Eine angesehene Familie fährt in den Sommerurlaub nach Italien. Mit dabei sind Tochter Sophie Luise und ihre neue beste Freundin aus der Schule, Aayana. Sophie Luises Mutter ist eine bekannte Grünen-Politikerin und Aayana ein somalisches Flüchtlingskind, das zusammen mit ihrer Familie nach Deutschland floh und nun im Sommerurlaub schwimmen lernen soll.
Ob sie überhaupt Schwimmen lernen möchte, nach all dem, was sie erlebt hat? Ob bei diesem Urlaub nicht schon einen großen Skandal vorprogrammiert ist…
Denn alles kommt anders und sowohl Sophie Luises Familie wie auch Aayanas finden sich am Ende vor Gericht wieder. Es ist ein brisanter Fall, der durch sämtliche Medien kursiert und mal wieder die widerwärtigen Schattenseiten des Internets präsentiert. Doch eine Person fällt aus diesem Muster heraus, nämlich der Anwalt von Aayanas Familie.
Wider Erwarten geht es nämlich nicht nur um Politik oder die Meinungen anderer, sondern darum, jenen zuzuhören, die sonst keine Stimme haben.
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Die beißend-kritisch zugeneigte Stimme der Literatur
Ein Mann allein macht diesen Freitag, 2. Juni 2023, schon zu einem besonderen literarischen Tag. Heute vor 103 Jahren wurde Marcel Reich-Ranicki geboren. Laut Lexikon der „einflussreichste deutschsprachige Literaturkritiker seiner Zeit“ – und diese Ära währte länger als ein halbes Jahrhundert.
Er wurde imitiert, persifliert, karikiert – mehr Anerkennung geht nicht: Professor Dr. h.c. mult. Marcel Reich-Ranicki, 2013 im Alter von 93 Jahren gestorben, war von 1960 bis 1973 die Literaturkritik der „Zeit“ und von 1973 bis 1988 der „FAZ“. Von 1988 bis 2001 leitete er das „Literarische Quartett“ in einer Fernsehreihe, die mit Literaturkritik in einem auch ungewohnt streitbaren Format neue Zuschauer- und damit Leserschichten erschloss.
Wer mehr über ein bewegtes und bewegendes Leben wissen will, liest die Autobiographie „Mein Leben“. Das Buch wurde selbst zum Millionenbestseller und mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle verfilmt. Marcel Reich-Ranicki war/ist die höchste Instanz in Sachen literarisches Leben in Deutschland. Und als solche steckte er in etlichen Anthologien Leitlinien ab. Seien es „Die hundert besten deutschen Gedichte des Jahrhunderts“ oder auch „Die besten deutschen Erzählungen“. Marcel Reich-Ranicki sagte, wo es beim Lesen langging – und war selbst beim Schreiben ungeheuer produktiv.
Von der „Nach-Reich-Ranicki-Kritik“ gefeiert wurde aber auch ein Buch, das die Geschichte von Günter Grass und Marcel Reich-Ranicki erzählt. Volker Weidermann beschreibt in „Das Duell“ das „wechselhafte, von Rivalität wie Respekt getragene Verhältnis der beiden herausragenden Protagonisten der deutschen Nachkriegsliteratur“. In den Lesetipps der BÜCHER-HEIMAT findet sich eine Rezension von Monika Runge.
Ein „bebüchertes Kalenderblatt“ reicht nicht, um sich dem Leben und Wirken, aber auch dem Phänomen Marcel Reich-Ranicki zu nähern. Zumal wir wie gewohnt ja auch noch auf andre Lebensbereiche schauen. Was sich zur Lektüre anbietet (Vorsicht! Fettfinger“) wäre ein Schmalzgebäck, das heute in USA im Fokus steht: Der 2. Juni ist der „Tag des Donuts“ (National Doughnut Day).
