Stimmungsvollen Sommerabend im Gestüt Harzburg feiern

Stimmungsvollen Sommerabend im Gestüt Harzburg feiern

Tolles Ambiente, Musik und Literatur als Lockstoffe

Zweite Auflage des musikalisch-literarischen Sommerabends der BÜCHER-HEIMAT mit den „Beautifools“ und dem „singING TUC Rock-, Pop- & Jazz-Chor”

Wenn schon bei der Premiere einer Veranstaltung nach deren Fortsetzung gefragt wird, wurde offenkundig ein Nerv beim Publikum getroffen. Im Fall des musikalisch-literarischen Sommerabends der BÜCHER-HEIMAT im Gestüt Harzburg sind es sehr sicher sogar drei „Nerven“, die am Sonntag, 6. Juli 2025, die Fans wieder in Scharen locken werden.

Da ist zum einen das Literarische, wofür das Team der BÜCHER-HEIMAT aus einer überwiegend sommerlich-beschwingten Textauswahl vortragen wird. Und es ist selbstverständlich die Musik, die Zugkraft ausübt. Den Part, den bei der Erstauflage des BÜCHER-HEIMAT-Sommerabends der St. Nicolai-Frauenchor Bettingerode-Westerode und die Solokünstlerin Ines Seefeldt aus Seesen übernahmen, bestreiten nun die „Beautifools“ aus Goslar und der „singING TUC Rock-, Pop- & Jazz-Chor“ aus Clausthal-Zellerfeld.

Magnetwirkung hat aber eindeutig auch das Ambiente des Gestütshofs in Bündheim, den Dirk Junicke für den literarisch-musikalischen Sommerabend zur Verfügung stellt. Von Sonnenschein verwöhnt wird die Veranstaltung wieder „open air“ laufen, sollte es wettertechnisch nicht ganz so glücklich laufen, bietet der Lange Stall das perfekte Auditorium-Asyl.

Der „singING TUC Rock-, Pop- & Jazz-Chor” entstand 2021 sozusagen als „Spin-off“ aus der groovING TUC Big Band an der Uni Clausthal. Unter der Leitung von André Wenauer erarbeitete sich der Chor ein beachtliches eigenes Repertoire aus den Bereichen Rock, Pop und Jazz und unterstützt zudem die Big Band gesanglich.

Im Repertoire des „singING TUC Rock-, Pop- & Jazz-Chor” und damit auf dem Programm des musikalisch-literarischen Sommerabends im Gestüt stehen Titel von Wir sind Helden, Namika, LEA, Johannes Oerding, Revolverheld, Schandmaul, Udo Lindenberg und Apache 207 ebenso wie von Queen, Sade, Enya, Ella Fitzgerald, Eric Clapton, Sheryl Crow und vielen anderen mehr.

Im Vergleich zum jungen Chor an der Uni Clausthal gehören Olaf Serbent und Olaf Honig zu den „musikalischen Urgesteinen“ der Region. Seit 1994 treten sie gemeinsam in verschiedenen Bandprojekten auf. Angefangen bei einer Beatles-Tribute-Band, über ihre Zeit als Gründer des Quartetts „The Beautifools“ besinnen sie sich nun als Duo auf ihre musikalischen Wurzeln: Sie spielen die Songs, mit denen sie aufgewachsen sind und die bis heute Menschen aller Generationen begeistern. Besonders Fans von Folk, Rock und Country, à la Beatles, Simon and Garfunkel, Dylan, Byrds aber auch Reinhard Mey kommen bei uns voll auf ihre Kosten.

Der musikalische-literarische Sommerabend der BÜCHER-HEIMAT beginnt am Sonntag, 6. Juli 2025, um 18.00 Uhr im Gestüt Harzburg. Der Eintritt ist frei, um Spenden für das Projekt BÜCHER-HEIMAT und den kostenfreien Veranstaltungsreigen der Mitmach-Buchhandlung wird gebeten. Und obwohl auf dem Gestüt Harzburg schier unendlich Platz zu sein scheint, müssen beim Publikumszuspruch Grenzen gesetzt werden. Eine Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT, Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de ist daher unbedingt erforderlich.

