Mittwoch, 19. April: Stolze Nabelschau

Steigerung nach starkem Start

Ausnahmsweise wollen wir an diesem Mittwoch, 19. April 2023, mal keinen Blick in ein bebüchertes Kalenderblatt werfen, sondern eher BÜCHER-HEIMAT-Nabelschau betreiben.

Die Ehrenamtlichen in der Mitmachbuchhandlung nehmen sich offenkundig den Frühling zum Vorbild und treiben erfolgreiche neue Blüten. So treffen sich die Lesepaten um Organisator Karl-Heinz Nothdurft am kommenden Freitag, 21. April, um 16.00 Uhr in der Küche der BÜCHER-HEIMAT. Herzlich willkommen sind alle, die Freude am Vorlesen im Kindergarten, in Senioren-Residenzen oder an Grundschulen hätten.

Gerade angelaufen ist eine Spendenaktion, die Leben retten kann. Wir wollen einen Defibrillator anschaffen, um vor allem auch an den immer vollen Veranstaltungsabenden für alle Fälle gerüstet zu sein. Wobei es von den lebensrettenden Geräten ohnehin nicht genug in einer Stadt geben kann.

Quasi als offizieller Startschuss für die Spendenaktion dient eine Lesung am 14. Juni in der BÜCHER-HEIMAT. „Viva La Reanimation!“ heißt das Buch, aus dem der Notarzt Dr. Christoph Schenk dann liest. Und welcher Titel könnte besser zum Auftakt einer Defibrillator-Spendensammlung passen?

Wer die Ehrenamtlichen der BÜCHER-HEIMAT bei ihrem Vorhaben unterstützen möchte, kann seinen Beitrag auf das Spendenkonto bei der Harzer Volksbank (BIC: GENODEF1QLB), IBAN DE07 8006 3508 1000 3541 02, überweisen. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

Auf enorme Resonanz stößt derweil auch die Veranstaltungsreihe „BÜCHER-HEIMAT on Tour“. Für den „Literarischen Ausflug nach Wolfenbüttel“ am 31. Mai haben sich innerhalb weniger Tage schon 13 Mitreisende angemeldet.

Am Vormittag machen wir einen literarischen Spaziergang durch die Stadt, auf dem wir erfahren, welche bedeutenden Personen in den letzten Jahrhunderten in Wolfenbüttel gelebt und gewirkt haben. Nach einem gemeinsamen Mittagessen begeben wir uns dann ganz speziell auf die Spuren Gotthold Ephraim Lessings. An den Stellen seines Wirkens wird aus Briefen und Texten vorgelesen. Nach Ende der Führung besteht die Möglichkeit, das Lessinghaus (Foto oben) zu besichtigen.

Die Anreise erfolgt mit der Bahn. Abfahrt 9.45 Uhr ab Bad Harzburg. Die Kosten liegen bei 25,00 Euro (Fahrtkosten + Führung). Die Organisation haben wieder wie schon bei der Grimm-Welt in Kassel Petra Nietsch und Dr. Jutta Nowack übernommen. Anmeldungen in der BÜCHER-HEIMAT oder per Mail an tour@die-buecherheimat.de. Bilanz: Das erste Jahr BÜCHER-HEIMAT war mitreißend – und es wird dank so vieler engagierter Helferinnen und Helfer noch besser!

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Dienstag, 18. April: Luftige Kunst

Jongleure haben heute ihren großen Tag

Mit zwei Händen drei oder gar mehr Bälle in der Luft zu halten, das erschien mir stets als Hexenwerk. Obwohl ich an diesem Dienstag, 18. April 2023, darüber nachdenke, es doch noch einmal zu versuchen. Wir begehen heute den Internationalen Tag des Jonglierens (International Jugglers Day/World Juggling Day).

Vermutlich jedoch hätte ich früher anfangen sollen, um die Erfolgsaussichten zu verbessern. Aber ich schätze, meine Lehrer kannten „Jonglieren in der Schule“ nicht, sonst wäre es vielleicht auch mit meiner Lernmotivation und Lernleistung aufwärts gegangen. Denn dem Jonglieren werden sehr positive Auswirkungen auf die Geisteskraft nachgesagt.