„Donuts“ bietet 50 köstliche Rezepte mit Schritt-für-Schritt-Anleitungen, die bei Kringel, Krapfen & anderem Schmalzgebäck landen sollen. Meine Vorliebe für Donuts & Co. ist leider um die Mitte herum unübersehbar. Vielleicht sollte ich mich eher auf „Gehäkelte Donut-Freunde“ stürzen und mir „50 zuckersüße Amigurumi-Figuren“ schaffen (wieviel Kalorien verbraucht man beim Häkeln?).
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Willkommen an diesem Donnerstag, 1. Juni 2023, im Monat der Sommersonnenwende – auch wenn wir uns bis zum längsten lichten Tag des Jahres noch drei Wochen gedulden müssen. Derzeit haben wir 16:19 Stunden den Durchblick, am 21. Juni werden es 16:40 Stunden sein.
Steigen wir in unser bebüchertes Kalenderblatt heute mal mit einem Geburtstag ein. Jubilar ist ein Weltstar der Kinderzimmer: Oscar the Grouch aus der Sesamstraße, in Deutschland meist nur als Oscar bekannt. Oscar der Griesgram wäre die korrekte Übersetzung des amerikanischen Ursprungsidols.
Naturgemäß weist der Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT bei einer TV-Serie meist DVD aus. Beispielsweise „Sesamstrasse Classics – Die 70er Jahre“. Die sich anbietet, denn Oscar gehört zu den Stars der ersten Stunde, das grüne Mülltonnenmonster war schon in der ersten Sesamstraßen-Folge am 10. November 1969 mit vor der Partie.
Oscar zählt somit zu den längsten Bewohnern der „Sesame Street“. Aber da er dort nicht allein ist (trotz seiner Muffelei), kann man Kindern (ab 18 Monaten) schon mal an die liebenswert-verrückten Bewohner heranführen: „Elmos Freunde“ ist ein Wimmel-Pappbilderbuch mit 20 mit Klappen.
Darauf könnte man angesichts des Alters der Hauptzielgruppe am „Weltmilchtag“ (World Milk Day) prima mit einem Glas Milch anstoßen. Allerdings ist die einstige Generalansage, Milch sei gesund, nicht mehr ganz unumstritten. Und Tierschützer propagieren ohnehin pflanzliche Alternativen: „Milch von Pflanzen aus dem Garten“ ist eine Anleitung zur veganen Do-it-yourself-Milch.
Auch wenn der Song „No Milk Today“ (1966) von den Herman‘s Hermits einige Zeit zu meinen Lieblingssongs gehörte, mag ich Milchprodukte. Und da gibt es viele leckere Sachen. „Aus Milch gemacht“ verrät, wie man Joghurt, Ricotta & Crème fraîche selbst herstellen kann. Und „Heiße Milch mit Honig“ taugt zumindest als Bilderbuchgeschichte, „die wärmt und tröstet“.
Heute werden außerdem Erinnerungen an eine tolle Zeit vor 23 Jahren wach, denn am 1. Juni 2000 wurde in Hannover die Expo 2000 eröffnet. Vor allem das günstige „Abendticket“ lockte uns seinerzeit Tag für Tag in die Landeshauptstadt.
Um die derzeit gebeutelten Fans des FC Bayern München zu besänftigen, sei auch an den 1. Juni 2013 erinnert, an dem die Münchner als erste deutsche Fußballmannschaft das „Triple“ gewannen. Das gehört ohne Frage zu „101 Dinge, die ein echter FC-Bayern-Fan wissen muss“ – die gerade beendete Saison dagegen zählt trotz Meisterschale wohl eher nicht dazu.
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Es geht tierisch zu an diesem letzten Tag des Monats, Mittwoch, 31. Mai 2023. Gleich zwei Aktionstage nehmen Tierarten in den Blick. Und wir können wettertechnisch optimistisch in die Zukunft blicken, das sonnige Hoch soll erhalten bleiben.
Der 31. Mai ist unter anderem der „Welttag der Otter“ (World Otter Day). Bei der Büchersuche entdeckt man als erstes, dass Otter auch ein gar nicht so selten vorkommender Nachname ist. Aber es gibt natürlich aus Lesestoff über die Tiere: „Entdecke die Otter“ wird der Nachwuchs aufgefordert, auch wenn das Buch aus der „Entdecke-Reihe mit der Eule“ kommt.