Danny Morgenstern stellt den neuen Borg-Thriller vor

Danny Morgenstern stellt den neuen Borg-Thriller vor

Spannung, die an den Nerven zerrt

Fotos: Simone Hobrecht-Kettner

Thriller-Autor Danny Morgenstern stellt am Dienstag, 28. Oktober 2025, um 19.00 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT seinen dritten Roman um Kommissar Borg vor. Das Credo des Autors: „Der Leser weiß, wo die meisten Romane haltmachen. Man muss darüber hinausgehen.“ So ist der Thriller „Kleine Mädchen schält man nicht“ auch nichts für schwache Nerven. Genialokal fügt den Hinweis an: „Empfohlen ab 16 Jahren“.

Morgensterns Kommissar Oliver Borg hat den „Blutlauf“ überstanden und trotzte dem „Totengräberwind“, doch diesmal gerät er an seine Grenzen, denn „Kleine Mädchen schält man nicht“. Der dritte Band der Reihe erschien als zweibändige Sonderausgabe, die es zusammen auf „fast 700 Seiten Spannung“ bringt.

Der Verlag zum Inhalt: Kaum hat sich der Braunschweiger Kommissar Oliver Borg von seiner letzten Mission erholt, ruft ihn sein cholerischer Chef schon zum nächsten Tatort. Doch an dieser ungewöhnlichen Stelle hätte wohl niemand eine Leiche erwartet …

Seite an Seite mit seiner jungen Kollegin Sina Bachmann gerät Borg in ein Netz aus Mord, Glücksspiel und Drogenschmuggel. Oliver Borgs dritter Fall entpuppt sich als Katz-und-Maus-Spiel, das den mutigen Kommissar von den höchsten Kreisen der Braunschweiger Gesellschaft über Speeddating bis in die Sadomasoszene führt.

Borg ermittelt in einem zwielichtigen Etablissement, und sein Spürsinn führt ihn diesmal von Braunschweig über Heidelberg nach Wolfsburg und Gifhorn in eine „fesselnde“ und „schwarze“ Welt.

Dieser Deutschland-Krimi stellt das Genre auf den Kopf, verblüfft durch überraschende Direktheit, spielt mit unerwartetem Humor und schockt auf ungewöhnliche Weise.

Der „Verlag in Farbe und Bunt“ über den Autor:

Danny Morgenstern ist ein deutscher Autor, Moderator, Tanzlehrer, Trainer und Business-Knigge-Coach auf der Basis der Empfehlungen des Arbeitskreises Umgangsformen International. Er hat mittlerweile über 15 Bücher geschrieben, ist als James-Bond-Experte mehrfach im Fernsehen aufgetreten und war Gast bei Talk-Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Morgenstern arbeitet eng mit verschiedenen Radio- und TV-Sendern zusammen und unterstützt Journalistinnen und Journalisten bei den Themenbereichen ‚James Bond‘, ‚Knigge und Umgangsformen‘ und ‚Körpersprache‘.

Unter seinem richtigen Namen vermietet Dan Braun seit Jahren seinen Körper und seinen Geist. Er wurde Ende der 70er-Jahre in Niedersachen geboren, heiratete viele Jahre später in Amerika und lebt heute mit seiner Frau und seinen Kindern in Deutschland. Braun hat sich bei seiner Arbeit als Autor erstmals dem Genre Krimi gewidmet und sich mit der überdurchschnittlichen Brutalität seiner bildhaften Sprache umgehend ein Markenzeichen geschaffen. Die bisherigen Bücher, die der Autor unter seinem richtigen Namen schrieb, waren allesamt erfolgreich, und er konnte sich als Schriftsteller auf dem Buchmarkt etablieren. Über seine Arbeit an diesem Buch sagt Braun: ‚Der Leser weiß, wo die meisten Romane haltmachen. Man muss darüber hinausgehen.‘

Dienstag, 28. Oktober 2025, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Danny Morgenstern: „Kleine Mädchen schält man nicht“, Verlag in Farbe und Bunt, 660 Seiten, ISBN 9783959365987, Preis: 28,00 Euro.

