Donnerstag, 4. August: Ein Tag für Liebende

Und täglich grüßt der Valentinstag?

Mit einer „Hitzewarnung Stufe 1“ geweckt werden, macht keinen Spaß. Aber den Frühstart an diesem Donnerstag, 4. August, kann ich dem Deutschen Wetterdienst kaum anlasten. Heute Abend stelle ich mein Smartphone wieder für die Nacht ab…

Wobei diese Nächte ja mittlerweile doch spürbar wieder länger werden. Zum letzten Mal muss die Sonne heute bis 21 Uhr ran, ehe sie sich vom Mond ablösen lässt. Wer Garten(-Grill)-Partys plant, sollte nicht zu lange warten.

Dieser Donnerstag bietet sich für eine romantische Variante an, es ist Valentinstag. Okay, nicht „unser“ Valentinstag, aber das chinesische Pendant, das Qixi-Fest. Darüber gibt es sogar Bücher, die allerdings nur für Chinesisch sprechende Leser interessant sind: “The Qixi Festival”.

Der Titelzusatz “Der Kuhhirte und das Webermädchen” sagt schon mal, worum es geht: Der Legende nach ist Qixi der Abend, an dem zwei einander Liebende, der Kuhhirte und das Webermädchen, die für die am Himmel durch die Milchstraße getrennte Sterne Altair und Wega stehen, für eine Nacht zusammen sein können. Eine Version dieser Legende spielt eine Rolle im Roman „Die Brücke der Vögel“.

Für Verliebte, denen Valentinstag im Februar und Qixi-Fest im August nicht reichen: Die japanische Qixi-Variante heißt Tanabata und wird immer am 7. Juli gefeiert. Wer zumindest keine Festivität im „Reich der Mitte“ mehr verpassen will, greift derweil zu „Chinesische Feste“ (aber nur als eBook).

Eine Reihe prominenter Geburtstagskinder stehen heute auch noch an, wobei allerdings nur Knut Hamsun (1859) „richtiger“ Schriftsteller ist. Mit „Hunger“ gelang ihm mit einem schonungslosen Roman der literarische Durchbruch, 1920 erhielt er den Literaturnobelpreis für sein Werk „Segen der Erde“.

What a Wonderful World“ – muss man mehr sagen? Heute vor 121 Jahren (1901) erblickte  Louis Armstrong das Licht der Welt. „Satchmo“ gehört zu den größten Jazzmusikern aller Zeiten. Was man über Guillermo Mordillo mit Blick auf Cartoons sagen kann. Wer sich über Mordillos Zeichnungen ebenso wie ich amüsieren kann, sollte als Cartoon-Dosierungshilfe vielleicht zum  Mordillo-Kalender 2023  greifen.  Oder sich einer echten Herausforderungstellen:  Mordillos “Save The Ship!”, ein 1500-Teile-Puzzle.

Unser jüngstes Geburtstagskind wird heute 61 Jahre alt: Barack Obama, US-Präsident, Jurist, Friedensnobelpreisträger. Und mittlerweile auch Schriftsteller: „Ein verheißenes Land“.Trotz des Abstechers in die große Politik will ich aber heute mit einem meiner Lieblingszitate von Mordillo enden: „Nachdem Gott die Welt erschaffen hatte, schuf er Mann und Frau. Um das Ganze vor dem Untergang zu bewahren, erfand er den Humor.

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Mittwoch, 3. August: Der Waldemar ist da!

Das Höchste in Europa!?!

Für alle, die Countdowns lieben: Heute, am Mittwoch, 3. August, sind es nur noch 150 Tage bis Jahresende. Und sieben Tage weniger bis Weihnachten. Habe ich schon alle Geschenke????

„Mont Blanc – Berg der weißen Dämonen“  ist ein Standardwerk über den höchsten Berg der Alpen betitelt. Wobei die Frage, ob er mit seinen 4807,73 Metern Höhe auch der höchste Berg Europas ist, quasi im Auge des Betrachters liegt. Je nach „Grenzziehung“ zwischen Asien und Europa ist der Elbrus (5642 m) ein großer Kontrahent.

