Dienstag, 14. März: Heute geht’s rund

3,1415926… – Party um die Kreiszahl pi

Heute geht’s rund! Der Dienstag, 14. März 2023, ist der „Tag der Zahl Pi“. Und begangen wird der Tag der Kreiszahl Pi an diesem Datum, weil deren ersten drei Ziffern 3,14 lauten. Was der amerikanischen Schreibweise des 14. März entspricht: 3/14 (Monat/Tag).

Wer auf eine Pi-Party gehen will, sollte den Gastgebern ein Geschenk mitbringen. Da bietet sich das Werk „Die Zahl Pi, Kreiszahl, Ludophsche Zahl oder Archimedes-Konstante“ an, mit dem der Autor Anonymus Pidie schönste Zahl der Welt“ feiern will. Der Verlag preist das „ideale Geschenkbuch für Mathematiker, Logiker und Aufgeweckte“.

Gefeiert wird traditionell mit dem gemeinsamen Verzehr von runden Kuchen, da im Englischen das Wort pie (Kuchen) dem griechischen Buchstaben π gleicht. Ganz penible Pi-Partygänger schneiden den Kuchen am 3/14 (Monat/Tag) pünktlich um 1:59:26 an – und bringen es damit auf sieben Stellen nach dem Pi-Komma (3,1415926).

Wem auch das nicht reicht, der tummelt sich auf Googles Pi Portal (ext./engl.). Die Website wartet mit den kompletten Berechnungen der 31,4 Billionen Stellen von Pi auf. Dabei wird sogar die Partymusik mitgeliefert: Die ersten tausend Stellen von Pi umgesetzt in Musik. Dazu könnte man ein paar Sudoku lösen: „Dieses Pi und all die Zahlen davon finde ich klasse!“ (Rätselbuch 200+ Aufgaben).

Da ich mit der Mathematik stets auf Kriegsfuß stand, werde ich diesen Tag ganz ruhig angehen. Okay, den Kuchen würde ich nicht verschmähen. Ansonsten aber bringt mich nicht einmal der Umstand aus der Ruhe, dass auf den „Pi-Tag“ zu allem Überfluss auch noch der Geburtstag von Albert Einstein fällt. Wer in die Welt des  Genies eintauchen will, das am 14. März 1879 das Licht der Welt erblickte, liest „Einstein sagt“, eine Sammlung von „Zitaten, Einfälle, Gedanken“.

Wer nach so viel Zahlen und Genialität beruhigende Geistesnahrung und Emotionen benötigt, wäre heute in Japan richtig. Der 14. März ist in Fernost der „White Day“ (Howaito dē / Weißer Tag), der als Pendant zu unserem Valentinstag verstanden werden kann. Die wechselseitige Zuneigung zeigt man sich dabei überwiegend mit Schokolade.

Hinter dem „White Day“ stehen – man glaubt es kaum – einige der wichtigsten Süßwarenhersteller der Region. Die spannende Liebesgeschichte „Der Duft der Schokolade“ stammt allerdings vom deutschen Bestsellerautor Ewald Arenz.

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Freitag, 27. Januar: Süßes Zahlenungetüm

Mathematik und Schokoladenkuchen

Mathematik und Schokoladenkuchen. Bei solchen Themen kann dieser Freitag, 27. Januar 2023, nicht mein Tag werden. Sowohl gegen Mathe wie auch gegen Schokolade hege ich seit Kindesbeinen eine heftige Aversion.

Mit Blick auf die Mathematik hat sich diese Abneigung ein Leben lang eher verfestigt, während ich Schokolade in Maßen mittlerweile durchaus goutiere. Die Tatsache, dass wir heute den „Tag der eulerschen Zahl“ (International e-Day) begehen, lässt mich folgerichtig absolut kalt.

Die eulersche Zahl ist als e = 2,71828 18284 59045 23536 02874 71352 66249 77572 47093 69995… bekannt. Das Ungetüm gilt in der Mathematik als Grundlage des natürlichen Logarithmus und der Exponentialfunktion. Was immer das sein mag.  Um das Geheimnis zu entschlüsseln, werde ich mich sicher nicht in Leonhard Eulers „Vollständige Anleitung Zur Niedern Und Höhern Algebra“ vertiefen.

Geheimnisvoll ist auch das Datum dieses Aktionstages. Er wird sowohl am 27. Januar wie auch am 7. Februar begangen. Abhängig vom Standort. In Ländern, in denen der Tag vor dem Monat geschrieben wird, ist mit Blick auf die ersten Ziffern heute Mathe-Party (271). In Ländern, in denen der Monat an erster Stelle steht, muss bis zum 7. Februar (2/7) gewartet werden. Wenn überhaupt, würde ich also zu einem Buch greifen, dass beweist, dass Mathematik durchaus auch poetisch sein kann: Yoko Ogawas „Das Geheimnis der Eulerschen Formel“.  

