Sonntag, 19. November: Aktionstage-Schwemme

Ameisenbären, Männer, Suppen und Toiletten

Geradezu ein Überangebot an Aktionstagen beschert uns dieser Sonntag, 19. November 2023. Es geht um Ameisenbären, Männer, Suppen und Toiletten. Zunächst aber steht die Energiekrise im Fokus. Nein, nicht aktuell. Es ist alles schon mal dagewesen. Heute vor 50 Jahren (1973) dräute das erste Sonntagsfahrverbot.

Was heute das Gas, war damals das Öl. Identisch war das Schimpfen auf „die Politik“. Die OPEC verpasste der Welt den „Ölpreisschock“. Und der Bundestag ordnete das erste Sonntagsfahrverbot für den 25. November an. Parallel wurde international um die „Energiesicherheit nach der Ölkrise“gerungen,1974 wurde die Internationale Energie-Agentur (IEA) ins Leben gerufen.

Aber genug von der Krisen-Politik. Wir müssen uns ja noch durch die Aktionstage arbeiten. Zum Beispiel den „Welttag der Ameisenbären“ (World Anteater Day / World Tamandua Day). Wie bei so vielen Naturschutz-Tagen geht es auch hier um die Sensibilisierung der Menschen für das Überleben der Art. Schließlich will man Ameisenbären nicht nur auf bunten Bildern sehen: „Watercolor-Tiere“ leitet Schritt für Schritt zu Aquarellen „von Ameisenbären bis Zebra“.

Nicht gerade ums Überleben der Art geht es beim heutigen „Internationalen Männertag“ (International Men’s Day). Gleichwohl aber um männliche Gesundheitsfragen. Und um die Gleichberechtigung. Wozu das starke Geschlecht zwei Aktionstage benötigt, am 3. November stand der „Weltmännertag“ im Kalender.

Beim Übergang zum nächsten Aktionstag muss ich aufpassen, keine „Suppenkasper“-Assoziationen zu wecken. Heute ist der „Tag der Suppe“ in Deutschland. Was vielleicht als Vorschlag zum Mittagessen taugt. Gerade in der kalten Jahreszeit sind heiße „Suppen & Eintöpfe“ gefragt.

Schon wieder ein schwieriger Übergang, aber die Suppe muss ja irgendwo hin: Heute ist „Welttoilettentag“ (World Toilet Day). Das stille Örtchen bietet unter anderem den Vorteil, dass man seine Ruhe hat. Auch zum Lesen. Beispielsweise in „WC-Pedia“. Das Buch verspricht „999 spannende Fakten“ aus der Weltgeschichte“ und fordert dazu auf, den „Thron des Wissens“ zu besteigen.

Heute vor 21 Jahren (2002) eröffnete der Mathematiker Albrecht Beutelspacher in Gießen mit dem „Mathematikum“ das erste Mathematikmuseum der Welt. Bei einem Gastspiel in Bad Harzburg gelang es dem Mann sogar, meine ausgeprägte Mathe-Phobie zu dämpfen. Beutelspacher erklärt spannend auch die wichtigsten Zahlen und ihre Geschichten: „Null, unendlich und die wilde 13“.

Noch eine große Zahle, mir als Fußballfan aber deutlich näher: Heute vor 54 Jahren (1969) schoss der brasilianische Fußballstar „Pelé“ sein 1000. Tor. Die Biografie erzählt, wie das Jahrhunderttalent Edson Arantes do Nascimento nicht allein Fußballgeschichte schrieb.

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Donnerstag, 29. Juni: Ein Tempo-Tag

Matsch und tropische (Alp-) Träume

Die Stoppuhren raus: An diesem Donnerstag, 29. Juni 2023, werde ich genau aufpassen, denn vor Jahresfrist lieferte uns dieses Datum den kürzesten, jemals aufgezeichneten Tag. Mutter Erde gab richtig Gas, war in 23 Stunden, 59 Minuten, 59 Sekunden und 998,41 Millisekunden rum.

Zugegeben, aufgefallen ist mir das nicht wirklich. Und würde es sicher auch nicht, wenn dieser Welt-Rekord nochmals um ein paar Millisekunden purzeln würde. Eindeutig ein Fall für die von mir so geschätzte Kategorie „unnützes Wissen, mit dem man prima auf Partys verblüffen kann“.

Heute ist aber auch der „Internationale UNO-Tag der Tropen“ (UNO International Day of the Tropics). Der Aktionstag soll daran gemahnen, dass noch viel zu tun ist, um die tropischen Klimazonen nachhaltig bewohnbar zu halten. Darunter auch „Der Tropische Regenwald“ als artenreichster Naturraum der Erde.

Exotischen Urlaubsträumen ähnelte das Leben in den Regionen schon immer eher selten. Das Buch  „Traurige Tropen“ erinnert an das Aussterben „primitiver“ Kulturen in ihrer Konfrontation mit dem zivilisatorischen „Fortschritt“.

Eine ganz persönliche Bedeutung haben die Tropen für Juliane Koepcke. In „Als ich vom Himmel fiel“ erzählt sie „wie mir der Dschungel mein Leben zurückgab“. Ein Buch, so Bettina Köhlert in den Lesetipps der BÜCHER-HEIMAT, das sie nicht aus der Hand legen mochte. Dies mag allerdings auch für einen „Fidschi-Insel-Krimi“ gelten: „Tropische Vergeltung“ könnte man ja lesen, wenn die Abende bei uns wieder heißer werden.

Heute könnte auch ein toller Tag für Kinder werden, wir begehen den „Internationalen Matsch-Tag“ (International Mud Day). Die Initiative geht auf die World Forum Foundation (WFF) zurück, eine globale Organisation für Kinder und deren Belange, die den Gemeinschaftsgedanken und ein Bewusstsein für die Umwelt stärken möchte. Wer nicht in den Schlamm will, kuschelt sich mit einem „witzigen Gruselabenteuer“ in seine Leseecke: „Geisterschule Blauzahn –Schlammige Aussichten“.

Heute vor 65 Jahren begann der Stern eines Jahrhundertsportlers auch international hell zu strahlen: Am 29. Juni 1958 gewann Brasilien durch einen 5:2-Finalerfolg über Gastgeber Schweden die Fußballweltmeisterschaft. Doppeltorschütze war ein 17-Jähriger. Wie Edson Arantes do Nascimento  Fußballgeschichte schrieb, schildert die Biografie „Pelé“.

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