Wie ich darauf komme? Heute vor 235 Jahren (1787) stellte Horace Bénédict de Saussure fest, dass der Mont Blanc mit 4807,73 Metern der höchste Berg Europas sei. „Sauss.“, so sein offizielles botanische Autorenkürzel, hat den Elbrus offenkundig nach Asien verlagert. Und mit der Höhe muss man es ja auch nicht auf die Spitze treiben: „Wandern rund um den Montblanc“  soll auch faszinierend sein.

Heute vor 65 Jahren (1957) stand bei der Funkausstellung in Frankfurt/Main eine Premiere an. Auch ohne wissenschaftliche Vermessung behaupte ich mal, dass Otto Höpfners „Zum Blauen Bock“ keine höheren Fernsehweihen angestrebte. Immerhin war der „Blaue Bock“ so populär, dass ich ihm in den frühen 1970er Jahren auf Interrail-Tour durch Spanien in Torremolinos nicht entkommen konnte. Auf einem Plakat winkte Otto Höpfner mit dem Bembel in der Hand werbend für das Restaurant „a la toro azul“. Vom Bock zum Stier, das nenne ich mal eine Karriere.

Heute empfehlen wir ein Buch zum Film, wobei beides von Sönke Wortmann stammt: „Das Wunder von Bern“.  Der Anlass: Am 3. August 2011 wurde das Berner Wankdorfstadion, Schauplatz des Finales der Fußball-Weltmeisterschaft 1954, gesprengt, um einem Neubau Platz zu machen. Dennoch ist die Schweizer Kapitale weiter einen „CityTrip Bern“ wert.

Drei „Geburtstagskinder“ wollen wir heute noch würdigen. 102 Jahre alt würde P. D. James, eine der großen britischen Krimi-Schriftstellerinnen. Sie ließ als eine der ersten Autorinnen vor 50 Jahren eine Privatdetektivin ermitteln. Den Roman überschrieb sie mit „An Unsuitable Job for a Woman“ (Ein unpassender Beruf für eine Frau). Wie daraus in Deutschland „Ein reizender Job für eine Frau“ wurde, dürfte ein Verlagsgeheimnis bleiben. Meist aber ließ P.D. James den Kriminalpolizisten Adam Dalgliesh ermitteln, der seit ihrem ersten Erfolg mit „Cover her Face“ („Ein Spiel zuviel“) dabei ist.

Gratulieren kann man Regisseur John Landis heute zum 72. Geburtstag. Gratulieren muss man ihm für seinen Kultfilm  „Blues-Brothers“. „Blues Brothers 2000“  hätte er sich derweil vielleicht besser schenken sollen.

Ebenfalls 72 Jahre alt wird Marathon-Doppel-Olympiasieger Waldemar Cierpinski. Und wenn ich den Namen höre, schwingt sofort der Gefühlsausbruch der DDR-Sportreporter-Legende Heinz Florian Oertel mit: „Liebe junge Väter oder angehende, haben Sie Mut! Nennen Sie Ihre Neuankömmlinge des heutigen Tages ruhig Waldemar! Waldemar ist da!

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Dienstag, 2. August: Gratulation ins Geisterhaus

Wikipedia gemeinfrei: Hannibal, Schlacht bei Cannae, Abbildung aus dem Buch „Rom“ von Wilhelm Wägner (1877) Regensburg, Universitätsbibliothek

Große Tiere und große Schlachten

Große Tiere haben die US-Amerikaner an diesem Dienstag, 2. August 2022, im Blick. Und es geht weder um Trump noch um Biden. Es ist „National Dinosaurs Day“.  Da machen wir doch mit, schließlich haben wir in Bad Harzburg unseren eigenen Dino. Zugegeben, klein, aber oho!