Auf den „Tag des Schokoladenkuchens“ (National Chocolate Cake Day) will ich gar nicht weiter eingehen. Zumal es sich um einen US-Aktionstag handelt. „Schokoladige Backideen“ sind nichts für mich. Und wieder würde ich ein Buch bevorzugen, dass außer dem Titel nichts mit dem Thema gemein hat: „Der Duft von Schokolade“ von Bestsellerautor Ewald Arenz wird von der Kritik gefeiert: „Es ist mehr als Nahrung für die Seele, es ist ein Festmahl.

Noch zwei literarische Geburtstage: am 27. Januar 1832 wurde Lewis Carroll, britischer Schriftsteller, Mathematiker und Fotograf, geboren. Ihm verdanken wir „Alice im Wunderland“.

Seinen 48. Geburtstag (1975) feiert Benjamin von Stuckrad-Barre, er wird der Popliteratur zugerechnet (wofür ich vermutlich schon zu alt bin). „Soloalbum“ ist sein erster Roman, der seinen Erfolg begründete.

Der 27. Januar ist zudem der „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“. Wir sind darauf schon vor fünf Tagen eingegangen. Aber trotzdem noch einmal der Hinweis: Aus Anlass des Gedenktages lädt pax Christi Nordharz auch in diesem Jahr um 19.00 Uhr in die Lutherkirche ein.

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Mittwoch, 14. September: Berliner und Babylon

Verlockungen an süßen Tagen

Ein süßes Versehen muss ich an diesem Mittwoch, 14. September 2022, beichten: Gestern war der „Internationale Tag der Schokolade“ und ich habe ihn übersehen…

Vielleicht mag es daran liegen, dass ich eher der Weingummi-Typ bin. Und süßes Gebäck jeder Art der Schokolade vorziehe. Wenn überhaupt muss es Vollmilch-Nuss sein. Mit ganzen Nüssen. Dann mag ich Schokolade. Allerdings eher wegen der Nüsse. Daran wird auch der „Genuss- und Geschmacksverführer Schokolade & Wein“ nichts ändern. Trotz der zugegeben verlockenden Kombination.

Dagegen muss mich an den heutigen „Tag des Berliners“ garantiert niemand erinnern, den „Jelly-Filled Doughnut Day“ werde ich stilvoll mümmelnd begehen. Auch da aber habe ich klare Vorlieben: Mit Zuckerguss und Pflaumenmus sind meine Favoriten versehen.

Eine echte Herausforderung ist allerdings, im Onlineshop der BÜCHER-HEIMAT ein Buch über Berliner zu finden. Die Sucheingabe „Berliner“ bringt erstmal unzählige Mauerbücher. Nimmt man das Berliner „Pfannkuchen“, kommen die platten Varianten gleichen Namens. Babylonische Sprachverwirrung. Fündig wurde ich erst unter „Bäuerinnen backen Krapfen & traditionelles Schmalzgebäck“.

Ich lasse mich schon wieder ablenken, denn aus meiner Fan-Sicht kann der heutige Tag nur einem gehören: Günter Netzer wird 78 Jahre alt. Seinetwegen ließ ich mir einst die Haare lang wachsen und versuchte (vergebens) „aus der Tiefe des Raumes“ zu kommen. Meine Borussia-Mönchengladbach-Ikone war Anfang der 1970er Jahre einer der größten Stars der Bundesliga. Und er prägte vor allem „Das deutsche Fußballjahr 1971 / 1972“ und die wohl beste Nationalelf aller Zeiten ganz entscheidend mit. Herzlichen Glückwunsch!

Ein weiterer großer Geburtstag bringt uns zurück vom Fußballplatz ins Bücherregal: Heute vor 205 Jahren (1817) wurde Theodor Storm geboren. Er gehörte zu denen, die mir die Schule (in diesem Fall mit „Pole Poppenspäler“) etwas vermiesten und die ich als Erwachsener erst widerwillig, dann aber zunehmend angetan wiederentdeckte. Vor allem natürlich seine letzte und berühmteste Novelle fasziniert: „Der Schimmelreiter“.

Geburtstag hätte heute auch der 1938 geborene und 2004 verstorbene Tiziano Terzani. Ungemein geschätzt habe ich ihn schon als Spiegel-Redakteur.  Und dieser Eintrag hat mich daran erinnert, dass ich unbedingt noch ein Buch lesen will, je älter ich und je älter meine Söhne werden: „Das Ende ist mein Anfang“. Bewusstes Abschiednehmen, ein Vater, ein Sohn und die große Reise des Lebens. Allein die Idee fasziniert und bewegt.

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