„Kathmandutal“: Lesung mit Anna Hanisch

„Kathmandutal“: Lesung mit Anna Hanisch

Literarische Reise in ein bemerkenswertes Land

Aus ihrem ersten Roman „Kathmandutal – Eine Geschichte von Menschen und Hunden in Nepal“ liest die Bad Harzburger Autorin Anna Hanisch am Mittwoch, 30. Juli 2025, um 19 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT.

In ihrem Buch erzählt Anna Hanisch die ungewöhnliche Geschichte eines sehr jungen verwaisten Straßenhundes, der in den Gassen Kathmandus, der Landeshauptstadt Nepals, allein überleben muss. Dabei trifft er auf Raju, einen jugendlichen Nepalesen, der zusammen mit seiner bereits verwitweten Mutter Sanu auf einer Baustelle als Träger arbeitet. Entgegen den gesellschaftlichen Konventionen entsteht zwischen Sanu und deren Vorgesetzten Kamal eine große Zuneigung.

Doch Raju fällt in die Hände von Kriminellen und verschwindet plötzlich. Es beginnt eine verzweifelte Suche der Mutter nach ihrem Sohn. Als plötzlich auch noch eine Naturkatastrophe eintritt und politische Ereignisse das Land in Unruhe versetzen, müssen Mutter und Sohn getrennt voneinander ihre Lage meistern.

In dem Roman beleuchtet Anna Hanisch die kulturelle Bedeutung der Hunde in Nepal, die Hintergründe der handelnden Personen, ihre individuellen Schicksale und Familiengeschichten.  Immer wieder wird Bezug genommen auf die lebendigen Mythen und Geschichten, die charakteristisch für Nepal und das Kathmandutal sind. Eine weitere Rolle spielt ein geheimnisvolles altes Buch. Es geht durch verschiedene Hände und hat für die handelnden Personen unterschiedliche Bedeutung.

„Kathmandutal“ ist eine außergewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, sowie die von einem Jungen und einem Straßenhund. Es ist aber auch eine Betrachtung der Gesellschaft im heutigen Nepal. Die Erzählung nimmt die Leser mit auf eine ereignisreiche Reise in ein bemerkenswertes Land, dessen Gebräuchen und Lebensart. Sie eröffnet einen erweiterten Blick auf eine Region, die vielen manchmal nur durch Bergsteigergeschichten vom Mount Everest und den Bildern von schneebedeckten Bergen bekannt ist.

Zur Autorin

Anna Hanisch

Anna Hanisch wurde 1961 in Braunlage geboren, ist in Bad Harzburg bis 1979 auf das Werner-von-Siemens-Gymnasium gegangen und danach für das Studium nach Marburg gezogen. Sie hat viele Reisen, vor allem nach Nepal und Indien unternommen. Anna Hanisch spricht Hindi und Nepali und fühlt sich mit den Menschen dort sehr verbunden.

Die Idee zu ihrem Buch entstand während eines siebenjährigen Aufenthalts in Nepal. Durch ihr Studium der Kulturwissenschaften in Marburg hatte Anna Hanisch Nepal seit 1982 regelmäßig besucht. Nach der Heirat 1993 mit dem Indologen Dr. Albrecht Hanisch erhielt dieser 2007 den Posten des Direktors des „Nepalese German Manuscript Catalogueing Project“ (NGMCP) in Kathmandu durch die Universität Hamburg.

