ich mich bei solchen Quatsch-Aktionstagen eher, wer darauf kommt.

In diesem Fall ist das leicht zu beantworten, die Initiative ging vom US-Ehepaar Ruth und Thomas Roy aus. Das Duo ist offenbar eine Instanz in Sachen Aktionstage, kreierte den „Tag der sinnlosen Anrufbeantworter-Nachrichten“ (Inane Answering Message Day) und – wohl als Leitlinie ihres eigenen Handelns – den „Erfinde-Deinen-eigenen-Feiertag-Tag“ (Make Up Your Own Holiday Day).

Frust kommt bei mir aber auch auf, weil nur noch 80 Tage bis zum Jahresende vor uns liegen. Und mithin nur noch 73 Tage bis Weihnachten. Und mein Alle-Jahre-wieder-Geschenkeproblem ist immer noch nicht gelöst. Beide Themen zusammengenommen bleibt festzustellen, dass ich „geringe Frustrationstoleranz und Aufschieberitis loswerden“ muss: „Frustkiller und Schweinehundbesieger“.

Wären meine Jungs noch jünger, könnte ich die Geschenkefrage ziemlich einfach klären. Mal abgesehen von den dänischen Bauklötzchen, ohne die Weihnachten lange gar nicht ging, hätte ich in der BÜCHER-HEIMAT nach „Die drei ???“ greifen können. Heute vor 44 Jahren (1979) erschien das erste Hörspiel der Reihe: „Die drei ??? und der Super-Papagei“.

Die Buchreihe startete bereits 1968 mit Übersetzungen der US-Originale. Der erste in Deutschland erschienene Band war „Die drei ??? und das Gespensterschloss“. Die Fangemeinde der jungen Detektive wuchs derart, dass seit 1993, nachdem die Reihe in USA eingestellt worden war, deutsche Autoren sie fortsetzten. Ergebnis: Mehr als 16,5 Millionen Bücher und mehr als 45 Millionen Hörspiele wurden verkauft. Plus unzählige Merchandising-Artikel.

Auch wenn das Oktoberfest 2023 mit mehr als 7 Millionen Besuchern seit gut einer Woche Vergangenheit ist, muss heute an die Geburtsstunde erinnert werden: Am 12. Oktober 1810 heiratete Therese von Sachsen-Hildburghausen den bayerischen Kronprinz Ludwig. Die Hochzeitsfeier auf der Theresienwiese endet am 17. Oktober, daraus wurde das Oktoberfest.

Seither ist das nach eigenen Angaben größte Volksfest der Welt auch Schauplatz etlicher Romane, die wie „Oktoberfest 1900 – Träume und Wagnis“ auch verfilmt wurden. Allen, die die Party live erleben möchten, empfehlen wir ein Vorabstudium: Der bayerische Kabarettist Bruno Jonas liefert die „Gebrauchsanweisung für das Münchner Oktoberfest“.

Mittwoch, 11. Oktober: Jahrhundertleben

Der „lichte Tag“ wird schnell kürzer

Wieder eine helle Stunde weniger: Dieser Mittwoch, 11. Oktober 2023, ist der erste Herbsttag dieses Jahres, an dem der „lichte Tag“ kürzer als 11 Stunden ist. Exakt 10:56 Stunden. Und es geht rapide „bergab“, täglich schrumpft der helle Teil des Tages jetzt um 3 bis 4 Minuten.

Was quasi als Metapher zum zähen Abschied eines der bekanntesten deutschen Politiker passt. Als es dann soweit war, war es für die noch vergleichsweise junge Bundesrepublik Deutschland ein Einschnitt: Heute vor 60 Jahren (1963) überreichte der mittlerweile 87-jährige Bundeskanzler Konrad Adenauer (CDU) nach 14 Amtsjahren in Bonn dem Bundespräsidenten Heinrich Lübke (CDU) seine Rücktrittserklärung. Vier Jahre später starb „Konrad Adenauer“, endete ein „Jahrhundertleben“.

Ob es in den Folgejahren unter den Folgekanzlern besser oder schlechter geworden ist, mag jeder für sich entscheiden. Bei der Entscheidungsfindung könnten acht Porträts „Von Adenauer zu Merkel“ helfen. Das neunte Porträt aus dem Bundeskanzleramt liefert Olaf Scholz derzeit live…

Die Person des Alten liefert allerdings nicht allein Stoff für Biografien und politische Betrachtungen, sondern bis heute sogar die Zutaten für „zeitgeschichtliche Kriminalromane“: „Das Adenauer-Komplott“. Und der historische Thriller „Die Akte Adenauer“ schaffte es sogar auf die Spiegel-Bestsellerliste.

Heute vor 138. Jahren (1885) wurde François Mauriac geboren. Gern hätten wir von dem französischen Schriftsteller und Nobelpreisträger ein Werk präsentiert, aber aktuell sind lediglich englische Ausgaben Mauriacs wie „Vipers Tangle“ (Der Natternknoten) zu haben. Der Bücher-Suchservice der Bücherheimat jedoch wird auf der Jagd nach antiquarischen Ausgaben gern helfen.

Mauriac war der achte Franzose, dem der Literatur-Nobelpreis zugesprochen wurde. Vor allem mit seinen Romanen wurde er zum wichtigsten Vertreter des „renouveau catholique“, einer sich an der katholischen Soziallehre orientierenden Bewegung. Mauriacs Bücher, so das Nobelpreiskommittee, eröffnen „tiefgründige spirituelle Einblicke“ und „ihre künstlerische Leidenschaft“ durchdringe „das Drama der menschlichen Existenz“.