Da ich immer gern mit Ausflugstipps komme: Ein Abstecher zum Otterzentrum Hankensbüttel (ext.) lohnt nicht allein für Otter-Fans. Zumal der Besuch für Harzer sozusagen eine Reise in die Vergangenheit ist: Der Ursprung des Otter-Zentrums war das Fischotter-Forschungsgehege Oderhaus, das die Niedersächsische Forstverwaltung 1979 bei Sankt Andreasberg einrichtete.
Mit dem zweiten tierischen Aktionstag, dem „Welttag der Papageien“ (World Parrot Day) habe ich insoweit ganz persönliche Probleme, als ich beim Stichwort Papagei sofort an Monty Python und den „norwegischen Blauling“ („Norwegian Blue“) denken muss. Der hatte bekanntermaßen das Zeitliche gesegnet hatte, als ihn der Tierhändler verkaufte. Auch im Roman „Flauberts Papagei“, der Julian Barnes Weltruhm bescherte, geht es neben Gustave Flaubert um einen ausgestopften „Ex-Papagei“.
Papageien scheinen unter großen Geistern beliebt zu sein. Das Buch „Was Einstein seinem Papagei erzählte“ bietet die „besten Witze aus der Wissenschaft“. Hinter dem Titel verbirgt sich die Geschichte, dass der an Altersgebrechen leidende Nobelpreisträger seinem Papagei, der Einsteins Einschätzung nach depressiv war, mit Vorliebe schmutzige Witze erzählt haben soll, um den Vogel (und vielleicht auch sich selbst) aufzuheitern.
Heute ist auch Weltnichtrauchertag (World No Tobacco Day). Blickt man auf die Meldungen über wieder mehr jugendliche Raucher, ist der wichtiger denn je. Allen Carrs„Endlich Nichtraucher!“ propagiert den „einfachen Weg, mit dem Rauchen Schluss zu machen“ – den es nach meiner Erfahrung nicht gibt. Wenn man süchtig ist, kommt der Entzug immer hart.
Noch schnell zwei literarische Geburtstage: Heute vor 250 Jahren (1773) wurde der Schriftsteller und Übersetzer Ludwig Tieck geboren. Das berühmteste Werk aus seiner Feder ist zumindest für mich seit Kindheitstagen „Der gestiefelte Kater“.
Dazu wiederum passt das nächste Geburtstagskind. Am 31. Mai 1926 wurde James Krüss geboren, der vor allem auch mit Kinder- und Jugendbüchern erfolgreich war. Sein bekanntestes Werk ist der Roman „Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen“.
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Mit diesem Dienstag, 30. Mai 2023, sind wir am 150. Tag des Jahres angekommen. Leicht auszurechnen: Bis ins neue Jahr 2024 sind es noch 215 Tage.
Beim „Dìa Nacional De La Papa“, der heute in Peru begangen wird, handelt es sich keineswegs um den Anden-Ableger unseres Vatertags. Es ist der „Tag der Kartoffel“. Und die ist ein ewiges Streitthema zwischen Peru und Chile, den beide reklamieren für sich, Erfinder der „kultivierten Kartoffel“ zu sein. Vielleicht sollte man mal zusammen einen trinken, beispielsweise einen Mint Julep (besteht aus Minze, Bourbon Whiskey, Zuckersirup und zerstoßenen Eiswürfeln), denn dessen Tag wird heute in USA begangen.
Gerade zur Kartoffel gibt es reichlich Literatur. Beispielsweise wird dem Nachwuchs (ab 7 Jahren) in „Kartoffel“ erklärt, was die „tolle Knolle“ alles kann. Darüber verbreitet man sich in etlichen weiteren Büchern die „Das Kartoffel-Lesebuch“. In den „Koch- und Sachgeschichten“ wird der Erdapfel gleich zur „Superfoodknolle“ befördert.