Berühmt wurde das Jonglieren als fester Bestandteil der traditionellen Zirkusartistik. Aber auch außerhalb der Manage kam die Fertigkeit, mehrere Gegenstände mit dem Körper so in der Luft zu halten, dass sich zu jedem Zeitpunkt mindestens einer dieser Requisiten in der Luft befindet, super an. Mein Jugendfreund Frank war darin gut und hatte mehr Schlag bei den Mädchen… Was ganz bestimmt nur am Jonglieren lag.

Aber wenn schon, denn schon würde ich mich heute nicht mit halben Sachen abgeben. „Jonglieren wie ein Profi“  klingt da schon nach einer echten Herausforderung. Und wer in dem Lernprozess auf Nummer Sicher gehen will, der kann natürlich auch „Jonglieren lernen mit Erfolgsgarantie“ wählen.

Quasi als Vorgriff auf eine Veranstaltung der BÜCHER-HEIMAT soll in unserem bebücherten Kalenderblatt nicht unerwähnt bleiben, dass heute vor 117 Jahren (1906) Bertha von Suttner im Rathaus von Kristiania den Friedensnobelpreis entgegennahm. Die Autorin von „Die Waffen nieder!“ als „Roman für den Frieden“ war die erste weibliche Preisträgerin. Mehr über Nobelpreisträgerinnen werden Heike Zumbruch und Gabriele Reichard am Dienstag, 16. Mai, in der Mitmachbuchhandlung erzählen.

Noch ein persönlicher Favorit, obwohl ich kein Musical-Fan bin: Heute vor 37 Jahren (1986) stand im Operettenhaus in Hamburg die Deutschlandpremiere des Musicals „Cats“ von Andrew Lloyd Webber nach Texten von T. S. Eliot „Old Possum’s Book of Practical Cats“ (engl.) an. Das Stück lief fast 15 Jahre in Hamburg (wozu ich mit zwei Besuchen beitrug). „Cats“ gehört damit zu den erfolgreichsten Musicals aller Zeiten.

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Montag, 17. April: Frühlingswoche

„Weniger reden und öfter mal in die Badewanne“

Wir starten an diesem Montag, 17. April 2023, in die Woche, die uns spürbar Richtung Frühling bringen soll. Und wenn die Langzeitprognosen passen, wird es sogar ein angenehmes Walpurgis.

Mich lässt das derzeit insoweit kalt, als mich das Snooker-Fieber gepackt hat. Der Sport reizt mich schon seit studentischen Tagen, obwohl ich denkbar ungeschickt agierte. Was mich aber nur noch mehr über die Cracks staunen lässt, die derzeit die Weltmeisterschaft ausspielen.

Der Hinweis auf Snooker passt in das bebücherte Kalenderblatt. Heute vor 148 Jahren (1875) sollen britische Kolonialoffiziere in Indien die Billardvariante erfunden haben. In „Die faszinierende Welt des Snooker“ führt als Autor Rolf Kalb ein, der im TV die Stimme dieses Sports in Deutschland ist.

Heute ist zudem der Europäische Tag der Jugendinformation. Er soll das Recht aller Jugendlichen auf Zugang zu objektiver und zuverlässiger Information ins Bewusstsein rücken. Was sicher nötig ist. Immerhin haben wir eine fundierte Buchempfehlung: WDR-IT-Experte Jörg Schiebs „Schluss mit all dem Fake im Netz“ (eBook) hilft dabei, Fake „zuverlässig zu erkennen und abzuwehren“.

„Mehr als ein Champion“ – über den Stil des Boxers Muhammad Ali schrieb Jan Philipp Reemtsma. Deutlich weniger elegant als bei vielen Ali-Kämpfen ging es heute vor 163 Jahren (1860) im britischen Farnborough bei einem illegalen Boxkampf zwischen dem 33-jährigen inoffiziellen englischen Schwergewichtsmeister Tom Sayers und dem acht Jahre jüngeren US-Amerikaner John C. Heenan zu.

Das Ganze war eher ein Gemetzel: Nach mehr als 40 Runden und über zwei Stunden wurde der Kampf unterbrochen, als Heenan versucht, Sayers zu erwürgen. Der Kampf wurde später fortgesetzt, bis beide Kontrahenten völlig entkräftet waren. Wertung: unentschieden.

