Eine Kooperation der BÜCHER-HEIMAT mit dem Harzburger Geschichtsverein
Edgar Isermann: Die Holz- und Pappenindustrie im Harzburger Radautal 1865 – 1961.
Vom Epochenwandel in der Harzer Holzwirtschaft
Hrsg. Harzburger Geschichtsverein, Harzdruckerei GmbH Wernigerode 2024,
149 Seiten, ISBN 978-3-00-076561-2, Preis: 25,00 Euro. Mehr Informationen
Egon Knof: „Gestüt Harzburg – Das Erbe der Braunschweiger Herzöge“
Das opulent aufgemachte Buch lässt voller Fakten und reich bebildert 600 Jahre Pferdezucht in Bündheim lebendig werden. Preis: 25,00 €
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Jungbrunnen Bad Harzburg
Einladung zu einem freudvollen Brunnenrundgang mit Sonja Weber und Dirk Junicke. Den Jungbrunnen mit neuen Augen sehen. Preis: 6,00 €
Um Missverständnissen angesichts des Eintracht-Braunschweig-Fotos und des Arschkarten-Titels an diesem Sonntag, 3. April 2022, gleich vorzubeugen: Ich mag die Eintracht sehr, die Löwen sind meine Nummer 2 hinter den Fohlen aus Mönchengladbach. Aber eine Verbindung ist nicht zu verleugnen…
Wer noch vor dem Lesen unseres täglichen Kalenderblatt-Blogs in Erinnerungen an den gestrigen Start der BÜCHER-HEIMAT schwelgen will, gelangt über diesen Link zur einer Bildergalerie – und das Team der BÜCHER-HEIMAT sagt schon mal Danke für die vielen Glückwünsche und die großartige Unterstützung zum Start.
Dennoch: Heute ist der „Tag der Arschkarte“ – und wir alle hoffen natürlich, dass Sie diese Karte heute (und auch sonst) nicht gezeigt bekommen. Falls Sie gerade die Stirn runzeln: Den „Tag der Arschkarte“ gibt es tatsächlich unter den „Kuriosen Feiertagen“. Er bezieht sich auf den 3. April 1971, als in der Fußball-Bundesliga die erste rote Karte gezückt wurde. Mit von der Partie waren die Löwen aus Braunschweig, die gegen die andere Eintracht aus Frankfurt spielten. Als Schiedsrichter Wilfried Hilker die erste rote Karte zückte, war der Braunschweiger Jaro Deppe in der Opferrolle, gefoult vom Frankfurter Friedel Lutz, der vom Platz flog. Was auch nicht half, Braunschweig verlor mit 2:5. Der unfeine Begriff „Arschkarte“ resultiert daraus, dass die Schiedsrichter die Gelbe Karte (Verwarnung) in der Brusttasche, die Rote Karte (Platzverweis) dagegen in der Gesäßtasche verstauten. Aber „Gesäßkarte“ klingt ja doch ziemlich blöd…
Das Stichwort „Arschkarte“ in der Bücherdatenbank fördert gleichnamige Romane um sympathische Loser wie „Arschkarte“von Heiko Thieß oder das„Arschkarten-Abo“ von Carsten Eicke ebenso zutage wie ein „Konzept der freien Energie für ein erfolgreiches, gesundes und authentisches Leben“ unter dem programmatischen Titel „Schluss mit der Arschkarte“.
Auch für alle, die weniger am Kicken, dafür aber umso mehr an Kultur und vor allem Kunst interessiert sind, bietet sich heute ein „Jubiläumsthema“ an: Vor 125 Jahren, am 3. April 1897, gründeten Gustav Klimt, Koloman Moser, Josef Hoffmann, Joseph Maria Olbrich, Max Kurzweil, Josef Engelhart, Ernst Stöhr, Wilhelm List die „Wiener Secession“ als Abspaltung vom „Wiener Künstlerhaus“. Ein Signal gegen den vorherrschenden Konservatismus und traditionellen Kunstbegriff. Wer sich an der Kunst erfreuen möchte (und vielleicht auch noch Signale an Freunde senden möchte“) liegt mit dem hochwertigen Postkarten-Set Wiener Secession garantiert richtig.
