Sonja Weber über „Wilbur und Charlotte”

Sonja Weber über „Wilbur und Charlotte”

Elwyn Brooks White: Wilbur und Charlotte

Einer meiner liebsten Kinderbuch-Klassiker ist „Wilbur und Charlotte” von Elwyn Brooks White. Der Autor war 1945 mit „Stuart Little” bekannt geworden und 1952 erschien „Charlotte`s Web”. Im Deutschen schaut man auf das Buch und denkt: „Ah, es geht um ein Mädchen und das Schwein Wilbur.”  Der englische Originaltitel suggeriert gleich, um wen es sich bei Charlotte handelt.

Die ganze Geschichte beginnt eines Morgens im Frühjahr auf der Farm der Zuckermans. Die kleine Fern sitzt beim Frühstück, als ihr Vater mit einer Axt das Haus verlässt. In der Nacht war ein Mickerling geboren worden, ein kleines Ferkel ohne große Überlebenschance.

Fern rettet das Kerlchen, nennt es Wilbur und päppelt es auf, bis aus ihm ein recht propperes Schweinchen geworden ist, das auf dem Hof so einige Freunde gefunden hat. Ein Lamm, einen Ganter und vor allem die kluge Spinne Charlotte. Diese trägt dann auch wesentlich zu seiner Rettung bei, denn gerettet werden muss Wilbur erneut, wenn man bedenkt, was aus propperen Schweinen auf einer Farm wird.

Aber Dank Charlottes Klugheit und Webkünsten wird aus einem ganz normalen Borstentier ein Pracht-Schwein. Das erstaunt dann sowohl die Zuckermans wie auch den Rest des Dorfes und weil ja Geheimnisse bekanntlich schwer zu hüten sind, weiß schon bald der ganze Bezirk, dass auf der Zuckerman-Farm ein Wunderschwein lebt.

Der Sommer wird damit für alle Beteiligten recht aufregend und vor allem Wilbur hat auf einmal viel um die Schweineohren. Der Sommer vergeht wie im Fluge und als der Herbst langsam in einen frühen Winter übergeht, muss Charlotte ihrem guten Freund eine traurige und schöne Mitteilung gleichzeitig machen.

Elwyn Brooks White: „Wilbur und Charlotte”, Diogenes Verlag, 224 Seiten, ISBN 9783257235241, Preis: 12,00 Euro.


Tee und Tipps mit dem Nikolaus

Tee und Tipps mit dem Nikolaus

Stilvoller Start in die Weihnachtszeit

Teatime am Nikolaustag in der Villa Charlotte mit Geschenktipps aus der BÜCHER-HEIMAT

Genuss für Körper und Geist versprechen die Teatime-Termine, die die Villa Charlotte und die BÜCHER-HEIMAT nun im zweiten Jahr in dem Gründerzeit-Museum in der Rudolf-Huch-Straße gemeinsam offerieren. Eine Kombination, die offenkundig ankommt, denn für die Veranstaltungen mit allen Zutaten einer erlesenen britischen Tee-Zeremonie, zu der es quasi als Sahnehäubchen Literaturtipps aus der Mitmach-Buchhandlung gibt, sind nur schwer Plätze zu ergattern.

Die Teekultur verdanken die Niedersachsen König Georg I., der 1714 die 123 Jahre währende Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien begründete. Der High Tea ist eine abendliche Mahlzeit, zu der süße und herzhafte Häppchen serviert werden.

Ganz im Sinne dieser Tradition wird bei den Treffen in der Villa Charlotte zur Teatime gebeten – inklusive Sandwiches, Scones, Clotted Cream, Konfitüre, selbstgebackene Kuchen, Sahne und verschiedener Teesorten. Das Ganze kredenzt im stilvollen Ambiente der Villa Charlotte.

Die Nikolas-Teatime stand nun bereits zum zweiten Mal im Veranstaltungskalender und bereichert das Angebot des Gründerzeitmuseums und der Mitmach-Buchhandlung gleichermaßen. An der festlichen Tafel in der „Charlotte“ blieb zumindest kein Platz unbesetzt. Und die Bücher-Ratsgeberinnen hatten ihre Plätze sogar an einem kleinen Extratisch gefunden.

