Dienstag, 4. April: British Invasion

Ein Tag, der einst viele musikalisch prägte

Dieser Dienstag, 4. April 2023, ist der 94. Tag des Jahres. Der hundertste Tag und damit dann auch wiederum bald das erste Drittel des Jahres sind nicht mehr fern. Wenn die Zeit zu rasen scheint, macht ein Blick zurück doppelt Freude.

Zumal an einem Datum wie diesem 4. April, denn es prägte mich mit. Musikalisch allerdings vorwiegend über eine sechs Jahre ältere Schwester, deren Kofferplattenspieler mein Traum war. Und besagte Schwester war voll dabei, als am 4. April 1964 die Beatles mit “Can’t Buy Me Love”, “Twist and Shout”, “She Loves You”, “I Want to Hold Your Hand” und “Please Please Me” die ersten fünf Plätze der US-Single-Hitparade eroberten. Dieses seitdem nie wieder erreichte Ereignis gilt als Höhepunkt der „British Invasion“ (engl.).

Eine noch weitreichendere und bis heute anhaltende „Invasion“ nahm ihren Beginn am 4. April 1975, als Bill Gates und Paul Allen ein Softwareunternehmen gründeten, das als Microsoft die IT-Branche bis heute in etlichen Bereichen dominiert.

Mittlerweile gibt es von Bill Gates einige Bücher (die alle nichts mehr mit Computern zu tun haben) und jede Menge Verschwörungstheorien über ihn. Auf letztere will ich nicht eingehen, wer etwas aus der Feder des Microsoft-Gründers lesen will, hat die Wahl beispielsweise zwischen „Wie wir die Klima-Katastrophe verhindern“ oder „Wie wir die nächste Pandemie verhindern“.

Da ich einen winzigen gehässigen Kern in mir trage und Microsoft-Produkte, aber auch -Witze liebe, schnell zwei Beispiele: „Was ist der Unterschied zwischen Bill Gates und Gott? – Gott weiß, dass er nicht Bill Gates ist!“. Oder mehr aus der Tech-Szene: „Wieviel Microsoft-Mitarbeiter braucht man, um eine Glühbirne zu wechseln? Keinen. Microsoft erklärt die Dunkelheit zum Standard.“

Was uns der 4.4. sonst noch so bescherte? Heute vor 127 Jahren (1896) erschien die erste Ausgabe der satirischen Wochenzeitschrift Simplicissimus. Ein hochwertiges, kommentiertes Reprint versammelt die wichtigsten Karikaturen aus dem „Simplicissimus 1896 – 1933“.

Zwei große Oscar-Gewinner 1960: Der Spielfilm „Ben Hur“ nach dem Roman von Lewis Wallace wird mit elf Academy Awards ausgezeichnet. Wer da den Film vorzieht ist hier richtig. Bernhard Grzimeks Film „Serengeti darf nicht sterben“ (DVD) erhält einen Oscar als Bester Dokumentarfilm. Gibt es auch zum Lesen als Taschenbuch.

— Das will ich lesen! Alle Links im Text führen direkt zum Shop —



Sonntag, 20. November: Witziger Morgen

Mit der Sanduhr in den Sonntag

Als ich heute, Sonntag, 20. November 2022, den Computer hochfuhr, teilte der mir mit, er aktualisiere und ich möge ihn nicht ausschalten. Womit ich Zeit hatte, auf dem Handy zum Guten-Morgen-Kaffee Windows-Witze zu delektieren. Nicht ohne Grund: Heute vor 37 Jahren (1985) veröffentlichte Microsoft die erste Version des Betriebssystems.

Während mein PC sich aktualisiert, werde ich daran erinnert, wie vorgeblich das indianische Wort für Windows heißt: „Weißer-Mann-starrt-auf-drehende-Sanduhr„. Vielleicht sollte ich zu einem Buch greifen. Beispielsweise „Computer“. Untertitel: „Eine kurze Geschichte“. Microsoft und Windows dürften darin ein längeres Kapitel für sich beanspruchen.

Microsoft-Gründer Bill Gates hat sich aktuell weit größeren Problemen zugewandt: In „Wie wir die Klimakatastrophe verhindern“ will er aufzeigen, „welche Lösungen es gibt und welche Fortschritte nötig sind“. Wie wär’s zum Wachwerden trotzdem mit weiteren Windows-Witzen?

  • Frage: Ich installiere Windows, was soll ich drücken? Antwort: Die Daumen…
  • Anrufer zur Service-Hotline: „Ich benutze Windows.“ Hotline: „Ja.“ Anrufer: „Mein Computer funktioniert nicht richtig.“ Hotline: „Das sagten Sie bereits.“
  • Was haben ein Revolver und Windows gemeinsam? Solange sie nicht geladen sind, sind sie harmlos.

Ich bin absolut kein Musical-Fan, aber eines gehört zu meinen absoluten Film-Favoriten: „Cabaret“ mit der unvergleichlichen Liza Minelli, erlebte heute vor 56 Jahren seine Broadway-Premiere. Was mich erinnerte, dass die beiden Romane von Christopher Isherwood, auf denen „Cabaret“ basiert, schon ewig auf meiner Leseliste stehen: „Mr. Norris steigt um“ (1935) und „Leb wohl, Berlin“ (1939).

Zu Himmel hoch jauchzend, zu Tode betrübt, das gibt es auch im Leben der Königin und in beiden Fällen spielten sich die Ereignisse an einem 20. November ab. Im Jahr 1947 heiratete die junge Elisabeth Philip, Duke of Edinburgh. Und auf den Tag genau 45 Jahre später (1992) vernichtete ein Feuer ein Fünftel von Windsor Castle. Beides wird sich sicher in „QUEEN ELIZABETH II.“  – „ihr Leben in Bildern, 1926-2022“ widerfinden. Und wer noch mehr in „Erinnerungen an eine wundervolle Königin“ schwelgen will, greift zu „Der Queen Elizabeth II. Adventskalender“.

An einem 20. November wurden zudem zwei Literatur-Nobelpreisträgerinnen geboren. Im Jahr 1858 war dies Selma Lagerlöf. Ihr „Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden“ ist ein Lese-Muss. Wobei aktuell eher „Die schönsten Weihnachtsgeschichten“ passen.

Im Jahr 1923 wurde die Südafrikanerin Nadine Gordimer geboren, die sich mit den zerstörerischen Folgen der Apartheidpolitik sowohl für die schwarze als auch für die weiße Bevölkerung auseinandersetzt: „Niemand, der mit mir geht“.

Ganz zum Schluss noch ein Autor, dessen Berufsbezeichnung in Wikipedia man sich auf der Zunge zergehen lassen muss:  Am 20. November 1721 wurde Jean-Henri Maubert de Gouvest geboren, der Karriere machte als „französischer entlaufener Mönch, Abenteurer, Artillerieoffizier, Sekretär, Schriftsteller, Publizist, Geheimagent und Direktor einer in Deutschland gastierenden Komödiantentruppe“. Alle Achtung!

— Das will ich lesen! Alle Links im Text führen direkt zum Shop —