Über den am Langenberg entdeckten Europasaurus holgerii sind mittlerweile Bücher geschrieben worden. Und um seinen erstaunlichen Lebensraum. Der Nordharz war eine Art Lagunen- und Inselreich. „Europasaurus – Urzeitinseln voller Leben“, heißt denn auch ein Buchtitel.

Europasaurus ist ja mit Blick auf die Aussprache noch okay, bei vielen anderen Exemplaren der schrecklichen Echsen breche ich mir die Zunge. Oder bringe alle durcheinander. Aber wenn man im Dinopark Münchehagen (ext.) ist, hat man ohnehin den Eindruck, dass allein Kindern die Namen leicht von der Zunge gehen. „Children’s Dinosaur and Prehistoric Animal Encyclopedia“ heißt denn auch sinnigerweise ein Standardwerk, dass es in Deutschland unter dem Titel „Lexikon der Dinosaurier und Urzeittiere“ gibt.

Normalerweise lasse ich Politik und noch mehr Kriege und Schlachten in unserem „bebücherten Kalenderblatt“ außen vor. Hannibal und die Punischen Kriege zwischen Karthago und Rom haben mich schon in der Schule fasziniert. Heute vor 2238 Jahren, am 2. August 216 v.Chr., besiegte Hannibal in der Schlacht von Cannae das zahlenmäßig weit überlegene Heer der Römer.

Der gewiefte Taktiker hatte sich etwas einfallen lassen, das bis heute an Militärakademien gelehrt wird. Die „Umfassungsschlacht“. Und Cannae gilt seit zweieinhalb Jahrtausenden als ein Paradebeispiel. Nichtsdestotrotz: Die Zeit geht auch über die großen Feldherren dahin. Als ich daheim mit meinem Wissen über Hannibal angeben wollte, war der Nachwuchs schon bei Hannibal Lecter und „Das Schweigen der Lämmer“.

Der Tod eines Westernhelden war heute vor 146 Jahren, am 2. August 1876, in Deadwood in South Dakota die Geburtsstunde eines weltbekannten Pokerblattes. Jack McCall erschoss an diesem Tag hinterrücks „Wild Bill“ Hickok beim Draw Poker. Der Westernheld hatte zwei Paaren Achten und Asse, jeweils von Pik und Kreuz, auf der Hand, als er das Zeitliche segnete. Eine Kombination, die seitdem „Dead Man’s Hand“ genannt wird.

Zum in diesem Fall sehr guten Schluss wollen wir noch einer großen Autorin zum 80. Geburtstag gratulieren. Isabel Allendes Werke wurden bislang in 27 Sprachen übersetzt und 51 Millionen Exemplare verkauft. Gleich ihr erster Roman „Das Geisterhaus“ war ein Welterfolg.

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Rückspiegel

Lesungen, die man nicht so schnell vergisst

Montag, 1. August: Ein tierischer Tag

Von Fohlen, Häschen, Spinnen und Walen

Hier schreibe ich, ich kann nicht anders. Zumindest nicht an am Montag. 1. August 2022, denn heute vor 122 Jahren wurde „mein“ Verein Borussia Mönchengladbach gegründet.

Was mir Gelegenheit gibt, mal wieder Werbung für die Bücher eines geschätzten Ex-Kollegen zu machen: Heinz-Georg („Schorse“) Breuer besingt zwar „nur“ sechs Jahrzehnte mit Borussia Mönchengladbach,  „Und täglich schießt die Fohlenelf“ sollte aber dennoch Pflichtlektüre sein. Wer „alles“ will, muss tief in die Tasche (99,90 €) und zur Borussen-Chronik greifen.

Ohnehin ist dies ein Tag, der wie für mich gemacht erscheint. Zumindest wenn es um mein Fanleben geht. Wobei ich mich jetzt in eine Ecke manövriert habe, denn heute vor 50 Jahren schwappte mit gewissen Kinoklassikern wie „Unterm Dirndl wird gejodelt“ die „Sexwelle“ und damit auch der erste deutsche „Playboy“ auf den Markt. Hugh Hefners (engl.) spezielle Form des „American Dream“ wurde international.