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Könnte es ein besseres Datum als diesen Samstag, 2. April, für den Start der BÜCHER-HEIMAT geben? Vermutlich nicht. Zum einen, weil alle schon viel zu lange auf den Startschuss gewartet haben. Zum anderen, weil die BÜCHER-HEIMAT nun mit einer Harzer Literaturgröße zusammen Geburtstag hat. Mit wem, das verraten wir gleich. Und alle, die mehr daran interessiert sind, was sich zum Start der BÜCHER-HEIMAT von 10 Uhr an in der Herzog-Wilhelm-Straße 64c ereignet, sollten diesem Link zum Programm folgen.
Nun wollen wir aber zu unserem berühmten Mit-Geburtstagskind kommen. Denn die Harzer Größe der deutschen Literatur würde heute 303 Jahre alt: Johann Wilhelm Ludwig Gleim, geboren am 2. April 1719 in Ermsleben, gestorben am 18. Februar 1803 in Halberstadt. Gleim war ein bedeutender Dichter, Literaturmäzen und Sammler der deutschen Aufklärung. „Vater Gleim“ – wie er genannt wurde – war eine Instanz im literarischen Leben seiner Zeit in Deutschland. Einen Besuch wert ist somit immer auch das Gleimhaus in Halberstadt.
Der Vollständigkeit halber sei angemerkt, dass neben dem Harzer Gleim noch eine ganze Reihe Prominenter mit der BÜCHER-HEIMAT Geburtstag haben: Giacomo Casanova, August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, Emile Zola und Hans-Christian Andersen sind ebenso zu nennen wie Karl der Große oder TV-Moderator Elton.
Wenn wir heute schon weit zurückschauen, dann können wir den Blick aber auch über den Tellerrand schweifen lassen. Wobei der Berliner Droschkenkutscher Gustav Hartmann, bekannt als Der Eiserne Gustav, 1928 bei seiner Protestfahrt gegen den Niedergang seines Gewerbes auf dem Weg nach Paris nicht allzu weit am Harz vorbeigerollt sein muss. Hans Fallada setzte ihm 1938 im Roman „Der Eiserne Gustav“ ein literarisches Denkmal, wobei aus Gustav Hartmann Gustav Hackendahl wurde. Der in viele Sprachen übersetzte Roman lieferte das Drehbuch für den gleichnamigen Spielfilm mit Heinz Rühmann sowie einer siebenteiligen Fernsehserie mit Gustav Knuth.
Deutlich weiter muss der Blick reichen, wenn es um die Herren Hippolyte Fizeau und Léon Foucault geht. Den beiden französischen Physikern gelang am 2. April 1845 das erste Foto von unserer Sonne, damit begründeten sie die astronomische Fotografie. Und die wiederum lieferte bis heute viele faszinierende Bildbände. Ganz nah dran an den Sternen ist die NASA – und die gewährt auf 468 Seiten mit mehr als 500 historischen Fotos Einblicke in „Das NASA Archiv. 60 Jahre im All“.
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Einen schönen 1. April 2022 wünscht die „Bücher-Heimat“. Heute ist Vorsicht im Umgang mit humorigen Mitmenschen angesagt: April, April! Oder wie es im angelsächsischen Sprachraum so schön gesagt wird: April Fool’s Day.
Ganz und gar kein Scherz ist folgende Info: Morgen startet die „Bücher-Heimat“!!!!!!!!!!!!
Passend zum Tag und nicht allein bei Kindern Kult ist die „April, April“-Hörbuchfolge aus der Serie „Die Pinguine von Madagaskar“. Zugegeben, die Auslieferung würde mit Verspätung erfolgen. Aber wie stellt King Julien so schön fest: „Irgendwo ist immer April, April…“
Gerade noch rechtzeitig kann und sollte man sich heute Gedanken darüber machen, was die Kinder/Enkel/Patenkinder als nächstes mal schmökern könnten. Morgen ist Internationaler Kinderbuchtag, wer heute rechtzeitig bei der BÜCHER-HEIMAT online in Bad Harzburg bestellt, hält sein Buch morgen schon in Händen und kann daraus vorlesen.