Ihren 138. Geburtstag (1885) könnte heute Karen Blixen feiern. Kennen Sie nicht?  In Deutschland veröffentlichte sie zumeist unter dem Namen Tania Blixen. So auch ihren weltberühmten autobiographischen Roman „Jenseits von Afrika“.

Heute vor 126 Jahren (1897) erblickte ein Autor das Licht der Welt, den die Kritik als den größten Klassiker der amerikanischen Literatur feiert: Thornton Wilder, dreifacher Gewinner des Pulitzer-Preises. Unter anderem für seinen Roman „Die Brücke von San Luis Rey“.

Happy Birthday können wir heute Nick Hornby zurufen, der wohl wichtigste Vertreter der britischen Popliteratur wird 66 Jahre alt (1957). In „Weniger reden und öfter mal in die Badewanne“ bringt er sein „Leben als Leser“ schon in der Titelzeile auf den Punkt…

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Eine Lebenshilfe-Lesung mit Doro May

„Alles außer planmäßig“

Ein Buch für Eltern und Geschwister von Kindern mit Behinderung sowie pädagogische und therapeutische Fachkräfte ist Doro Mays „Alles außer planmäßig“, aus dem die Autorin auf Einladung der Lebenshilfe Goslar in der BÜCHER-HEIMAT liest.

„Heute ist der 7. März und Tina wird 30. Vor 30 Jahren brach meine Welt in Trümmer. Hört sich dramatisch an – und genau das war es. Mein Kummer war grenzenlos, denn mein Baby war behindert und kämpfte auf der Intensivstation um sein kleines Leben…“

Doro May erzählt von Tina, die mit Down-Syndrom auf die Welt kam und dazu im Autismus-Spektrum unterwegs ist. Dabei berichtet sie unverblümt aus dem Wohnheim-Alltag, schildert dramatische Arztbesuche ebenso wie die ganz praktischen Folgen von Inklusion. Unterhaltsam schreibt sie von überraschenden Begegnungen in einem Alltag, der alles andere ist als planmäßig.

„Doro May schildert ungeschönt und in witziger Sprache den oftmals überraschenden Alltag aus erster Hand. Damit zaubert sie mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht und bringt mich zugleich zum Nachdenken. Danke!“

Verleger David Neufeld

Mittwoch, 19. April 2023, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Lesung mit Carsten Kiehne

Vom Harz verzaubern lassen

Carsten Kiehne, so ist im Netz vielfach zu lesen, gehört seit vielen Jahren zu den renommiertesten Kennern der Harzer Sagenwelt. Unter Beweis gestellt hat Kiehne dies als Autor und Herausgeber vieler Bücher. Darunter beispielsweise Werke wie „Kräutersagen aus dem Harz“,  „Bäume – heilig & heilsam“ und „Sagenhaftes Glück“. An diesem Glück im ebenso sagen- wie zauberhaften Harz will Carsten Kiehne seine Zuhörer auch in der BÜCHER-HEIMAT teilhaben lassen.

Der Autor ist zudem als Initiator der Interessensinitiative Sagenhafter Harz und durch TV-Auftritte im ZDF und MDR mit Workshops und Führungen zum Thema im gesamten Harz bekannt geworden. Weiter bildet der Dipl.Sozialpädagoge, Psychotherapeut HP, Reikimeister & Meditationslehrer seit Jahren Sagen- & Märchenerzähler aus.

Donnerstag, 24. August 2023, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Lesung mit Notarzt Dr. Christoph Schenk

Viva La Reanimation: Spenden können Leben retten

„Viva La Reanimation!“ heißt das neue Buch des Notarztes Dr. Christoph Schenk. Und welcher Titel könnte besser zum Auftakt einer Spendensammlung der BÜCHER-HEIMAT gGmbH passen, die einen Defibrillator anschaffen will, um an den Lesungsabenden für alle Fälle gerüstet zu sein. Wobei es von den lebensrettenden Geräten ohnehin nicht genug in einer Stadt geben kann. Wer die Ehrenamtlichen der BÜCHER-HEIMAT bei dem Projekt unterstützen möchte, kann seinen Beitrag auf das Spendenkonto bei der Harzer Volksbank (BIC: GENODEF1QLB), IBAN DE07 8006 3508 1000 3541 02, überweisen. Spendenbescheinigungen werden ausgestellt.