Der wurde selbstverständlich nur wegen der Interviews und der Reportagen erworben. Die Auflage ist allerdings nun doch dramatisch auf gut 100.000 Exemplare gesunken. An den „Bunnies“ wird es ja wohl nicht liegen. Vermutlich wissen die Herren der Schöpfung Interviews und Reportage nicht mehr so zu schätzen…

Ein großer Fan war ich schon immer von „The Amazing Spider-Man“. Der biegsame Superheld tauchte vor 60 Jahren in dem Marvel-Band „Amazing Fantasy Nr. 15“ im August 1962 erstmals auf. Im Marvel-Universum ist er mein absoluter Favorit. Allerdings benötige ich Marvel’s „Lexikon der Superhelden“, um noch durchzublicken.

Ein weiterer meiner Superhelden bringt mich in ein moralisches Dilemma. Beim heute vor 60 Jahren erschienen Kinderbuch „Der Räuber Hotzenplotz“ von Otfried Preußler mochte ich den „bösen“ Räuber immer viel lieber als den altklugen Kasperle oder den dümmlichen Seppel. Spätestens mit der Gert-Fröbe-Verfilmung war Hotzenplotz einer meiner Kindheitshelden.

Jedes meiner Spielzeugautos, die ich gnadenlos über matschige Off-Road-Sandkastenpisten trieb, waren in meinem Sprachgebrauch „Jeeps“. Der Inbegriff des Geländefahrzeugs und ein Gattungsname wie Tesa (Klebestreifen) oder Tempo (Taschentücher), lange bevor es SUV (sport utility vehicle) gab. Den Buchtitel „Jeep  – Das Original kennt keine Grenzen“ würde ich also sofort unterschreiben. Heute vor 81 Jahren wurde der erste Jeep produziert.

Noch schnell ein Lieblingsroman, verbunden mit dem Glückwunsch zum 203. Geburtstag an Herman Melville. Sein „Moby Dick“ gehört bis heute ohne Frage zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur. Was man vom Buch über unser zweites Geburtstagskind, mit dem sich der Kreis zum Fußball schließt, noch nicht so recht sagen kann: Bastian Schweinsteiger wird heute 38 Jahre alt. Und da griff Bestsellerautor Martin Suter zur Feder: „Einer von euch“ .

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Sonntag, 31. Juli Abschied vom Rum

Kein Rum? Nein! – Doch! – Ooh!

Wir blicken an diesem Sonntag, 31. Juli 2022, genau 52 Jahre zurück und auf einen traurigen Tag – zumindest für die Matrosen der Royal Navy, die sich von ihren Rumrationen verabschieden mussten.

„Black Tot Day“ wird der 31. Juli 1970 genannt. Was kein Schreibfehler ist, mit dem deutschen „Tod“ nichts zu tun hat. „Tot“ bezeichnete die Rumration, die britische Matrosen 315 Jahre lang erhielten.  Bücher wie „Die Seeunfälle der Royal Navy von 1793 bis 1857“ könnten einen Zusammenhang nahelegen, aber es lässt sich kein Hinweis auf Alkohol am Ruder finden.

Andererseits war auch das Buch „How to Drink Rum“ an Bord der Royal Navy vermutlich eher nicht vonnöten. Auf britischen Kriegsschiffen trugen Seeleute zum Abschied von der Rumration Trauerflor. Besonders aufwändig waren die Feierlichkeiten auf der HMS Fife, die im Hafen von Pearl Harbor und damit am nächsten an der Datumsgrenze lag. Hier erhielten zum letzten Mal Angehörige der Royal Navy Rum als Teil ihrer Ration. Die Mannschaft trank, warf die Gläser und dann das Rumfass zu 21 Salutschüssen über Bord, während ein Dudelsackspieler Trauerlieder anstimmte. Mein vollstes Verständnis.