Weniger komisch, dafür umso spannender ist der Stoff, den der heute vor 147 Jahren geborene Richard Horatio Edgar Wallace lieferte. Er gehört zu den erfolgreichsten englischsprachigen Kriminalautoren und gilt als Erfinder des modernen Thrillers. Außerordentlich produktiv brachte Wallace es unter anderem auf 175 Bücher und 15 Theaterstücke.
Mit den Worten „Hallo, hier spricht Edgar Wallace!“ starteten von 1959 an im deutschen Fernsehen die Verfilmungen seiner Krimis, die vielfach Straßenfeger waren – trotz (oder wegen) obskurer Titel wie „Der Frosch mit der Maske“. Einladung zur Wallace-(Wieder)Entdeckung…
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Donnerstag, 31. März, nun haben wir schon den dritten Monat 2022 absolviert. Nur noch der Tag der Aprilscherze trennt uns vom Start der BÜCHER-HEIMAT am Samstag, 2. April.
Heute ist der „Internationale Tag des Donaldismus“. Der Begriff Donaldismus meint die (kulturwissenschaftliche) Beschäftigung mit den überlieferten Quellen (Lustige Taschenbücher etc.) über die Mitglieder der Familie Duck und anderen Bewohnern der fiktiven Stadt Entenhausen im Walt-Disney-Imperium. Die meisten Donaldisten weisen Deutschland und Skandinavien auf. Organisiert sind sie in Dänemark in der Dansk Donaldist-Forening (DDF), in Norwegen in der Donaldistene, in Schweden in der Nationella Ankistförbundet i Sverige (kvack) und in Deutschland in der Deutschen Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus (D.O.N.A.L.D.). Deutschland ist der Hort der wahren Puristen, ihr Augenmerk gilt ausschließlich den Donald-Duck-Geschichten aus der Feder des US-amerikanischen Zeichners Carl Barks (1901 – 2000), die in Deutschland von der Kunsthistorikerin Erika Fuchs (1906 – 2005) übersetzt wurden.
Warum der „Internationale Tag des Donaldismus“ am 31.3. gefeiert wird, dürfte für Donald-Duck-Fans sonnenklar sein. Das Autokennzeichen der berühmtesten Ente der Welt trägt die Nummer 313 (Expertenschnack: Dreihundertdreizehner). Und wenn man der Donald-Forschung Glauben schenken will, beträgt die elektrische Spannung in Entenhausen 313 Volt. Einsteiger finden in der „Entenhausen-Edition-Donald“ die besten Geschichten aus der Feder von Carl Barks.
Ein ebenso wichtiges wie seinerzeit trauriges Datum für den Harz war der 31. März 1910. Zur letzten Schicht nach gut 400 Jahren Erzabbau in der Grube Samson in St. Andreasberg fuhren an diesem Tag 80 Bergleute ein. Nachdem der Rekord-Silbergewinn 1822 bei 3040 Kilogramm lag, waren es 1909 nur noch 90 Kilogramm. Das Aus war unausweichlich. Das Bergwerk mit einer Gesamtteufe von rund 840 Meter weist die letzte funktionstüchtige Fahrkunst der Welt auf. Im Jahr 1987 setzte der amerikanische Ingenieur-Verband American Society of Mechanical Engineers die Grube Samson auf die Liste der internationalen historischen Maschinenbau-Denkmäler. Und im Zuge der Erweiterung der Welterbestätte Erzbergwerk Rammelsberg und Altstadt von Goslar um die Oberharzer Wasserwirtschaft wurde die Grube Samson im Jahr 2010 Bestandteil des Weltkulturerbes der UNESCO. Und einen Besuch ist das 1950 (großes Foto/Ahrens-Archiv) gegründete Museum Grube Samson in St. Andreasberg immer wert!
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genialokal – nomen est omen: Screenshot des Internet-Shops der BÜCHER-HEIMAT. Wenn online shoppen, dann in Bad Harzburg!
Kurstadt-Kaufrausch kann kommen
Der Kurstadt-Kaufrausch kann kommen, in der BÜCHER-HEIMAT können via Internet bereits Bücher erworben werden – online shoppen, aber in Bad Harzburg! Wer die Mitmach-Buchhandlung zum Start unterstützen will, ordert an diesem Mittwoch, 30. März, über unseren Partner genialokal schon mal ein wenig (oder auch ein wenig mehr) Lektüre.
