Dienstag, 3. Oktober: Tag der deutschen Einheit

Einigkeit im Dauerstreit?

Den „Tag der deutschen Einheit“ begehen wir wieder an diesem Dienstag, 3. Oktober 2023. Einige pilgern dazu wie der Harzklub auf den Brocken, andere können keine Einheit entdecken, sehen das Land eher auseinanderdriften. Aber stimmt das?

Für Furore sorgt derzeit Stefan Mau, Professor für Makrosoziologie, einer der Stars seiner Branche. Seine Studie „Triggerpunkte. Konsens und Konflikt in der Gegenwartsgesellschaft“ zeigt eine Gesellschaft, die sich in der Bedeutung von Themen wie Migration oder Klimaschutz eher einig ist – und sich heftig über die Lösungsansätze zerstreitet

Festzuhalten bleibt allerdings, dass die ungläubige Jubelstimmung aus dem Wendejahr schon sehr lange verflogen ist. Das „Jahrbuch Deutsche Einheit 2023“ versammelt laut Ankündigung des Verlages „15 Beiträge, in denen die nur scheinbar getrennten Konflikte um Zugehörigkeit erstmals im Zusammenhang diskutiert werden“. Und Valerie Schönian führt in „Ostbewusstsein“ aus, „warum Nachwendekinder für den Osten streiten und was das für die Deutsche Einheit bedeutet“.

Für Furore sorgte Moderator Constantin Schreiber vor wenigen Jahren mit seinen Büchern „Inside Islam“ („Was in Deutschlands Moscheen gepredigt wird“) und „Kinder des Koran“ („Was muslimische Schüler lernen“). Er landete mit seinen kritischen Bestandsaufnahmen Bestseller – und will nun gar nichts mehr zum Thema sagen, nachdem er „als Islamfeind und rechtsextrem verleumdet“ worden sei. Heute kann man sich selbst ein Bild machen, es ist der „Tag der offenen Moschee“. Mehr zu dem Angebot in Goslar gibt es auf dieser Facebook-Seite.

Heute vor 103 Jahren (1920) wurde auf der Pariser Pferderennbahn Longchamp zum ersten Mal der Prix de l’Arc de Triomphe vergeben. Am Sonntag lief auch der aktuelle deutsche Derbysieger Fantastic Moon aus dem Stall „Liberty Racing 2021“ um Manager Lars-Wilhelm Baumgarten (Bad Harzburg). Leider chancenlos. Aber da bald Weihnachten ist, hätten wir noch schnell eine „Pferde-Geschenktipp“:  Egon Knofs opulenter Band „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“ macht sich unter jedem Weihnachtsbaum gut.

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Dienstag, 11. Juli: Nur noch elf Tage

Spannende Pferderennen und eine grandiose Atmosphäte wie hier 1978 erwarten die Besucher in elf Tagen wieder auf der Galopprennbahn. Foto: Ahrens-Archiv/Bad Harzburg-Stiftung

Schnelle Pferde und eine Nachtigall

Vom heutigen Dienstag, 11. Juli 2023, aus gesehen sind es noch elf Tage, bis die Boxen für das erste Rennen der 143. Bad Harzburger Galopprennwoche geöffnet werden. Und nicht allein auf der Rennbahn kann man die steigende Spannungskurve schon spüren.

Am Samstag, 22. Juli, wird die Galopprennwoche auf der Naturrennbahn am Weißen Stein eröffnet. Fünf Renntage (22., 23., 27., 29., 20. Juli) und ein riesiges Rahmenprogramm werden dafür sorgen, dass wieder Zehntausende nach Bündheim pilgern. Alle Daten sind auf der Website des Harzburger Rennvereins zu finden.

Auf das Harzer Top-Ereignis bestens eingestimmt dürften einige Harzer „Siegertypen“ rund um Lars-Wilhelm Baumgarten sein: Sie gewannen mit ihrem Rennstall Liberty Racing und „Fantastic Moon“ das Deutsche Derby auf der Galopprennbahn Hamburg-Horn. Und um diese Krone des deutschen Galoppsports ging es heute vor 154 Jahren (1869) zum ersten Mal.

Wer sich ebenfalls auf das Meeting einstimmen möchte, aber aktuell gerade keinen Derbysieger im Stall stehen hat, kann zur ohnehin deutlich günstigeren TV-Konserve greifen. Selten hat eine Fernsehserie einer Sportart so viel Rückenwind beschert wie „Rivalen der Rennbahn“ (DVD) dem Galopprennsport.

Auch wenn manche Kritiker nörgelten, den Machern habe es an Expertise gefehlt. Vielleicht hätten die einen Rennsportklassiker aus dem Jahr 1903 zu Rate ziehen sollen. Mit „Rennreiten“ legte der Sportreiter, Schriftsteller und Journalist Kurt von Tepper-Laski „praktische Tipps für Rennreiter und Manager“ vor.

Ich persönlich werde mich eher lesend in Stimmung bringen und gleichzeitig Spannung aufbauen: Felix Francis legte den Galoppsport-Krimi „Hindernis“ vor. Und Hindernis- bis hin zum Seejagdrennen hat ja auch Bad Harzburg zu bieten. Für viele aber dürfte der Altmeister und Vater von Felix Francis selbst der „Favorit“ sein: Der verstorbene Bestsellerautor und Ex-Jockey Dick Francis hat dank seiner Turf-Thriller immer noch einen legendären Ruf und erhält daher von vielen Fans den „Zuschlag“.

Nun wäre das bebücherte Kalenderblatt heute fast ein reines Galoppgeplauder geworden. Aber dann hätten mir belesene Zeitgenossen sicher (und sehr zu Recht) einen Vogel gezeigt: Heute vor 63 Jahren legte Harper Lee ihren ersten und einzigen Roman vor, der ihr Weltruhm bescherte: „To Kill a Mockingbird“ („Wer die Nachtigall stört“).

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