Mittwoch, 24. April: Hoffen auf St. Fidel

Eine Bibliothek mit 38,8 Millionen Büchern

St. Fidelis entscheidet laut meines Bauernkalenders an diesem Mittwoch, 24. April 2024, darüber, ob wir auf Frühling hoffen dürfen. „Wenn’s friert an Sankt Fidel, bleibt’s 15 Tag noch kalt und hell“, sagt dazu die Wetterregel.

Hoffen wir also, dass Fidelis von Sigmaringen (Philosoph, Jurist, Ordenspriester und Märtyrer, 1578-1622) die aktuellen Wettervorhersagen kennt. Denen zufolge soll es von Freitag an wieder wärmer werden. Was Not tut, ich will endlich wieder auftauen. Und die Sommerreifen sind auch schon seit Wochen aufgezogen…

Russische Spione. Chinesische Spione. Wer dieser Tage Zeitung liest, fühlt sich von James Bonds umgeben. Agenten jedoch treiben schon seit Urzeiten ihr (Un-)Wesen. Der wohl berühmteste deutsche Spionagefall jährt sich heute zum 50. Mal: Am 24. April 1974 wurden Günter Guillaume, persönlicher Referent von Bundeskanzler Willy Brandt, und seine Frau Christel unter dem Verdacht der Spionage für die DDR in der Bundeshauptstadt Bonn festgenommen.

Spätestens als Bundeskanzler Willy Brandt wegen der Guillaume-Affäre zurücktritt, wird die Angelegenheit zum politisch bedeutsamsten Spionagefall nicht allein der innerdeutschen Geschichte. „Im Fadenkreuz“ schildert spektakuläre Spionagefälle von Mata Hari bis Günter Guillaume.

Geburtstag kann heute eine der bedeutendsten und bekanntesten Bibliotheken der Welt feiern. Am 24. April 1800 wurde die Library of Congress (LoC) als Forschungsbibliothek des Kongresses der Vereinigten Staaten gegründet. Zuvor hatte Präsident John Adams den Regierungssitz von Philadelphia nach Washington verlegt.

Die Gebäude der LoC (Foto oben) sind öffentlich zugänglich. Dem Medienbestand nach ist die Kongressbibliothek nach der British Library in London die zweitgrößte ihrer Art. 164 Millionen Medieneinheiten in Washington stehen 170 Millionen in London gegenüber.

Ganz anders sieht das beim Bücherbestand aus – und darauf kommt es doch an! Hier liegt die Library of Congress mit 38,8 Millionen Büchern in 470 Sprachen vorn, ist auf diesem Gebiet die größte Bibliothek der Welt. John Y. Cole greift nicht ganz so hoch, stellt in seinem Buch „America’s Greatest Library“ (engl.) vor.

Ein Tipp am Rande: In der Library of Congress (ext.) kann man auch online stöbern. Und ich staune immer wieder, was man da so alles über den Harz erfährt und wer alles als Autor aufgeführt wird. Das Wühlen in den gigantischen Beständen ist zwar ein Zeitfresser, aber ein unterhaltsamer…



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