Besonders in der nun folgenden Zeit konnte die Autorin viel über das Land und die Menschen erfahren. Auch seit der Rückkehr im Jahr 2014 steht sie in regem Kontakt zu Freunden aus Nepal. Leider ist Anna Hanischs Ehemann im Jahr 2015 in Bad Harzburg verstorben. 2018 beschloss sie daher, wieder nach Marburg zu ziehen. Es blieb nicht viel Zeit und Energie für ein Buch. Da ihre Mutter aber in Bad Harzburg lebt, entschied Anna Hanisch, im Jahr 2024 wiederum in den Harz zu ziehen, um sie zu unterstützen. Innerhalb weniger Monaten hat sie dann das Buch fertigstellen können.

Anna Hanisch: „Kathmandutal – Eine Geschichte von Menschen und Hunden in Nepal“, Rediroma-Verlag, 372 Seiten, ISBN 9783988855794, Preis: 16,95 Euro.

Lesung mit Anna Hanisch
Mittwoch, 30. Juli 2025, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

„Frohe Feste“ mit der BÜCHER-HEIMAT

„Frohe Feste“ mit der BÜCHER-HEIMAT

Gute Ansichten und Aussichten

Ehrenamtliche der BÜCHER-HEIMAT tauschen sich bei Treffen aus – Nächster gemeinsamer Termin im „Aussichtsreich“

Auch am Rande munterer Diskussionen…

„Tages Arbeit, abends Gäste! Saure Wochen, frohe Feste! Sei dein künftig Zauberwort.“ Niemand Geringeres als Dichterfürst Joann Wolfgang von Goethe schrieb diese Zeilen („Der Schatzgräber“) und formulierte damit schon 1797 die aktuelle Maxime des Teams der BÜCHER-HEIMAT. Wobei von „saurer“ Arbeit nicht die Rede sein kann, denn die Mitmach-Buchhandlung ist für die Ehrenamtlichen auch Herzensangelegenheit. Gerade darum aber stehen „frohe Feste“ und gesellige Runden, die die Gemeinschaft fördern, hoch im Kurs.

Nach dem jüngsten Treffen im „Bella Roma“ zumindest war sich die Runde einig, dass solche Zusammenkünfte regelmäßiger stattfinden sollen. Angedacht ist ein Drei-Monats-Rhythmus. Denn zum einen können nie alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter der BÜCHER-HEIMAT an einem Termin, zum anderen wird bei den Treffen auch immer wieder deutlich, dass sich doch stets viele Infos und Anekdoten aus dem Buchhandlungs-Alltag ansammeln, die unbedingt untereinander ausgetauscht werden müssen.

…findet immer irgendwer auch irgendwas zum Lesen…

Zudem kommt der Spaß nie zu kurz, wenn die BÜCHER-HEIMAT ruft. Und die Liebe zu dem erfolgreichen Projekt muss ja nicht ausschließlich über Buchseiten wachsen, Liebe darf auch einmal durch den Magen (oder besser erstmal über den Gaumen) gehen…

Neben dem Spaß und dem persönlichen Erfahrungsaustausch stößt das Team aber immer auch auf Themen, die Verbesserungspotenzial bieten. Vermutlich werden bei dem Tempo, für das das BÜCHER-HEIMAT-Team bekannt ist, bereits im Sommer die jetzt neuen Themen Schnee von gestern sein. Falls es aber neue Ideen gibt, können diese am 23. Juni 2025 in der nächsten großen Runde „abgearbeitet“ werden. Dann lädt die BÜCHER-HEIMAT alle Ehrenamtlichen zu einem Treffen ins „Aussichtsreich“ auf den Burgberg ein. Was in jeder Hinsicht gute Aussichten verspricht…

2 x Rückenwind für eine starke Idee

2 x Rückenwind für eine starke Idee
Dirk Junicke, Sonja Weber, Michael Bartsch und Monika Runge wollen mit den 1000 Euro der Targobank eine weitere literarisch-musikalische Sommernacht auf dem Gestüt veranstalten.