Schon in der Grundschule muss Kindern diese Vielseitigkeit offenkundig beigebracht werden. „Mehr als Pommes und Chips – die Kartoffel“ ist ein Buch für den Sachunterricht betitelt. Die Schulstunde hätte ich schwänzen können, denn ich gehöre zu den Exoten, die weder Chips noch Pommes sonderlich mögen. Salz- und Pellkartoffeln oder Kartoffelsalat und Kartoffelbrei dafür umso mehr.
All jenen, die auch den zweiten Aktionstag stilecht begehen wollen, sei das Buch „Whiskey Cocktails” ans Herz gelegt. Es liefert 40 Rezepte „for Old Fashioneds, Sours, Manhattans, Juleps and More”. Muss allerdings bestellt werden.
Sie gehört unbestritten zu den „Königinnen der Lüfte“ wie Hanna Reitsch, Amelia Earhart, Jacqueline Auriol und Valentina Tereschkowa: Elly Beinhorn erblickte am 30. Mai 1907 in Hannover das Licht der Welt. Ihre autobiografischen Bücher wie „Alleinflug“ erreichen bis heute ein breites Publikum. Weltberühmt wurde die Fliegerin, als sie 1931 durch einen Alleinflug nach Afrika von sich reden machte. Im Jahr darauf umrundete sie die Welt.
Noch populärer wurde Elly Beinhorn, als sie 1936 den ebenfalls sehr bekannten Rennfahrer Bernd Rosemeyer heiratete. Ein kurzes Glück, er starb zwei Jahre später bei einem Unfall. Elly Beinhorn starb am 28. November 2007 im Alter von 100 Jahren in einem Seniorenheim bei München.
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Pfingstmontag, 29. Mai 2023, Start in eine „kurze Woche“. Und ich werde wieder mit den Wochentagen durcheinanderkommen. Ein schwieriger Tag für ein „bebüchertes Kalenderblatt“: Keine erwähnenswerten Aktionstage, keine Bauernregeln.
Die Wetterweisheiten vom Bauernhof kann ich mir heute sparen. Wir haben einen Geburtstag in der Familie (deswegen die Pfingstrosen oben) und es ist ein „running gag“, dass es an diesem Tag immer kühl und meist regnerisch ist. Kühler soll heute nach dem sonnenverwöhnten Pfingstsonntag passen.
Und etwas kühler passt zu einem bemerkenswerten Ereignis vom 29. Mai 1942, denn wir brauchen Weihnachtsstimmung: In New York nahm Bing Crosby heute vor 81 Jahren Irving Berlins Komposition „White Christmas“ auf. Es wird die weltweit erfolgreichste Weihnachts-Single. Und „White Christmas – Das Lied der weißen Weihnacht“ erzählt die Geschichte um den Komponisten Irving Berlin.
Hoch hinaus ging es heute vor 70 Jahren (1953), als Edmund Hillary und Tenzing Norgay die Erstbesteigung des Mount Everest gelang. Ein Jahrhundertereignis. Eigene Erinnerungen Hillarys sind nur in englischer Sprache und nach Bestellung lieferbar: Bei „View from the Summit“ handelt es sich um „the Remarkable Memoir by the First Person to Conquer Everest“. Aber Reinhold Messner, der immer noch einen drauflegt, liefert „Everest Solo“ ab. Ohne Plauder-Partner unterwegs hat man hinterher mehr zu erzählen.
Heute vor 13 Jahren (2010) gewann Lena Meyer-Landrut für Deutschland mit „Satellite“ den Eurovision Song Contest (ESC). Darauf hatten wir 28 Jahre seit Nicoles „Ein bisschen Frieden“ 1982 gewartet. Normal sind ja letzte Plätze. Und wenn wir in dem Rhythmus bleiben, gewinnt Deutschland das nächste Mal im Jahr 2038. „Eurovision Heroes“ würde vom Titel her ja zu Nicole und Lena passen, tatsächlich aber handelt es sich um einen Krimi, der lediglich um Umfeld des ESC spielt.