Der Übergang zum nächsten Thema ist jetzt diffizil: Heute ist der bundesweite Tag der Seenotretter in Deutschland.  Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) ist eine nichtstaatliche Seenotrettungsorganisation. Für diese Aufgabe werden 60 Rettungsboote unterschiedlicher Größe auf 55 Stationen eingesetzt. Die Retter haben bisher rund 86.000 Seeleute und Wassersportler aus Seenot gerettet. Und dies, obwohl die DGzRS keine staatlichen Gelder erhält. Im Buch „Mayday!“ schildernd die Seenotretter ihre dramatischsten Einsätze.

Noch ein paar Glückwünsche. Fangen wir mit „Happy Birthday, Harry“ an: Harry Potter, „geboren“ am 31. Juli 1980, wird 42 Jahre alt. Seine geistige Mutter, die „zufällig“ auch am 31. Juli das Licht der Welt erblickte, ist nur 15 Jahre älter. Joanne K. Rowling wurde heute vor 57 Jahren (1965) geboren. Was echte Fans sicher ohnehin wissen. Oder vielleicht im „Insiderwissen für Harry Potter Fans“ unter den avisierten 250 magische Fakten finden sollten.

Stolze 270 Jahre alt wird heute der Tiergarten Schönbrunn in Wien, der 1752 eröffnet wurde. Er ist damit der weltweit älteste noch bestehende Zoo. Im Schnitt verzeichnet der Zoo jährlich mehr als 2 Millionen Besucher. Und in einem bekannten Zoo-Ranking wurde der Tiergarten sechsmal in Folge als bester europäischer Zoo ausgezeichnet. Wer sich vorbereiten will und wie ich Wimmelbilder liebt, greift zu „Mein Tiergarten Schönbrunn“.

Zum guten Schluss wollen wir heute der Aufforderung eines großen Komikers Folge leisten: Denken Sie an etwas Schönes… Denken Sie an mich…. Louis de Funès würde heute seinen 108. Geburtstag feiern. Nein! – Doch! – Ooh!

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Samstag, 30. Juli Freunde und Taschenbücher

„Es gibt keinen treueren Freund als ein Buch“

Dieser Samstag, 30. Juli 2022, ist der „Tag der Taschenbücher“. Okay, eigentlich ist es ein „National Paperback Book Day“, der nur in den USA ansteht – aber was hindert uns daran, uns lesend anzuhängen?

Was ich allein schon deshalb gern mache, weil es die Titelauswahl in unserem „bebücherten Kalenderblatt“ deutlich erleichtert. Man nehme die Spiegel-Bestsellerliste, schaue unter Paperback Belletristik und ­ – voilá – da hätten wir beispielsweise den Krimi „Bretonischen Nächte“ von Jan-Luc Bannalec aktuell auf Platz 1.

Der „National Paperback Book Day“ findet sich aus gutem Grund am 30. Juli im Kalender. Heute vor 87 Jahren (1935) veröffentliche der Londoner Verleger Sir Allen Lane mit Andre Marouis‘ „Ariel, a Life of Shelley“ das erste Taschenbuch der weltweit bekannten Paperback-Reihen Penguin und Penguin Classics.

Für den Fall, dass irgendjemand den Kommissar-Dupont-Krimi von Bannalec nicht mag, bedienen wir uns bei den Taschenbuchtipps weiter hemmungslos in der Bestsellerliste. Auf Platz 2 rangiert „Sommerschwestern“ von Monika Peetz, Bronze geht an Lena Kiefers „Westwell – Heavy & Light“. Der erste Band der „Westwell“-Reihe sollte zügig gelesen werden, schon für Oktober ist Teil 2 angekündigt, im Februar 2023 folgt der dritte Band.

Im Grund viel wichtiger als der Taschenbuch-Tag ist der ebenfalls am heutigen 30. Juli anstehende „Internationale Tag der Freundschaft“ (International Day of Friendship). Bei dem Tag, der 1958 in Paraguay angestoßen und 2011 durch die Vereinten Nationen offiziell ausgerufen wurde, geht es um die Bedeutung der Freundschaft zwischen Personen, Ländern und Kulturen.