Zwei Sponsoren fördern den Lesungsreigen

Am 2. April 2025 feiert die BÜCHER-HEIMAT ihren dritten Geburtstag. Und das „Kind“ entwickelt sich prächtig – auch dank der Unterstützung, die es von vielen Seiten erhält. Gefördert wird dabei insbesondere natürlich der gemeinnützige Part der Mitmach-Buchhandlung, den viele Ehrenamtliche tragen und der besonders mit einer großartigen Reihe von Lesungen aufwartet. Der Blick in den „Rückspiegel“ ruft in Erinnerung, welche Autorinnen und Autoren schon in der BÜCHER-HEIMAT zu Gast waren.

Ganz entscheidend ist dabei, dass alle Veranstaltungen kostenfrei sind, um einen niedrigschwelligen Zugang zum Kulturgut Buch und zur Teilhabe am kulturellen und sozialen Miteinander zu ermöglichen. Genau diesen Ansatz fördert in diesem Jahr einmal mehr auch der Landkreis Goslar: Mit 2000 Euro aus der Kulturförderung wird das Veranstaltungsteam um Monika Runge zweckgebunden bei der Fortsetzung der kostenfreien Lesungsreihe unterstützt.

Eine ganz besondere Form dieser Lesungen soll mit den 1000 Euro gefördert werden, die jetzt die Targobank in Goslar aus ihrer „Sozialdividende“ an die BÜCHER-HEIMAT übergab. Dirk Junicke, Sonja Weber und Monika Runge von der Mitmach-Buchhandlung vereinbarten mit Targobank-Filialleiter Michael Bartsch, dass das Geld in eine weitere Auflage des „Literarisch-musikalischen Sommerabends im Gestüt“ fließen soll.

Diese spezielle Veranstaltung erlebte im Sommer 2024 ihre Premiere und war auf Anhieb ein voller Erfolg. Nach dem Abend mit dem mit dem St. Nicolai-Frauenchor Bettingerode-Westerode und der Solokünstlerin Ines Seefeldt aus Seesen sowie mit den „eingestreuten“ Lesungen von  Sonja Weber und Monika Runge hatten viele Besucherinnen und Besucher sofort nach einer Fortsetzung gefragt. Die wird es nun auch dank der Unterstützung der Targobank Goslar geben können.

Starke Partnerschaft: Harzburger Aktion

Starke Partnerschaft: Harzburger Aktion
Karl-Heinz Krückert, Andrea Haniak, Sonja Weber, Nadine Ludwig und Berit Nachtweyh lenken die Geschicke der Harzburger Aktion und zogen in der BÜCHER-HEIMAT eine starke Bilanz der Jugendbuchwoche. Foto: Weber

Jugendbuchwoche startet in der BÜCHER-HEIMAT

In der BÜCHER-HEIMAT haben – nomen est omen – Bücher eine Heimat in Bad Harzburg gefunden. Noch viel mehr aber alle Menschen, die gern lesen und ein gutes Buch zu schätzen wissen. So ist es denn auch wenig verwunderlich, wenn die Harzburger Aktion zu ihrer Hauptversammlung inklusive Rückblick und Planungen der Jugendbuchwoche und des Jugendliteraturpreises „Eselsohr“ in der Mitmach-Buchhandlung zusammenkommt.

BÜCHER-HEIMAT-Gastgeberin Sonja Weber gehört zudem zusammen mit Berit Nachtweyh, Nadine Ludwig, Andrea Haniak und Karl-Heinz Krückert zu den Harzburger-Aktion-Aktivisten, die die Jugendbuchwoche organisieren. Und die gemeinnützige Buchhandlung gehört seit ihrem Start neben Schulen und Kindergärten zu den festen Schauplätzen, an denen Lesungen mit den Jugendbuchautoren stattfinden.