„Als Notarzt im Blaulichtmilieu“ überschreibt der Rowohlt-Verlag seinen Beitrag zu den „Geschichten aus dem echten Leben – von einem Notarzt, dem nichts Menschliches fremd ist“. Seit über 20 Jahren ist er im Einsatz: Dr. med. Christoph Schenk reanimiert, stabilisiert, operiert und rettet Leben.

Als Notarzt ist für ihn jeder Einsatz eine neue Herausforderung – sei es ein dramatischer Verkehrsunfall, bei dem jede Hilfe zu spät kommt, eine spontane Geburt am Straßenrand oder verwechselte Medikamente, die bei Oma einen veritablen Rausch und bei den Enkeln große Sorge auslösen. Kein Tag ist wie der andere – und gerade das macht für Schenk den Reiz seiner Arbeit aus.

In seinem Buch hat er nun die spektakulärsten, anrührendsten und kuriosesten Fälle zusammengetragen, gut beobachtet, temporeich und mit feinem Humor kommentiert.

Mittwoch, 14. Juni 2023, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Lesung mit Roland Lange

Ein „Harzsturm“ zerrt an den Nerven

Lokalkolorit und eine gehörige Portion Spannung verspricht der neue Harz-Krimi des 1954 in Förste (bei Osterode) geborenen Autors Roland Lange. Der „Harzsturm“ wird auch an den Nerven der Besucher der Lesung in der BÜCHER-HEIMAT zerren.

Zum Inhalt: Bauunternehmer Heinze will vom Aufschwung im Harz profitieren und verstrickt sich beim Bau einer riesigen Baumhotel-Anlage in illegale Machenschaften. Ein Mitarbeiter und Vertrauter Heinzes will auspacken. Damit setzt er eine tödliche Spirale in Gang. Zur selben Zeit scheint Stefan Blumes Leben aus den Fugen zu geraten. Freundin Katja hat ihn vor die Tür gesetzt. Ziellos reist er nun mit einem Wohnmobil im Harz umher. Auf einem Campingplatz lernt er einen Mann kennen, der einen USB-Stick mit brisanten Informationen bei sich trägt. Als ihn dieser Mann kurz darauf mit vorgehaltener Waffe zu einer gemeinsamen Fahrt ins Ungewisse zwingt, ahnen sie beide nicht, dass über dem Harz ein gewaltiger Sturm aufzieht.   Mitten im tobenden Unwetter erfährt Blume, dass Katja verschwunden ist und zudem des Mordes verdächtigt wird. Er nutzt die erste Gelegenheit, um seinem Entführer zu entkommen und sich auf die Suche nach Katja zu machen. Nach und nach begreift er, dass ihr Verschwinden, der USB-Stick seines Entführers, und die Interessen skrupelloser Immobilienhaie miteinander verwoben sind. Ein Wettlauf mit dem Tod beginnt.

Donnerstag, 21. September 2023, 19.00 Uhr, BÜCHER-HEIMAT
Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten
Anmeldung in der BÜCHER-HEIMAT,
Telefon  (05322) 9059599 | Mail: info@die-buecherheimat.de

Sonntag, 16. April: Und noch ein Trip-Tipp

Blumen sind schöner als Satzzeichen

Mit Satzzeichen hatte ich es nie so, also werde ich mich an diesem Sonntag, 16. April 2023, einmal mehr auf die Blumenwelt stürzen. Bei den Aktionstagen wäre beides drin.

Zum einen haben wir heute den Internationalen Welttag des Semikolons (World Semicolon Day). Mit Kommata allein hatte ich schon meine Schwierigkeiten; aber Semikolon habe ich nie verstanden. Hoffentlich habe ich es hier richtig gesetzt, denn der Strichpunkt soll eine stärkere Trennung als das Komma, aber eine schwächere als der Punkt bewirken. Alles über „Komma, Punkt und alle anderen Satzzeichen“ vermittelt das Handbuch Zeichensetzung aus dem Hause Duden.