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Dienstag, 10. Oktober: Unvergesslich?

Piepsende Wichtigmacher

Ich wäre ja auch gern wichtig gewesen, aber weder hatte ich Ende der 1990er Jahre ein Handy, noch rief piepsend ein Pager nach mir. An diesem Dienstag, 10. Oktober 2023, ist es 27 Jahre her, dass T-Mobile auf der CeBIT 1996 in Hannover den Nachrichtendienst vorstellte.

Das wichtigste Buch in diesem Zusammenhang ist heute „Als die Großen klein waren“. Das „Album verschwundener Dinge“ ist für Kinder ab 5 Jahren und erklärt das „Unerklärliche“ – wie die Eltern ohne Handy, 5G-Netz und Streaming überleben konnten…

Skyper war der korrekte Name des von 1996 bis 2013 betriebenen alphanumerischen Pagerdienstes in Deutschland. Das kleine Gerät selbst, das anzeigte, wer um Rückruf bittet, wurde Pager genannt. Lang, lang ist’s her, wird heute von „Skype“ gesprochen, denken die meisten Menschen ohne Frage an den Instant-Messaging-Dienst von Microsoft und studieren im Zweifel „Die Anleitung für Skype“.

Heute vor 54 Jahren (1969) lief ein grandioser Film in den deutschen Kinos an. 1969: „Zwei Banditen“ mit Paul Newman und Robert Redford gilt als einer der ersten „New Hollywood“-Filme. Weit bekannter ist der Streifen bis heute als „Butch Cassidy und Sundance Kid” (DVD). Nicht zuletzt war es aber auch die Musik von Burt Bacharach (Raindrops Keep Fallin’ on My Head), die bis heute in den Ohren klingt.

Das Drehbuch stammt von einem der ganz Großen dieses Metiers: William Goldman lieferte die Skripts für viele weitere bekannte Filme wie „Die Unbestechlichen“.  Zwei Oscars waren der verdiente Lohn. Goldman schrieb aber auch Romane, sein bekanntestes Werk ist „Die Brautprinzessin“. Dafür erfand er den Schriftsteller S. Morgenstern, dessen Roman es angeblich ist, den Goldman vorgab bearbeitet und auf die „spannenden Stellen“ gekürzt zu haben.

Eine wichtige Veröffentlichung legte heute vor 142 Jahren (1881) Charles Darwin vor. Nein, nichts mit Entstehung der Arten. Es geht um „Die Bildung der Ackererde durch die Tätigkeit der Würmer“. Über Jahrzehnte eines der wichtigsten Forschungsthemen Darwins.

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Montag, 9. Oktober: Berühmtes Ei

Neue Woche und neue Welt

Wir haben an diesem Montag, 9. Oktober 2023, die neue Woche im Blick, andere dagegen gleich eine „neue Welt“. Und die Festivitäten in USA sind dazu angetan, das Land weiter zu entzweien. Die einen feiern heute Kolumbus, die anderen Leif Eriksson.

Wir wollen uns an dieser Stelle gar nicht daran versuchen, die Geschichte(n) nachzuzeichnen. Sonst, so hätte meine Oma gesagt, kommt man schnell „vom Höcksken aufs Stöcksken“ und landet bei „Ungelöste Rätsel der Entdeckergeschichte“.  Demnach kamen zumindest geistig sowohl Eriksson wie auch Kolumbus deutlich zu spät.  Als geistiger Entdecker Amerikas müsse Eratosthenes (273 – 194 v.Chr.) angesehen werden, der bereits über bewohnte Landmassen im Meer des Westens berichtete.

Aber wen ficht das an? In USA ist heute dennoch „Kolumbus-Tag“ (Columbus Day). Und selbst dabei haben die US-Amerikaner einen Sonderweg gewählt. Während der „Rest“ des Doppelkontinents drei Tage später, am 12. Oktober, also am Tag der Landung im Jahr 1492, feiert, ist es in USA der jeweils zweite Montag im Oktober.

Also heute. Und die Library of Congress (ext.) würdigt dies mit einer Internet-Veröffentlichung. Wer tiefer eintauchen und alles aus erster Hand erfahren will, liest das „Bordbuch“ des Kolumbus oder „Der erste Brief aus der Neuen Welt“. Vielleicht erfährt man da auch was über das berühmte Ei.

Parallel dazu steht aber in etlichen US-Bundesstaaten auch der „Leif Eriksson Tag“ (Leif Erikson Day) im Kalender. Gefeiert wird damit zum einen der isländische Entdecker Leif Eriksson (ca. 970 n.Chr. – ca. 1020 n.Chr.), zum anderen die Ankunft der ersten norwegischen Immigranten im Jahre 1825. „Vinland!“ schildert, wie die Wikinger Amerika entdeckten.

Und seit im Jahr 1874 das Werk „America Not Discovered by Columbus“ erschien, wird in der Sache gern gestritten. Immerhin aber haben die USA 1925 in Person des Präsidenten Calvin Coolidge Leif Eriksson als Entdecker des amerikanischen Kontinents anerkannt.

Nun könnte man die Verwirrung komplett machen und den Streit weiter anheizen, indem man weitere Namen wie Amerigo Vespucci in den Ring wirft. Und auch wir Deutschen sind bei dem Thema nicht raus, können auf „Humboldt und die wahre Entdeckung Amerikas“ verweisen.

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