Nach einer erfolgreichen Jugendbuchwoche 2024 ist der Blick der Verantwortlichen bereits auf die Jugendbuchwoche 2025 gerichtet. In der Zeit vom 4. bis 7. November werden der Autor, Theaterpädagoge und Schauspieler Jörg Isermeyer, Autorin und Dozentin für Storytelling Corinna Antelmann sowie Autorin Fee Kramer in Bad Harzburg zu Gast sein. Gleich zum Auftakt wird das Trio in der BÜCHER-HEIMAT im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung lesen.

Bad Harzburger Sagenbuch neu aufgelegt

Bad Harzburger Sagenbuch neu aufgelegt

Ein sagenhafter Burgberg-Bestseller

„Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist der Titel eines märchenhaften Buches, in dem Sonja Weber die alten Harzer Sagen neu erzählt – und für einen lokalen Bestseller sorgte. Nun hat die Bad Harzburg-Stiftung als Retterin und „Betreiberin“ des Harzsagenschein der Bildhauer Eduard und Franz Bergmann (Vater und Sohn) noch einmal 500 Exemplare aufgelegt.

Seit 2014 präsentiert die Bad Harzburg-Stiftung nach aufwändiger Restaurierung den in den 1930er Jahren entstandenen Harzsagenschrein wieder in der Harzsagenhalle auf dem Burgberg.

Vom Start weg, parallel zur Sanierung des Harzsagenschreins und zur Wiedereröffnung der Harzsagenhalle im August 2014, waren die sagenhaften Geschichten rund um die Geschichten des Schreins vor allem bei Besuchern der Harzsagenhalle auf dem Burgberg sehr gefragt. Mehr als 1400 Exemplare fanden neue Fans, davon wurden nahezu 1000 Bücher direkt in der Harzsagenhalle verkauft.

Verantwortlich für den Erfolg war zum einen die Nähe zur lokalen Attraktion auf dem Bad Harzburger Hausberg, zum anderen aber ohne Frage auch die Konzeption des Buches, zu dem Sonja Weber die Texte und Luca Weber die Illustrationen beisteuerte. Die Autorin beließ es nicht dabei, „nur“ märchenhafte Sagen zu erzählen. Zu jeder Sage gibt es Basteltipps oder Rezepte und ein Plus an Hintergrundwissen. Was die Bücher zu sagenhaften Mitbringseln für die ganze Familie macht.

Die dritte Auflage von „Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist bereits wieder gut nachgefragt. Und diese Nachfrage dürfte sich noch steigern, wenn am 6. April die Harzsagenhalle zum ersten Mal in diesem Jahr ihre Pforten öffnet. Bis zum 31. Oktober ist die Harzsagenhalle dann wieder an Sonn- und Feiertagen von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Sonderführungen können unabhängig davon unter (05322) 6523 angefragt werden.

Das Buch „Sagenhafte Geschichte * Sagenhafte Geschichten – Die Sagen der Harzsagenhalle auf dem Bad Harzburger Burgberg“ ist für 7,00 Euro in der Harzsagenhalle, in der BÜCHER-HEIMAT und in der Tourist-Information erhältlich.

Bunte Spielewelt neu im Sortiment

Bunte Spielewelt neu im Sortiment
Das Auge spielt mit: Sonja Weber richtet die neue Spiele-Ecke in der BÜCHER-HEIMAT her.

Lockstoff für den spielenden Mensch

„Denn, um es endlich einmal herauszusagen, der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt.“

Friedrich Schiller (1759-1805)

Petra und Amelia haben nur eine Kritik: Das stets  erfreuliche Kundenaufkommen schränkt die Zeit für Testspiele ein wenig ein.

Das Team der BÜCHER-HEIMAT hat sicher an den deutschen Dichterfürsten gedacht, als es das Sortiment der Mitmach-Buchhandlung erweitert und dabei den Homo ludens, den spielenden Mensch, ins Visier genommen hat. Offeriert werden außergewöhnliche und außergewöhnlich schöne Spiele der Firma Remember.