Dass Freundschaften zur Last werden können, konnte man unschwer am Schlagerbarden Wolfgang Petry erkennen, dessen Arm durch Freundschaftsbänder auf doppelten Umfang aufgepumpt schien. Dann doch lieber in Erinnerung an die eigene Kindheit und Enid Blytons Evergreen-Reihe „Fünf Freunde“.

Wobei auffällt, dass die Suche nach Büchern rund um Freundschaften erstaunlich viele Thriller und Krimis wie Bele Neuhaus‘ „In ewiger Freundschaft“ zutage fördert. Aber man kann sich im Zweifel ja immer noch an eine Erkenntnis von Ernest Hemingways halten: „Es gibt keinen treueren Freund als ein Buch.

Geburtstag, und zwar den 204., hätte heute Emily Brontë. Die Britin schrieb mit „Wuthering Heights“ („Sturmhöhe“) zwar nur einen einzigen Roman, aber der machte sie weltberühmt. Die deutsche Version gibt es unter anderem bei Diogenes, mit Blick auf den Tag der Taschenbücher verlinken wir aber auch das Original, das bei Penguin Paperbacks erschien.

Und dann war da noch der 30. Juli 1966. Die erste Fußball-WM, die ich bewusst miterlebte. Und nach der 2:4-Niederlage gegen England im Finale habe ich geheult wie ein Schlosshund. Und ich bleibe dabei: Das Wembley-Tor war nicht drin!

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Freitag, 29. Juli Viel Märchenhaftes

Die Ringe und die Langsamkeit

Für Fantasy-Fans ist dieser Freitag, 29. Juli 2022, ein wichtiges Datum: Heute vor 68 Jahren erschien in London der erste Teil von J. R. R. Tolkiens Roman „Der Herr der Ringe“.

Drei Ringe den Elbenkönigen hoch im Licht, | Sieben den Zwergenherrschern in ihren Hallen aus Stein, | Den Sterblichen, ewig dem Tode verfallen, neun, | Einer dem Dunklen Herrn auf dunklem Thron | Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn. | Ein Ring, sie zu knechten, sie alle zu finden, | Ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden | Im Lande Mordor, wo die Schatten drohn.

Mit dem „Ringgedicht“ beginnt der große Klassiker der Fantasy-Literatur. Ein Roman, den man gut und gern mehrfach lesen kann. Beispielsweise auch am „International Tolkien Reading Day“ (Tag der Tolkien-Lektüre) am 25. März.  Und obwohl ich Verfilmungen großer Romane oft skeptisch begegne, gebe ich gern zu, dass mich die opulenten Hollywood-Verfilmungen von Peter Jackson gepackt haben.  Siebzehn Oscars waren dafür keiner zu viel.

Als bekennender Royals-Fan weiß ich natürlich auch genau, was ich am 29. Juli 1981 getan habe: Ich saß vor dem Fernseher. Zusammen mit mehr als 750 Millionen anderer Menschen, die „dabei“ sein wollten, als Prinz Charles seine Lady Diana Spencer zum Traualtar führt. Bei der Märchenhochzeit wusste man ja noch nicht, dass er viel lieber eine andere geehelicht hätte. So oder so, ich mag den „ewigen Thronfolger“.

Gratulieren muss ich heute einer Berufsgruppe, die mich oft zur Weißglut geärgert (und mir noch viel öfter geholfen) hat. Heute ist der „Ehrentag des Sysadmins“ (System Administrator Appreciation Day). Damit soll die meist im Hintergrund ablaufende Arbeit aller Systemadministratoren und IT-Fachleute gewürdigt werden.