Dabei wartete das Team der BÜCHER-HEIMAT einmal mehr mit einer Besonderheit auf, servierte die Lesetipps sozusagen zweisprachig. Petra Nietsch hatte ihre kanadische Freundin Sylvia Raginski mitgebracht, die somit auch sprachlich ins Mutterland der Teatime entführte. Bei der Kombination dürfte es auch niemanden verwundern, dass „Der Weg des Zaunkönigs“, den die BÜCHER-HEIMAT in deutscher Sprache herausgab, eine gewichtige Rolle bei den Geschenktipps spielte…

Angesichts der anhaltend hohen Nachfrage nach den Teatime-Terminen der Villa Charlotte und der BÜCHER-HEIMAT dürften sich Fans bereits jetzt auf eine Neuauflage der Termine im kommenden Jahr 2025 freuen können.

Teatime mit „Charlotte“

Teatime mit „Charlotte“

Stilvoller Genuss für Leib und Seele

Die Treffen seit 2023 haben offenkundig Lust auf noch mehr gemacht: Das Gründerzeitmuseum Villa Charlotte und die BÜCHER-HEIMAT laden folgerichtig auch in diesem Jahr wieder zum High Tea mit Literatur in Bad Harzburg ein.

Dabei führen die Inhaber der Villa Charlotte und die Mitarbeiterinnen der BÜCHER-HEIMAT zwei Erfolgskonzepte zusammen: Die einen liefern das stilvolle Ambiente und kennen sich mit kulinarischen Leckereien aus, die anderen sind Fachfrauen in Sachen Bücher. Nun sind weitere gemeinsame Veranstaltungen geplant, zunächst drei für dieses Jahr, die in der Villa Charlotte in der Rudolf-Huch-Straße 10 in Bad Harzburg stattfinden.

Die Termine im Jahr 2026: 25. März, 26. August und 9. Dezember, Beginn jeweils 16.30 Uhr.

Foto: Villa Charlotte

Die Teekultur verdanken die Niedersachsen König Georg I., der 1714 die 123 Jahre währende Personalunion zwischen Hannover und Großbritannien begründete. Der High Tea ist eine abendliche Mahlzeit, zu der süße und herzhafte Häppchen serviert werden.

Ganz im Sinne dieser Tradition wird bei den Treffen in der Villa Charlotte zur Teatime gebeten – inklusive Sandwiches, Scones, Clotted Cream, Konfitüre, selbstgebackene Kuchen, Sahne und verschiedene Teesorten. Die Mitarbeiterinnen der BÜCHER-HEIMAT steuern Buchvorstellungen und kleine Lesungen bei.

Die Kosten pro Person betragen 30,00 Euro für Speisen und Getränke, eine Anmeldung ist direkt in der Villa Charlotte unter Telefon 0160/91074053 oder per E-Mail: mail@villa-charlotte.de erforderlich, die Plätze sind begrenzt.

Dienstag, 5. September: Tea-Time genießen

Kein Teegeschirr? Wie schockierend!

Neue Wege mit neuem Partner beschreitet die BÜCHER-HEIMAT an diesem Dienstag, 5. September 2023: Die literarische Tea Time in der Villa Charlotte erlebt heute ihre Premiere.

Für Tee, Feingebäck und stilvolles Ambiente sorgt die Gründerzeitvilla in der Rudolf-Huch-Straße, die passenden literarischen Schmankerln steuert das Team der Mitmach-Buchhandlung bei. Heute liefern Sonja Weber und Monika Runge von 16.30 bis 19.00 Uhr mörderische Krimis zum Tee-Genuss. Wer sein Glück versuchen möchte, kann unter Telefon 0160 – 910 740 53 nach einem Plätzchen fragen.