Apropos Krimi: Ein genialer Krimiautor wäre heute 149 Jahre (1874) alt geworden: Gilbert Keith Chesterton, meist knapper G.K. Chesterton. Er ist der Erfinder eines weltberühmten und mit kriminalistischem Spürsinn ausgestatteten Pfarrers: „Die besten Pater-Brown-Geschichten“ hat Reclam Taschenbuch gesammelt.
Chesterton schrieb allerdings weit mehr, unverdient weniger bekannt ist beispielsweise die Sammlung von acht Kriminalgeschichten, die unter dem Titel „Der Mann, der zu viel wusste“ vor 100 Jahren erschien. Held dieser Erzählungen ist der Hobby-Detektiv Horne Fisher.
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Pfingstsonntag, 28. Mai 2023. Das Wetter spielt festtagsmäßig mit. Trotz viel Sonne aber müssen wir auf sommerliche Temperaturen noch bis Mitte der Woche warten.
Wer Gäste erwartet, könnte noch flink „Thüringer Festtagskuchen“ packen – sofern die Rezeptsammlung im Haus ist. Ansonsten passen Pfingstfest und Aktionstage-Kalender eher schlechter zueinander. Heute ist der Internationale Tag des Hamburgers.
Gesundheitlich hat der Burger einen schlechten Ruf. Zudem gilt er eher als stopfende Schnellmahlzeit zwischendurch denn als Festtagsgericht. Zumindest in Sachen Gesundheit aber wird gegengehalten – mit einer schlechten Nachricht für Carnivoren.
Zum Stichwort „gesunde Burger“ finden sich meist vegetarische oder vegane Rezeptbücher wie „Vegane Burger & Co.“. Was zudem in der aktuellen Grillsaison nicht weiterhilft, denn die „besten Rezepte für leckeres und gesundes Fast Food ohne Fleisch“ erscheinen erst im Dezember. Wer das Fast Food schnell braucht, kann sich auf „Snackification“ stürzen. Die versprechen „kleine Mahlzeiten, gesunder Genuss mit Burger, Bowls & Bento“.
Zu den fleischlosen Burgern passt auch ein Jubiläum: Heute vor 140 Jahren (1883) gründeten in Oranienburg 18 Vegetarier aus Berlin mit der Vegetarischen Obstbau-Kolonie Eden e.G.m.b.H die erste vegetarische Siedlung in Deutschland.
Ein wie auch immer belegter Burger auf die Faust passt (abgesehen vom Kleckern) allerdings besser als ein opulentes Festmenü zum zweiten Aktionstag. Zumindest wenn man zur guten alten Ravensburger-Spielesammlunggreift, wird am heutigen Weltspieltag (World Play Day) der Esstisch gebraucht.
Es geht an diesem Aktionstag darum, Spaß am Spiel zu fördern und Menschen einander näherzubringen. Hüten sollte man sich folgerichtig, „Die perfiden Spiele der Narzissten“ mitzuspielen. Aber darüber klärt ein „Narzissmus-Doc“ in einem Spiegel-Bestseller auf.
Erinnert werden muss heute an einen Schriftsteller, der eine der bekanntesten Kunstfiguren der Welt ersann. Heute vor 115 Jahren (1908) wurde Ian Fleming geboren. Genau 45 Jahre später (1953) stellte sich sein Held das erste Mal im Roman „Casino Royale“ vor: „Mein Name ist Bond. James Bond.“
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Wohin an diesem Pfingstwochenende, vor allem am heutigen Samstag, 27. Mai 2023. Eine Option mit Tradition im Nordharz bietet Heissum, dort steht zum 90. Mal das Mausebrunnen-Fest an. Und in Bad Harzburg wird auf der Galopprennbahn heute wieder der Bergmarathon gestartet (Foto oben: KTW).
Womit wir beim Sport und damit beim Thema des heutigen Aktionstages wären. Es ist der „Welttag des Purzelbaums“. Oder fachmännisch klingender ausgedrückt: der „Internationale Ehrentag der Turnrolle“. Bei der war ich übrigens selbst in meiner sportlichen Lebensphase meist völlig von der Rolle. Purzelbaum war ein ähnlicher Horror wie Bockspringen.
