Sonntag, 2. April: Harzer Literatur-Geburtstag

Kinderbücher mit Muße auswählen

In der Regel warne ich vor, wenn „Bücher-Aktionstage“ auf einen Sonntag fallen (damit alle am Samstag noch in der BÜCHER-HEIMAT einkaufen können). An diesem Sonntag, 2. April 2023, habe ich darauf verzichtet, denn gestern war in der Mitmach-Buchhandlung Geburtstagsparty.

Gute und den Geschmack der wählerischen Zielgruppe treffende Lektüre für den „Internationalen Kinderbuchtag“ (International Children’s Book Day) will aber mit Muße und Bedacht gewählt werden.  Man kann aber auch einfach auf die Spiegel-Bestsellerlisten schauen.

Die Top 3 im vergangenen Jahr: „Die Schule der magischen Tiere 13: Bravo, bravissimo!“  von Margit Auer (mit hohem Nachkaufpotenzial), „Der Hoffnungsvogel“ von Kirsten Boie und der Überraschungshit „Vielleicht. Eine Geschichte über die unendlich vielen Begabungen in jedem von uns“ von Kobi Yamada. Ein Tipp der in der BÜCHER-HEIMAT immer passt: Das Team fragen!

Ansonsten kann man heute den Blick gen Himmel richten. Am 2. April 1845 gelang Hippolyte Fizeau und Léon Foucault das erste Foto von der Sonne. Womit sie die astronomische Fotografie begründeten. Wer ihnen nacheifern will, findet in „Astrofotografie für Einsteiger“ einen „Leitfaden von den ersten Milchstraßen-Bildern zur Deep-Sky-Fotografie“.

Wenn schon nach oben schauen, kann man aber auch etwas höher ins Regal greifen. „Das NASA Archiv“  wartet mit faszinierenden Fotos auf. Allerdings sind Firstclass-Weltall-Flüge auch in Buchform nicht ganz günstig, 100 Euro kostet das Ticket. Dafür kann man immer wieder abheben.

Heute vor 55 Jahren (1968) feierte Stanley Kubricks Verfilmung „2001: Odyssee im Weltraum“ nach den Romanen von Arthur C. Clarke Weltpremiere. Zwar nicht gerade eine Odyssee im Weltraum, aber eine spektakuläre Fahrt startete 40 Jahre (1928) zuvor in Berlin. Der Droschkenkutscher Gustav Hartmann, dem Hans Fallada im Roman „Der Eiserne Gustav“ ein literarisches Denkmal setzte, begann aus Protest gegen den Niedergang des Gewerbes seine aufsehenerregende Fahrt nach Paris.

Noch zwei Mal hohe Literatur: Ich dachte immer, von Goethe würde ich alles zumindest dem Namen nach kennen. Nun muss ich zugeben, dass ich vom Trauerspiel „Die natürliche Tochter“, das heute vor 220 Jahren seine Uraufführung in Weimar erlebte, noch nie gehört hatte. Einzig Trost: Wikipedia vermerkt dazu, es werde „nur noch selten aufgeführt“.

Gratulieren müssen wir heute in jedem Fall noch einem großen Harzer: Am 2. April 1719 kam Johann Wilhelm Ludwig Gleim zur Welt. Wer den Schriftsteller am heutigen Sonntag noch würdigen möchte, hat zwei Chancen: Es gibt „Gesammelte Werke“ als eBook zum sofortigen Download. Mich allerdings reizt mehr ein Besuch im Gleimhaus in Halberstadt (ext.).

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Montag 27. Juni Siebenschläfertag

Das Sieben-Wochen-Wetter

Stimmen die Wettervorhersagen für den heutigen Montag, 27. Juni 2022, dann stehen uns sieben wechselhafte Wochen ins Haus. Heute ist Siebenschläfertag.

Den Bauernregeln zufolge wird das Wetter der nächsten sieben Wochen an Siebenschläfer bestimmt. Wie so oft bei den tradierten Wetterweisheiten gilt die Devise: Reim dich oder ich hau dich. „Wie das Wetter am Siebenschläfer sich verhält, ist es sieben Wochen lang bestellt.“ Keine hohe Dichtkunst, aber vielleicht noch einen Hauch besser als „Das Wetter am Siebenschläfertag sieben Wochen bleiben mag“.

Das mag sein, aber man mag es nicht hören. Dann schon lieber die Methode Null-acht-einfach: „Siebenschläfer Regen – sieben Wochen Regen“. Aber ich stehe ja trotz Klimaerwärmung und zu trockener Böden weiter auf sonniges Sommerwetter. Folgerichtig mein Favorit für heute: „Scheint am Siebenschläfer Sonne, gibt es sieben Wochen Wonne“.

Allerdings muss an dieser Stelle angemerkt werden, dass der Name „Siebenschläfer“ gar nichts mit dem Wetter zu tun hat. Tatsächlich verdankt der Siebenschläfertag einer alten Legende, nach der sieben junge Christen von Kaiser Decius um 250 n.Chr. verfolgt wurden und in einer Berghöhle nahe Ephesos Zuflucht gesucht. Sie wurden jedoch entdeckt und lebendig eingemauert.

Der Legende nach starben sie aber nicht, sondern schliefen satte 195 Jahre lang. Heute vor 1576 Jahren, also am 27. Juni 446, sollen sie dann mehr zufällig entdeckt worden sein, wachten auf, bezeugten noch flink ihren Glauben an die Auferstehung der Toten, um dann wenig später tatsächlich zu sterben.

Demnach hat der Siebenschläfertag also ebenso wenig mit dem Wetter wie auch mit den possierlichen Nagetieren gleichen Namens zu tun. Beim Blick in den Online-Shop der BÜCHER-HEIMAT aber wird immerhin deutlich, dass die Nager wenigstens als Kinderbuchstars große Nummern sind. In ganzen  Serien wie „Bobo Siebenschläfer“ oder auch „Der kleine Siebenschläfer“ haben sie die Hauptrolle inne. Sogar die Schlümpfe kommen daran nicht vorbei: „Der Siebenschläferschlumpf“.

Aber kommen wir doch noch mal kurz aufs Wetter und die Bauernregel zurück. Denn wenn es etwas gibt, das noch früher als Spekulatius und anderes Weihnachtsgebäck in den Regalen auftaucht, dann sind es schöne Kalender fürs kommende Jahr. Und bis zum Wechsel ins Jahr 2023 sind es heute nur noch 187 Tage. Es ist also sozusagen höchste Zeit. Und Bauernregeln in Bauernkalendern gibt es in jeder Größe, Form und Farbe.

Bestellen kann man den Kalender ähnlich einfach wie die Bücher bei uns im Online-Shop. Einfach den Links folgen. Geholfen werden kann neuerdings aber auch all jenen, die bestellen lassen wollen:  Ab sofort können in der Mitmach-Buchhandlung Bücher schnell und einfach per WhatsApp bestellt werden! Und das geht denkbar einfach: Unter der Rufnummer 01746631960 Buchwünsche und Namen schicken, dann wird das BÜCHER-HEIMAT-Team sofort aktiv und bestellt den Lesestoff.

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