Da bin ich im Grundsatz auch sofort dabei. Allerdings hängen zu viele Admins dem Glauben an, dass jedes Problem im IT-Bereich rund 70 Zentimeter vor dem Monitor sitzt. Und wenn ich etwas gehasst habe, dann bei Computerproblemen die herablassende Frage der Experten: „Hast Du schon mal am Stecker gerackelt?“ Da hilft dann nur Selbstverteidigung mit dem Buch „Mail halten!“

Wer noch überlegt, was heute auf den Mittagstisch soll, hätte in den USA die Wahl zwischen Chicken-Wings und Lasagne. Der 29. Juli ist als Ehrentag beider Speisen verzeichnet. Vor die Qual der Wahl wäre mein jüngster Sohn nicht gestellt. Er ist ein glühender Lasagne-Fan. Allerdings muss er sich, nachdem er das Nest zum Studium verlassen hat, nun noch etwas bezähmen, denn Mutters Lasagne ist für ihn unschlagbar. Braver Sohn.

Ein Glückwunsch zum 80. Geburtstag geht heute an den Schriftsteller Sten Nadolny. Ich muss gestehen, dass ich tatsächlich noch nichts von ihm gelesen habe. Aber einen seiner Buchtitel liebe ich, obwohl sich mir als geborenem Hektiker der Sinn nie erschlossen hat: „Die Entdeckung der Langsamkeit“.

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Donnerstag, 28. Juli Der Fußball und ein blindes Huhn

Für die Bundesliga die Badewanne gewaschen

Dankbar sollten an diesem Donnerstag, 28. Juli 2022, die Gedanken von Fußballfans 60 Jahre zurück schweifen, als der DFB-Bundestag beschloss, mit einer Fußball-Bundesliga ab der Saison 1963/1964 an den Start zu gehen.

Ich habe allerdings keine allzu hohe Meinung vom Deutschen Fußballbund (DFB) und sehe dahinter eher das Motto vom blinden Huhn… Eindeutig ist aber, dass „60 Jahre Bundesliga“  nicht allein mein Leben maßgeblich beeinflusst haben. An den Samstagen habe ich nachmittags sogar Vaters „Badewanne“ (Ford Taunus 17m) gewaschen, weil darin ein Radio war, mit dem ich die Bundesliga hören konnte.

In der ganzen heißen Fan-Phase verfolgte mich die „Verrückte Bundesliga“ durch das Wochenende. Am Samstag erste die ARD-Sportschau und später im ZDF das Sportstudio. Mein Problem: Ich bin der einzige Fußballfan in der Familie. Eltern und Schwester setzten sich mit den diversen Samstagabend-Unterhaltungsshows regelmäßig durch. Und da deren Showmaster ebenso regelmäßig überzogen, verpasste ich stets das halbe Sportstudio. Vermutlich würde ich daher selbst als Quiz-Fan beim „Trivual Pursuit Bundesliga“ scheitern.

Heute vor 71 Jahren (1951) erlebte der Disney-Film „Alice im Wunderland“ nach dem Roman von Lewis Carroll in den USA seine Weltpremiere. Dieser 13. große Zeichentrickfilm aus dem Hause Disney floppte und soll auch von Walt Disney selbst verschmäht worden sein. Und da wäre ich ganz bei Herrn Disney.

Die Kritiker sahen die Zeichentrick-Alice deutlich positiver. Was dazu beigetragen haben dürfte, dass Disney dann sogar noch „Das große Buch mit den besten Geschichten“ zu Alice im Wunderland nachlegte. Das Disney-Drehbuch nutzte 2010 Regisseur Tim Burton für einen Realfilme unter anderem mit Johnny Depp als Verrücktem Hutmacher und Helena Bonham Carter als Roter Königin. Mit Einnahmen von mehr als einer Milliarde Dollar ein voller Erfolg. Was lange währt…

Zwei Geburtstage will ich heute nicht übergehen. Am 28. Juli 1929 erblickte Jacqueline Kennedy Onassis das Licht der Welt. Das Buch „Gespräche über ein Leben mit John F. Kennedy“ ist laut Verlagswerbung ein „ergreifendes Zeitdokument“.