Was sicher allein an meinen Lehrern lag. Sie hätten vermutlich nur mehr „einfache Bewegungsideen zu Haltung, Motorik und Koordination“ haben müssen. Und die verspricht das Buch „Hampelmann, Purzelbaum & Co.“. Ich wäre angesichts meiner turnerisch missratenen Lebensgeschichte bei dem Titel „Das Leben ist ein Purzelbaum“ aber dennoch nie darauf gekommen, des es in den „Anekdoten und Histörchen“ um die „Heiterkeit des Seins“ gehen könnte.
Themenwechsel. Heute vor 55 Jahren (1968) wurde in Tübingen der erste Geldautomat in Deutschland in Betrieb genommen. Heute wird, überspitzt gesagt, täglich einer gesprengt. Und schafft es damit zwar in die Kriminalstatistik, in der Krimiliteratur sucht man „Geldautomat“ vergebens.
Kein Krimi, aber ein krimineller Hintergrund: Am 27. Mai 1989 brannte das Grandhotel Hotel Waldhaus Vulpera in den Schweizer Alpen nieder. Ursache: Brandstiftung. Was kaum so erwähnenswert wäre, wenn das Waldhaus nicht das Vorbild für Friedrich Dürrenmatts Roman „Durcheinandertal“ geliefert hätte. Und auch das literarische Pendant wird „abgefackelt“…
Wenn wir uns schon kriminellen Themen wie Sprengung und Brandstiftung widmen, kommen wir an einem Geburtstag nicht vorbei. Am 27. Mai 1894 erblickte Dashiell Hammett das Licht der Welt. Begründer und „Godfather“ des amerikanischen Kriminalromans. Werke wie „Der Malteser Falke“ mit dem Detektiv Sam Spade oder „Der dünne Mann“, in dem Nick Charles ermittelt, gehören nicht allein bei Krimifans zur Pflichtlektüre.
Ein Pulitzer-Preisträger, dessen Werke mehrfach verfilmt wurden, ist Herman Wouk, der heute 108 Jahre alt geworden wäre (1915). Sein bekanntester Roman ist „Die Caine war ihr Schicksal“, mit Humphrey Bogart verfilmt. „The Caine Mutiny“ gibt es derzeit nur auf Englisch, aber der Suchservice der BÜCHER-HEIMAT wird bei Bedarf sicher auch noch eine deutsche Fassung aufstöbern.
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Endlich habe ich an diesem Freitag, 26. Mai 2023, ein Thema, bei dem ich mitreden kann. Wir begehen heute den „Welttag der Rothaarigen“ (World Redhead Day). Und ich, selbst mit einem undefinierbaren Braunton-Schopf gesegnet (der jetzt ins Gräuliche spielt), habe eine Rothaarige geheiratet.
Nach einigen Jahrzehnten Selbsttest im Duett kann ich eindeutig erklären, dass der Volksmund Unrecht hat: „Rotes Haar nimm dich in Acht, hat noch jedem Leid gebracht” oder „Rote Haare, Gott bewahre!“ sind schlicht Unfug. Die genetisch bedingte Anlage des Rutilismus beschert der Welt einfach nur interessante Menschen. Von daher ist mir auch der „International Kiss a Ginger Day“ am 12. Januar weit sympathischer.
Als etwas „Besonderes“ finden sich Rothaarige durchaus auch in der Literatur wieder. Oft nicht gerade „einfacher Stoff“ (wenn man von der ‚Tokyopop Romance‘ „Die rothaarige Schneeprinzessin“ absieht). Nobelpreisträger Orhan Pamuk erzählt in „Die rothaarige Frau“von „Schuld und Sühne in der Türkei, einem Land, das noch immer zwischen Tradition und Moderne zerrissen ist“.
An die Nieren gehender Lesestoff ist auch die erschütternde Autobiographie des vielfach preisgekrönten Schriftstellers James Ellroy. In „Die Rothaarige“ beschreibt er die Suche nach dem Mörder seiner Mutter, deren gewaltsamer Tod den damals Zehnjährigen lebenslang prägte.