Welch Rolle die Tea Time auch in der Literatur einnimmt, macht ein Zitat von Jane Austen deutlich. Die große Autorin, deren Hauptwerke „Stolz und Vorurteil“ und „Emma“ zu den Klassikern der englischen Literatur gehören, gibt in „Kloster Northanger“ folgenden Dialog wieder: „Es gibt nicht einmal Teegeschirr hier für uns, sehen Sie. – Tatsächlich, Sie haben Recht. Wie schockierend!“

Viel schockierender war derweil für mich ein Wissenserwerb während der Recherche: Der in Deutschland so beliebte Ausdruck vom „five o’clock tea“ ist im englischen Sprachraum völlig unbekannt. Im Vereinigten Königreich ist die Tea-Zeremonie an keine Zeit gebunden. Tea-Time 24/7.

Krimis passen dagegen prima, mörderische Romane mit Tea-Time im Titel gibt es reichlich. Allerdings liegen die meisten Krimis nur in englischer Sprache vor. Daher mag man uns verzeihen, dass wir zur urbritischen Tradition ein deutsches Beispiel liefern. Ingrid Nolls „Tea Time“ ist zwar kein reinrassiger Krimi, aber kriminale Anklänge sind nicht zu überlesen

Wer für die Tea-Time daheim noch Anregungen braucht, findet berühmte Vorbilder. “Downtown Abbey” liefert „60 Rezepte zum Afternoon Tea“ und die „Teatime bei Bridgertons“  wartet nicht allein mit „50 skandalös leckeren Rezepten“ auf. Als besonderes Gimmick gibt es zum Hardcover mit Goldfolie eine „Einladungskarte von Lady Whistledown“.

Um die Tea-Time zu genießen, sollte man sich Zeit nehmen. Dies wiederum gilt noch viel mehr für ein „Konzert“, das heute vor 23 Jahren begann: „Organ2/ASLSP“ (As slow as possible = So langsam wie möglich) von John Cage erklingt seither in der Burchardikirche Halberstadt. Der letzte Ton soll im Jahr 2649 verhallen.

Bis dahin sind Klangwechsel große Events. Auch dabei ist allerdings Geduld gefragt. Der nächste und  dann 16. Klangwechsel steht am 5. Februar 2024 an. Wer die Zeit nutzen will, kann sich in „ästhetische und historische Überlegungen im Geiste der Kunstphilosophie von John Cage“ einlesen: „Geräuschvolle Stille – Geordneter Klang“.

— Das will ich lesen! Alle Links im Text führen direkt zum Shop —



Tatort Villa Charlotte: Tea Time & Crime

Tatort Villa Charlotte: Tea Time & Crime

Bei der Tea Time dem Täter auf der Spur

Villa Charlotte & BÜCHER-HEIMAT laden dazu ein, im Gründerzeitmuseum Spannung zu genießen

Das Gründerzeitmuseum Villa Charlotte und die BÜCHER-HEIMAT laden zum High Tea mit Literatur. Dabei verweben die Inhaber der Villa Charlotte und die Mitarbeiterinnen der Bücher-Heimat zwei Erfolgskonzepte: Die einen kennen sich mit kulinarischen Leckereien aus, die anderen mit Büchern. Nun sind gemeinsame Veranstaltungen geplant, zunächst zwei für dieses Jahr, die in der Villa Charlotte in der Rudolf-Huch-Straße 10 in Bad Harzburg stattfinden.

Den Auftakt macht am Dienstag, 5. September, in der Zeit von 16,30 bis 19.00 Uhr das Thema Krimi. Neben allem, was eine gute Tea-Time ausmacht, wie verschiedenen Tee-Sorten und diverse hausgemachte Köstlichkeiten wie Scones, Sandwiches und Kuchen, erwartet die Gäste an diesem Nachmittag spannende Lektüre. Monika Runge und Sonja Weber lesen kurze Passagen aus ausgewählten Kriminalromanen.

Bei der zweiten Tee-Runde am 6. Dezember wird es dann, dem Nikolaustag und der Adventszeit entsprechend, für Geist und Seele besinnlich weihnachtlich. Neben der literarischen Unterhaltung zum Tee wird aber auch genügend Zeit für nette Gespräche bleiben.

Die Kosten pro Person betragen 30,00 Euro für Speisen und Getränke, eine Anmeldung zu „Villa Charlottes & Bücher-Heimat: Criminal Tea Time” in der Villa Charlotte unter 0160 – 910 740 53 ist erforderlich, die Plätze sind begrenzt.