Hans-Joachim Wildner stellt historischen Harz-Roman vor

Zwischen Aufbruch und Widerstand

Mit dem Bau der Eisenbahn erreicht die Industrialisierung im 19. Jahrhundert den Harz – und mit ihr eine Zeitenwende, die Gewinner und Verlierer hervorbringt. Was für die einen Fortschritt und wirtschaftliche Zukunft bedeutet, bedroht für die anderen die über Generationen gewachsene Existenz.

In seinem historischen Roman „Solange die Schienen singen“, den Hans-Joachim Wildner am Donnerstag, 20. Mai 2027, um 19.00 Uhr in der BÜCHER-HEIMAT vorstellt, erzählt er von dieser bewegten Zeit und verbindet die großen Veränderungen des 19. Jahrhunderts mit einer persönlichen Geschichte voller Liebe, Loyalität und Schuld.

Im Mittelpunkt steht der junge Eisenbahningenieur Franz von Gleiwitz, der vom Fortschritt der neuen Technik überzeugt ist. Als der Nordhäuser Bürgermeister den Bau der Harzquer- und Brockenbahn vorantreibt, stößt das Projekt jedoch auf erbitterten Widerstand. Fuhrleute und Handwerker sehen ihre Lebensgrundlage bedroht und kämpfen gegen eine Entwicklung, die sich nicht mehr aufhalten lässt.

Zwischen den Fronten gerät Franz nicht nur beruflich unter Druck. Seine Liebe zu Sophie Heitmüller, der Tochter eines Fuhrmanns, wird durch den Konflikt ihrer Familien und ihrer unterschiedlichen Vorstellungen von der Zukunft auf eine harte Probe gestellt. Gleichzeitig holt Franz ein schreckliches Erlebnis aus seiner Militärzeit ein. Was lange verborgen schien, droht seine Gegenwart und seine Zukunft zu erschüttern.

Vor der eindrucksvollen Kulisse des Harzes erzählt der Roman von einer Epoche, in der sich vertraute Lebenswelten unwiderruflich verändern. Zwischen Fuhrwerken und Lokomotiven, Tradition und technischem Fortschritt, persönlicher Schuld und gesellschaftlichem Wandel müssen die Figuren ihren eigenen Weg finden.

„Solange die Schienen singen“ ist ein historischer Roman über den Preis des Fortschritts – und über Menschen, die sich entscheiden müssen, was sie bewahren und was sie loslassen können. Eine Geschichte über Liebe und Widerstand, über alte Wunden und neue Wege und über den Moment, in dem eine ganze Region beginnt, in eine andere Zukunft aufzubrechen.

Donnerstag, 20. Mai 2027, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Hans-Joachim Wildner: „Solange die Schienen singen“, epv-Verlag, 416 Seiten, ISBN 9783969011089, Preis: 16,00 Euro.

Freitag, 15. September: Schiene und Sterne

Historisches aus dem Ahrens-Archiv zum „Tag der Schiene“: Zwei Fernzüge mit „neuen Wagen der gepolsterten 3. Klasse“ verlassen 1953 gleichzeitig den Bahnhof Bad Harzburg.

Ein aktionsreicher Start ins Wochenende

Es gibt Tage, da sieht es eher mau aus mit den inspirierenden Fakten für ein bebüchertes Kalenderblatt. Und es gibt Tage wie diesen Freitag, 15. September 2023, an denen man gar nicht weiß, wo man anfangen und aufhören soll – und an denen man dann zu allem Überfluss auch noch verschläft.

Fünf Aktionstage, die heute anstehen, haben wir rausgepickt. Und mit dem ersten wollen wir uns gemeinsam aufs richtige Gleis schieben. Heute ist „Tag der Schiene.  Korrekter: Die „Tage der Schiene“ stehen bis Sonntag an. Klingt ja mächtig gewaltig – und man fragt sich unwillkürlich, wieso wir dennoch in Sachen Bahn immer nur Verspätungsmeldungen erhalten.

So gesehen passt der fragende Buchtitel „Wieso? Weshalb? Warum? junior, Band 9: Die Eisenbahn“. In Braunschweig werden jetzt sicher einige Fragen beantwortet, da ist beispielsweise bei Alstom und Siemens Mobility einiges los und am Schlossplatz ist für Samstag die „Erlebniswelt Schiene“ angekündigt. Viele weitere Veranstaltungen sind auf der Website „Tag der Schiene“ (ext.) zu finden.

Noch bis heute Abend können wir uns auf die „Earth Night“ (ext.) in Deutschland und Österreich vorbereiten. Angestrebt wird damit der „Schutz der Nacht durch Eindämmung der Lichtverschmutzung“. Da wäre die St. Andreasberger Sternwarte im Internationalen Haus Sonnenberg  sicher dabei. Dort startet mit der Earth Night heute das Sankt Andreasberger Teleskoptreffen (STATT) mit tollem Programm. Ansonsten empfiehlt sich für einen Blick in den Nachthimmel „Der Sternenhimmel 2024“  – mit umfangreichem Astrokalender für jeden Tag.

Wem gehört der öffentliche Raum eines Parkplatzes? Diese Frage soll heute der „Internationaler Parking Day” beantworten. Der Umwelt-Aktionstag begann damit, dass in San Francisco ein Parkplatz mit Rollrasen zu einem Park mit (tragbarem) Baum und einer Bank umfunktioniert wurde. Protest auch gegen die enormen Flächen, die allein der „ruhende Verkehr“ in Städten belegt. Dazu könnte „B.A.U.weisen – weise bauen“ passen Der Bund Architektur und Umwelt (B.A.U.) will „mit der Natur für die Menschen“ planen.

Die Schreibweise B.A.U. mit den Punkten führt uns zum nächsten Thema. Heute ist „Internationaler Tag des Punktes“ (International Dot Day). Begangen wird er seit 2004, den Anstoß gab ein mittlerweile weltweit populäres Kinderbuch: „Der Punkt: Kunst kann jeder“. Bei dem Aktionstag geht es allerdings um mehr als „nur“ Kunst, die vielfältige Bedeutung des Punkts nicht allein in der Rechtschreibung, sondern auch in der Geometrie, beim Morsen, der Braille-Schrift oder als Maßeinheit soll gewürdigt werden. Na dann: Machen wir einen Punkt.

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