Dann richte ich mein Augenmerk doch lieber auf den „National Orchid Day“, der heute in USA begangen wird. Orchideen finde ich faszinierend und sind tatsächlich deutlich schöner anzuschauen als jedes Komma oder Semikolon.

Wer bei Orchideen ausschließlich an exotische Dschungelgewächse denkt, ist schief gewickelt. „Die Orchideen Deutschlands“ sind eine faszinierende Lektüre. Wer sich als Züchter versuchen will, greift zu „Orchideen für Einsteiger“ und lernt alles über die schönsten Sorten und die beste Pflege.

Ein weiterer Jahrestag aus der „Grüne-Daumen-Welt“ bringt mich schon wieder zu einem Ausflugstipp: Heute vor 59 Jahren (1964) wurde anlässlich der Wiener Internationalen Gartenbauausstellung der Donaupark und der 252 Meter hohe Donauturm eröffnet.

Was mich daran erinnerte, dass seit Freitag die Bundesgartenschau in Mannheim und die Landesgartenschau in Bad Gandersheim (ext.) laufen. Nachdem ich gestern den Besuch des Barberini-Museums in Potsdam als „quasi vor der Haustür“ empfohlen habe, ist Mannheim zum einen fast aus der Welt und Bad Gandersheim nicht allein meine Geburtsstadt, sondern wirklich vor der Harzer Haustür. Dringende Besuchsempfehlung!

Ein großes Datum für einen großen Geist: Heute vor 110 Jahren (1913) trafen Albert Schweitzer (Biografie) und seine Frau Helene in Lambaréné in Französisch-Äquatorialafrika (Gabun) ein und bauen eine Missionsstation auf. Vor 70 Jahren wurde ihm der Friedensnobelpreis zugesprochen.

Der „Urwaldarzt“, der sich auch als Philosoph, evangelischer Theologe, Organist, Musikwissenschaftler und Pazifist einen Namen machte, gilt sehr zu Recht als großes Vorbild humanistischer Denkungsweise und gelebten Christentums. „Aus meinem Leben und Denken“ führt zu einer weiteren Schrift Schweitzers und sollte vor allem „Die Ehrfurcht vor dem Leben“ wecken oder wach halten.

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Samstag, 15. April: Mit Geld klimpern

„Kuckuck, Kuckuck, rufts aus dem Wald…“

An diesem Samstag, 15. April 2023, sollte ein Waldspaziergang eingeplant werden. Der könnte sich in klingender Münze auszahlen, denn heute begehen wir den Kuckuckstag.

Tatsächlich kehrt der Kuckuck etwa Mitte April aus seinem Winterquartier in Afrika zurück nach Mitteleuropa. Was ihm den Ruf eines Frühlingsboten eingebracht hat. Der Volksglaube empfiehlt übrigens dringend, in diesen Tagen einen Geldbeutel mit sich zu tragen: Wenn man den Kuckuck zum ersten Mal hört und dann mit dem Geld klimpert, wird es das ganze Jahr über nicht weniger. Was angesichts der aktuellen Inflationsraten eine echte Ansage ist.

Heute vor 149 Jahren (1874) hätte man nach Paris fahren müssen, um ein Bild zu bestaunen, dass die Kunstwelt verändern sollte: Claude Monets „Impression, soleil levant“ (Impression, Sonnenaufgang) wurde zum ersten Mal gezeigt. Die Kunstrichtung des Impressionismus war geboren.

Aktuell haben wir das Glück, das Meisterwerk Monets quasi vor der eigenen Haustür bestaunen zu können. „Sonne. Die Quelle des Lichts in der Kunst“ ist eine grandiose Ausstellung überschrieben, die noch bis zum 11. Juni im Museum Barberini in Potsdam (ext.) zu sehen ist.

Sonne können wir nach dunklen Wintermonaten gebrauchen, Und es ist beileibe nicht allein Monet, der uns ihre Strahlen im Barberini schenkt. Sonia Delaunay, Otto Dix, Albrecht Dürer, Olafur Eliasson, Adam Elsheimer, Max Ernst, Caspar David Friedrich, Joan Miró, Claude Monet, Edvard Munch, Odilon Redon, Peter Paul Rubens, Katharina Sieverding und William Turner – das Who-is-Who der Kunst trifft sich in der Ausstellung.