„Wir machen die Welt ein bisschen bunter“ verspricht der Hersteller und hat die interessante Spielekollektion dem farbenfrohen Outfit ihrer gesamten Produktpalette angepasst. Durchaus knifflig kommen Anlege- und Schiebespiele wie Skubbe, Eckolo oder Poligo daher. Es gilt, durch kluges Anlegen oder geschicktes Verschieben farbige Felder in eine gewinnträchtige Anordnung zu bringen. Das Würfelspiel „Shut the Box“ dürfte derweil vor allem auch all jenen Spaß machen, die strategisches Denken und Handeln als entspannend empfinden.

Fehlen dürfen aber natürlich auch einige Spieleklassiker nicht. Die Memories und Puzzles von Remember kommen dabei ebenfalls kunterbunt daher – was die Aufgabe für erfahrene Puzzlemeister vielleicht erleichtern könnte. In jedem Fall aber ist das Ergebnis der puzzligen Aufgabe sehenswert und könnte sogar als Wand-Zierde dienen.

Gedacht hat das Team der BÜCHER-HEIMAT zudem daran, dass nach anregenden Stunden im Lesesessel und spannend-fröhlichen Spielen in munteren Tischrunden auch mal Bewegung guttun kann: (Soft-)Boccia gibt es in einer Indoor- und einer Outdoor-Variante beim Harzer Wetter sollte man immer auf alles gefasst sein…

Werner Beckmann über „Reim und Zeit“

Werner Beckmann über „Reim und Zeit“

Robert Gernhardt:

Reim und Zeit

Meine Schulzeit liegt knapp 50 Jahre zurück. Und vor ebenso langer Zeit habe ich den Reclam-Heften Lebewohl gesagt – wohl wissend, dass ich ihnen und „Königs Erläuterungen“ durchaus den glücklichen Zieleinlauf beim Abitur verdankte. Nun habe ich mir nach einem halben Jahrhundert mal wieder eines der gelben Hefte aus der Reclam Universal-Bibliothek gegönnt.

Naja, der Begriff „Hefte“ passt in diesem Fall nicht so ganz, denn die schier unendliche Spielwiese, auf der Robert Gernhardts Gedichte blühen und gedeihen durften, bringt den Sammelband „Reim und Zeit“ auf stolze 222 Seiten. Darin, so der Verlag, finden sich „satirische Verse“ beispielsweise auch über Liebe, Alkohol und Fußball. Und über den Reim an sich.

Lyrik liegt mir, schon zu Schulzeiten fand ich Balladen und vielfach auch Gedichte großartig. Meine Favoriten waren seinerzeit allerdings eher Rilke und Lenau, flankiert von den großen Klassikern von Goethe bis Schiller.

Robert Gernhardt (1957 – 2006) entdeckte ich erst während des Studiums, vor allem auch über das Satiremagazin „Titanic“. Kein zweiter Autor stand dabei so fantastisch in der Tradition Wilhelm Buschs. Auch nicht Gernhardts Mitstreiter in der „Neuen Frankfurter Schule“.

Mondgedicht
..,-
fertig ist das Mondgedicht

Heute gilt Robert Gernhardt als einer der wichtigsten zeitgenössischen Dichter deutscher Sprache, hat sich seine Lyrik doch beständig gewandelt und weiterentwickelt. Für meine Person räume ich aber gern ein, dass es bis heute die Nonsens-Verse und satirischen Zeilen sind, die mich zum Fan machten.

Mit „Reim und Zeit“ folge ich dem Dichter jedoch einmal mehr durch die Jahrzehnte. Denn nicht immer steht mir der Sinn nach voluminösen Romanen. Und auch dafür liefert Gernhardt in wohlgesetzten Worten eine Erklärung, die ich sofort unterschreiben könnte:

Ein Gedicht ist rasch gemacht
Schnell auch reimt ein Lied sich.
Aber so ein Zeitroman –
Mein lieber Mann, das zieht sich!

Robert Gernhardt: „Reim und Zeit. Gedichte“, 222 Seiten, ISBN 9783150146989, Preis: 9,00 Euro.