Samstag, 15. April: Mit Geld klimpern

„Kuckuck, Kuckuck, rufts aus dem Wald…“

An diesem Samstag, 15. April 2023, sollte ein Waldspaziergang eingeplant werden. Der könnte sich in klingender Münze auszahlen, denn heute begehen wir den Kuckuckstag.

Tatsächlich kehrt der Kuckuck etwa Mitte April aus seinem Winterquartier in Afrika zurück nach Mitteleuropa. Was ihm den Ruf eines Frühlingsboten eingebracht hat. Der Volksglaube empfiehlt übrigens dringend, in diesen Tagen einen Geldbeutel mit sich zu tragen: Wenn man den Kuckuck zum ersten Mal hört und dann mit dem Geld klimpert, wird es das ganze Jahr über nicht weniger. Was angesichts der aktuellen Inflationsraten eine echte Ansage ist.

Heute vor 149 Jahren (1874) hätte man nach Paris fahren müssen, um ein Bild zu bestaunen, dass die Kunstwelt verändern sollte: Claude Monets „Impression, soleil levant“ (Impression, Sonnenaufgang) wurde zum ersten Mal gezeigt. Die Kunstrichtung des Impressionismus war geboren.

Aktuell haben wir das Glück, das Meisterwerk Monets quasi vor der eigenen Haustür bestaunen zu können. „Sonne. Die Quelle des Lichts in der Kunst“ ist eine grandiose Ausstellung überschrieben, die noch bis zum 11. Juni im Museum Barberini in Potsdam (ext.) zu sehen ist.

Sonne können wir nach dunklen Wintermonaten gebrauchen, Und es ist beileibe nicht allein Monet, der uns ihre Strahlen im Barberini schenkt. Sonia Delaunay, Otto Dix, Albrecht Dürer, Olafur Eliasson, Adam Elsheimer, Max Ernst, Caspar David Friedrich, Joan Miró, Claude Monet, Edvard Munch, Odilon Redon, Peter Paul Rubens, Katharina Sieverding und William Turner – das Who-is-Who der Kunst trifft sich in der Ausstellung.

Wer den Potsdam-Abstecher nicht mehr eintakten kann, kann die „Sonne – Die Quelle des Lichts in der Kunst“  im 200 farbige Abbildungen umfassenden Katalog nachempfinden. Und wenn man wie ich ein Monet-Fan ist, bietet sich zudem die Biografie „Monet oder Der Triumph des Impressionismus“ an. Sie ist ganz dem Maler gewidmet, der sich wie kein anderer (erfolgreich) bemühte, das Licht auf Leinwand festzuhalten. Wobei ich persönlich Turner da durchaus auch im Spiel sehe.

Wem dies alles nun zu viel Kunst ist, der wird bei einem Besuch schnell entdecken, dass die brandenburgische Landshauptstadt noch viel mehr zu bieten hat. „Highlights in Potsdam“ ist nach eigenem Bekunden der „praktische Begleiter für Entdeckungstouren durch die Stadt“. Auf geht’s!

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