Donnerstag, 21. September: Krieg und Frieden

Wenn Kriege einen Tag bestimmen

Frieden – für Europäer lange Jahre eine „Selbstverständlichkeit“. So erntete der „Weltfriedenstag“ (UNO International Day of Peace) ebenso lange viel zu wenig Beachtung. Dies wird am heutigen Donnerstag, 21. September 2023, sicher anders sein.

Am 14. Februar 2022 hat der Angriff Russlands auf die Ukraine die Welt schlagartig verändert, hat aller Welt vor Augen geführt, welch hohes Gut der Frieden ist und dass alle Welt dankbar dafür sein kann, wenn Frieden herrscht. Insoweit passt auch der zweite heute anstehende Aktionstag der UNO, der „Welttag der Dankbarkeit“ (World Gratitude Day).

Kaum ein Werk könnte besser zu diesem Tag passen als ein Klassiker der Weltliteratur: „Krieg und Frieden“ von Leo Tolstoi. Schon der Schriftsteller Stefan Zweig führte laut Wikipedia die enorme Wirkung des Romans darauf zurück, dass „die Sinnlosigkeit des Ganzen (des Krieges) sich in jeder Einzelheit spiegelt“, dass „der Zufall hundertmal entscheidet statt der Berechnung“ der Strategen. Auch gut 150 Jahre nach dem Erscheinen ist „Krieg und Frieden“ mehr als lesenswert.

Gar „Der Krieg der Welten“  bescherte dem Schriftsteller H.G. Wells, der heute vor 157 Jahren (1866) geboren wurde, seinen größten Erfolg. Der Brite, der auch Biologe, Historiker und Soziologe war, gehört zu den Pionieren der Science-Fiction-Literatur.

Eher für gepflegten Horror ist unser zweites Geburtstagskind berühmt. Am 21. September 1947 kam Stephen King zur Welt. Seine Horrorromane, machten ihn zu einem der kommerziell erfolgreichsten Autoren der Gegenwart, seine Bücher wie der Thriller „Christine“ um einen mordenden 58er Plymouth Fury, wurden deutlich mehr als 400 Millionen Mal verkauft und in über 40 Sprachen übersetzt.

Zu guter Letzt haben wir noch einen Geburtstagsgruß an einen Mann zu senden, der einen durchaus bedeutsamen Bad-Harzburg-Bezug hat. Der Kinder- und Jugendautor Klaus Kordon feiert heute seinen 80. Geburtstag. Vor 34 Jahren (1989) war er mit „Wie Spucke im Sand“  der erste Preisträger des Bad Harzburger Jugendliteraturpreises „Eselsohr“.

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Sonntag, 28. August: Kennen Sie noch Bandsalat?

Ein Krümelmonster bei der Arbeit

Appetit und eine sich selbsterfüllende Prophezeiung prägten heute meinen Start in diesen Sonntag, 28. August 2022: Ich hatte Lust auf einen Zwieback. Und der leistet am „Krümel-über-der-Tastatur-Tag“ (Crackers Over Your Keyboard Day) die gleichen Dienste wie Knäckebrot, Brötchen oder Kekse.

Nicht dass ich übermäßig reinlich wäre, aber ein prüfender Blick auf meine Tastatur zeigte mir, dass ich den US-amerikanischen Quatsch-Aktionstag wohl gern und häufiger begehe. Kombiniert mit viel Kaffee-Kleckern. Da fällt der Blick natürlich auf ein Buch mit dem Titel „Tastaturreinigung“.

Dahinter allerdings verbergen sich „kurze lyrische Prosatexte“. Die helfen vermutlich eher wenig gegen Kekskrümel. Dagegen könnte der zweite Titel als Anleitung verstanden werden, die Tastatur umzudrehen und allen Unrat herauszuschütteln: „Aus der Tastatur gefallen“ von Scheibenwelt-Erfinder Terry Pratchett beinhaltet allerdings mehr „Gedanken über das Leben, den Tod und schwarze Hüte“.

Heute ist es übrigens 59 Jahre her (1963), dass der niederländische Konzern Philips stellt auf der Funk-Ausstellung in Berlin die erste Musikkassette samt Kassettenrekorder Philips EL 3300 vorstellte. „Bandsalat“ wurde zum geflügelten Wort. Im Buch „Die Glorifizierung des Bandsalats“ geht es aber auch um „andere Alltäglichkeiten“.

Hängengeblieben bin ich bei dem Titel „Das waren unsere 80er“.  Die Verlagswerbung kündigt eine nostalgische Sammlung von „Weißt-Du-noch-Anekdoten“ an. Und sie liefert jene Stichworte, die mein Kopfkino auf Hochtouren anlaufen ließen: Walkmann, Dallas, Vokuhila und Bandsalat.

Damit ich schnell meinen filmischen Fantasie-Bandsalat entwirren und vor allem die Tastatur reinigen kann, hier schnell noch die Literatur-Geburtstagskinder des Tages. Am 28. August 1828 startete Lew Nikolajewitsch Tolstoi auf seinen Lebensweg.

Tolstois Hauptwerke „Krieg und Frieden“ und Anna Karenina sind Klassiker des realistischen Romans. Gerhart Hauptmann sagte über den russischen Schriftsteller: „Lebte er heute, er […] würde zum Frieden rufen, zum wahren Frieden, mit gewaltiger Stimme.“ – Was ja gerade mal wieder auch richtig wichtig wäre…

Ein Multitalent war Julius Stinde, der am 28. August 1841 geboren wurde. Als Chemiker, Journalist und Schriftsteller hatte er offenkundig einen besonders scharfen und analytischen Blick auf seine Berliner Umwelt. Größter Beliebtheit erfreuten sich daher Stindes realistisch-satirische Geschichten um die Berliner Kleinbürger „Die Familie Buchholz“.

Und dann erblickte heute vor 105 Jahren noch ein Mann das Licht der Welt, der wie kaum ein zweiter die Geschichte des Comics prägte. Der Zeichner Jack Kirby war – häufig an der Seite von Stan Lee – geistiger Vater unzähliger Figuren. Mit Popeye fing es an, die Fantastic Four, Thor, der unglaubliche Hulk, Iron Man, die X-Men, der Silver Surfer, Die Rächer, Doctor Doom, Galactus und Magneto sind nur ein Ausschnitt aus dem Gesamtwerk…

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