Wer den Potsdam-Abstecher nicht mehr eintakten kann, kann die „Sonne – Die Quelle des Lichts in der Kunst“  im 200 farbige Abbildungen umfassenden Katalog nachempfinden. Und wenn man wie ich ein Monet-Fan ist, bietet sich zudem die Biografie „Monet oder Der Triumph des Impressionismus“ an. Sie ist ganz dem Maler gewidmet, der sich wie kein anderer (erfolgreich) bemühte, das Licht auf Leinwand festzuhalten. Wobei ich persönlich Turner da durchaus auch im Spiel sehe.

Wem dies alles nun zu viel Kunst ist, der wird bei einem Besuch schnell entdecken, dass die brandenburgische Landshauptstadt noch viel mehr zu bieten hat. „Highlights in Potsdam“ ist nach eigenem Bekunden der „praktische Begleiter für Entdeckungstouren durch die Stadt“. Auf geht’s!

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Freitag, 14. April: Da staunt die Welt

Auf rollendem Bürgersteig in die Zukunft

Ein Feiertags-Montag bringt alles durcheinander. Es fällt mir schwer, mich an diesem Freitag, 14. April 2023, schon wieder auf ein Wochenende einzustellen. Zumal sich der April wettertechnisch von seiner schlechteren Seite zeigen soll.

Richtig Grund zum Feiern hatte am 14. April 1900 quasi die ganze Welt: Der französische Staatspräsident Émile Loubet eröffnet die Pariser Weltausstellung. Was damals so außergewöhnlich allerdings auch nicht war. Paris lud 1855, 1867, 1878,1889, 1900, 1925 und 1937 zu Weltausstellungen ein.

Darüber nachzulesen ist jedoch nicht ganz so einfach. Auf die Schnelle fand ich zur Weltausstellung 1900 nur das Kinderbuch „Die Lichter von Paris“, die Émile auf der Weltausstellung zu den spektakulären Neuerungen begleiten. Der Eiffelturm hatte seine „Coming-Out“ ja schon ein Jahr zuvor gehabt, aber ein Oberleitungsbus, Rolltreppen und ein rollender Bürgersteig ließen die Besucher staunen. Begossen werden konnte alles mit Krimsekt, der bei dieser Gelegenheit seinen Durchbruch feierte.

 Mehr als 48 Millionen Besucher kamen vor 123 Jahren nach Paris, die Weltausstellung gehört damit zu den erfolgreichsten ihrer Art. Mehr Weltausstellungsbilder aber findet man heute von „Paris 1867“. Und das Jahr hatte auch etwas für spezielle Interessen: „Die Bienenzucht in der Weltausstellung zu Paris 1867“.

Ich bin ja bis heute glühender Fan der Expo 2000 in Hannover. Von der allerdings ist auch auf dem Buchmarkt nicht so viel geblieben. Geschweige denn von den Bauten. Der niederländische Pavillon war ein echter Hingucker, aber anders als dem Weltausstellungs-Vorzeigebau schlechthin, dem Eiffelturm, war ihm keine glanzvolle Zukunft beschieden. Immerhin mit allen Expo-Bauten wartet der „Architekturführer Hannover“ auf.

Heute vor 240 Jahren (1783) wurde Gotthold Ephraim Lessings Schauspiel „Nathan der Weise“, zwei Jahre nach dem Tod des Dichters, in Berlin uraufgeführt. Lessing setzte damit seinem Freund Moses Mendelssohn ein literarisches Denkmal.

Geschichte schrieb am 14. April 1985 ein deutscher Sportler: Der Golfprofi Bernhard Langer gewann als erster Deutscher das Masters-Turnier in Augusta (Georgia). „Das Phänomen Bernhard Langer“ mit der schönen Unterzeile „alt werden nur die anderen“ wartet mit Bildern aus der Karriere Bernhard Langers auf.

Und dann kommt man natürlich nicht an dem 14. April 1912 vorbei, als um 23.40 Uhr die Titanic im Nordatlantik einen Eisberg rammte. Das Schiff der White Star Line sank innerhalb weniger Stunden, 1514 Menschen kommen ums Leben. „Titanic“ erzählt über „das Schiff, den Untergang, die Legenden“.

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