Gratulation zum 55. Geburtstag an Jakob Augstein. Ich mag den Mann mit den „zwei Vätern“ (Martin Walser, Rudolf Augstein) ja ganz besonders im Doppel mit Nikolaus Blome. Wobei ich mich nie entscheiden konnte, wenn ich lieber lese und höre. Inhaltlich und stilistisch. „Oben und unten“. Was aber auf der Leseliste weit oben steht ist Augsteins literarisches Debüt: „Strömung“.

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Mittwoch 27. Juli Kaffeesatzleserei

Die Kanne Kaffee für Schlafmützen

Einfach mal liegenbleiben, das wäre an diesem Mittwoch, 27. Juli 2022, meine Devise, wenn ich in Finnland wäre. Bei den skandinavischen Nachbarn steht heute „Unikeonpäivä“ an. Die finnische Variante unseres Siebenschläfertages vom 27. Juni.

Es geht zwar auch in Finnland im Kern um die sieben (heiligen) Schläfer von Ephesus („Siebenschläferlegende“), aber der Tag kann für Langschläfer mit kaltem Wasser als Wecker beginnen. Ganz nebenbei erwirbt man sich den fragwürdigen Titel „faulste Person im Haushalt“. Unikeonpäivä lässt sich nämlich am besten übersetzen mit „Tag der Schlafmütze“ (National Sleepy Head Day).

Einmal früh aus den Federn, das sollte zu schaffen sein. Zumal mit einer ordentlichen Kanne Kaffee. Womit man dann auch gleich für einen am morgigen 28. Juli anstehenden Aktionstag vorsorgen könnte: Der „bundesweite Tag des Kaffeesatzes“ steht vor der Tür.  

Kaffeesatz, so habe ich bei den Recherchen zu diesem „bebücherten Kalenderblatt“ gelernt, soll hilfreich bei Kompostierung und als Geruchsbindemittel sein. Ich kannte es bislang nur als Lektüre, neigte ich doch schon immer zur Kaffeesatzleserei. Vermutlich eine Journalisten-Berufskrankheit. Dass es „Kaffeesatzlesen für Anfänger“ und „Die Kunst des Kaffeesatzlesens“ lediglich als eBooks gibt, empfinde ich als desillusionierend.

Zwei Weltstars hatten an einem 27. Juli ihren großen Durchbruch.  Madonna Louise Ciccone  veröffentlichte ihr Debütalbum und benannte es selbstbewusst nach sich selbst: „Madonna“. Was offenkundig ankam, das Album verkaufte sich über 16 Millionen Mal und wurde 2006 als eines der „Capital Gold’s All-Time Top 500“ der britischen Charts ausgezeichnet.

Der zweite Weltstar hatte am 27. Juli 1940 seinen ersten Filmauftritt in „Die Hasenfalle“. Unter der Regie von Tex Avery stieg Bugs Bunny in die Karriereleiter ein. Er brachte es auf gut 200 Filme, erhielt 1958 den Oscar (Bester animierter Kurzfilm) und bekam 1985 zweite Zeichentrickfigur nach Micky Maus einen Stern auf dem Hollywood Walk of Fame zugesprochen.

Schon wieder hat Alexandre Dumas heute Geburtstag. Allerdings „Dumas fils“, also Alexandre Dumas der Jüngere, der 1824 das Licht der Welt erblickte und später beispielsweise mit der „Kameliendame“ literarischen Ruhm erlangte. Seinem Papa (der mit den „Musketieren“) haben wir vor drei Tagen gratuliert.

Erinnert werden soll auch an Jack Higgins, der im Frühjahr verstarb und heute 93 Jahre alt geworden wäre. Als Thriller-Fan bin ich dem Bestseller-Autor in einem Fall zu Dank verpflichtet, sein Roman  „Der Adler ist gelandet“ gehört zu den spannendsten Büchern, die ich gelesen habe.

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