Kriminelle Energie unterstellt derweil Sherlock-Holmes-Erfinder Arthur Conan Doyle den Menschen mit der leuchtenden Haarpracht. Zumindest könnte man dies nach der Lektüre des Buches „Der Bund der Rothaarigen und andere Detektivgeschichten“ schnell vermuten.
Ein dunkles Kapitel, das wirtschaftliche positive Weichen für Niedersachsen und gerade auch für die Region zwischen Harz und Heide stellte: Heute vor 85 Jahren (1938) legte Adolf Hitler in Fallersleben den Grundstein für das Volkswagenwerk: „Die Volkswagen Chronik – Vom Käfer zum Weltkonzern“.
Heute vor 224 Jahren (1799) wurde ein Maler und Schriftsteller geboren, dessen Name vermutlich eher wenigen bekannt ist. Ein Gedicht von August Kopisch aber lernte ich noch in der damaligen Volksschule: „Wie war zu Cölln es doch vordem, / Mit Heinzelmännchen so bequem!“. Mit seinem Gedichtband „Die Heinzelmännchen“ trug Kopisch ebenso wie die Gebrüder Grimm zur Sagen-haften Karriere der fleißigen Wichtel bei.
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„Don’t panic!“ Heute ist Donnerstag, 25. Mai 2023, wir sollten ohne Handtuch das Haus nicht verlassen. Schließlich ist ein Handtuch „so ziemlich das Nützlichste“, was es auf Reisen gibt. Sogar, wenn diese Reisen „per Anhalter durch die Galaxis“ führen.
Lösen wir den wirren Einstieg für alle jene auf, die Douglas Adams als genialen Autor komödiantisch-satirischer Science-Fiction-Literatur noch nicht für sich entdeckt haben. Heute ist „Towel Day“, und zwar sowohl der internationale wie auch der intergalaktische Handtuchtag. Denn damit wird der Kultautor und Schöpfer des Romans „Per Anhalter durch die Galaxis“ seit seinem viel zu frühen Tod 2001 mit nur 49 Jahren von den Fans gewürdigt.
Vor der Anhalter-Serie arbeitete Douglas Adams als Drehbuchautor bei der BBC und schrieb drei Abenteuer (14 Folgen) für die Serie „Doctor Who“: „SHADA“ basiert auf diesen Drehbüchern. Mit den „Anhalter“-Bänden schuf Adams dann ein intergalaktisches Standardwerk, das als „die einzige vierbändige Trilogie in fünf Teilen“ in die Literaturgeschichte einging. Und weil darin der Leitsatz „Don’t panic!“ und ein Handtuch als nützliches Weltraum-Accessoire eine wesentliche Rolle spielen, wurde der „Handtuch-Tag“ als „a tribute to Douglas Adams“ ins Leben gerufen.
Wer das glaubt, kann gern seine IT-Assistenten wie Siri fragen. Die Antwort ist eundeutig (wie auch mein GoogleNestHub klarstellt (siehe Foto oben). Verinnerlicht hat die 42 offenkundig auch Multimilliardär Elon Musk, der beim ersten Raketenstart einer SpaceX Falcon Heavy als Testnutzlast einen Tesla nahm, auf dessen Bildschirm „DON’T PANIC!“ angezeigt wurde. Im Handschuhfach lag ein Exemplar des „Anhalters“ und – natürlich – ein Handtuch.
In den Jahren 1984 und 1992 gönnte Douglas Adams der gigantischen Fangemeinde noch zwei weitere Bände. Aus „Mach’s gut und danke für den Fisch“ folgte „Einmal Rupert und zurück“. Den von Eoin Colfer („Artemis Fowl“) geschriebenen sechsten Band übergehen wir hier einmal. Denn schon die Originale von Adams sorgten für weltweites „Anhalter-Fieber“, die mit Fernsehserien, Computerspiel, Musical und Kino-Epos behandelt wurde.
Also: „Don’t panic!“, Handtuch nehmen und lesen!
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