Dabei muss es ja nicht unbedingt für den Eigenbedarf sein. Wenn die BÜCHER-HEIMAT am 2. April an den Start geht, steht auch der Internationale Kinderbuchtag im Kalender. Wann haben Kinder und/oder Enkel das letzte Mal ein Buch bekommen? Also wird es höchste Zeit! Der Kinderbuchtag wurde übrigens 1967 auf Initiative des International Board on Books for Young People ins Leben gerufen. Und das Datum ist kein Zufall, es handelt sich um den Geburtstag des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Dessen Werke kann man immer mal wieder lesen, beispielsweise in der Sammlung „Hans Christian Andersens schönste Märchen“. Besonderheit dabei: Daniela Drescher lässt die kleine Meerjungfrau, Däumelinchen und die Schneekönigin in farbenprächtigen Aquarellen, ausdrucksstarken Schattenrissen und stimmungsvollen Vignetten in ganz neuem Gewand erscheinen.
Wenn wir schon mal bei Aktionstagen rund um Bücher und Lesen sind, da ist die Auswahl sehr ansehnlich. Das Bücher-Vorlesen in der Familie will der „Family Literacy Day“ in Kanada seit 1999 an jedem 27. Januar fördern. Nach dem dazu passenden Internationalen Kinderbuchtag am 2. April ist kein Durchschnaufen angesagt, denn schon am 23. April steht der von der UNESCO 1995 ins Leben gerufene „Welttag des Buches und des Urheberrechts“ im Kalender. Einen fürchterlichen Hintergrund hat der „Tag des (freien) Buches“, der in Deutschland jeweils am 10. Mai begangen wird und an die Bücherverbrennung 1933 im „Dritten Reich“ erinnert. Einen Vorlesetag hat auch Deutschland zu bieten, initiiert durch die Stiftung Lesen und der Wochenzeitung Die Zeit steht er jeweils am dritten Freitag im November an.
An verfolgte, inhaftierte und ermordete Schriftsteller und Journalisten erinnert das 1960 gegründete „Writers-in-Prison-Committee“ der Schriftstellervereinigung P.E.N., das am 15. November 1980 den „International Writers-in-Prison-Day“ („Tag der Autoren hinter Gittern“) ausgerufen hat. Die Überleitung von „hinter Gittern“ zum Deutschen Krimitag ist jetzt arg schief, aber wir gehen halt chronologisch vor. Und der Krimitag, 2011 vom Verband der deutschsprachigen Krimiautoren angestoßen, steht am 8. Dezember an. Passende Lektüre: „Das ABC des schönen Mordens – Handbuch des stilvollen Abmurksens“. Daneben gibt es natürlich noch Aktionstage, die bekannte Autoren ehren. An den Tolkien-Tag hatten wir am 25. März erinnert. Noch bekannter ist allerdings der am 16. Juni anstehende „Bloomsday“ in Irland, der sich auf Leopold Bloom, Hauptfigur in James Joyce‘ „Ulysses“bezieht.
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Vier Mal werden wir noch wach – dann ist zwar noch nicht Weihnachten, da wir heute ja erst Dienstag, 28. März, haben, aber am Samstag, 2. April, startet die BÜCHER-HEIMAT.
Weniger ein Start als vielmehr ein nicht ganz freiwilliger Abgang bescherte uns am 28. März 1890 eine der berühmtesten Karikaturen der Welt: „Der Lotse geht von Bord“. Oder wie es im Original der englischen Satirezeitschrift „Punch“ hieß: „Dropping the Pilot“. Die Zeichnung stammt aus der Feder von John Tenniel, sie stand neben einem gleichnamigen Gedicht von Edwin James Milliken und beide nehmen den von Kaiser Wilhelm II. forcierten Rücktritt Otto von Bismarcks als Reichskanzler gekonnt aufs Korn.
Für die Welt der Karikaturen war „Der Lotse geht von Bord“ nahezu eine Art Urknall. Bis heute gilt die Zeichnung nicht allein als bekannteste Karikatur Tenniels und des Punchs, sondern als eine der weltweit berühmtesten Karikaturen überhaupt. Sie avancierte zur Vorlage für viele weitere Karikaturen, die sich an dem Stil Tenniels orientierten. Die Redewendungen „Dropping the Pilot“ in England und „Der Lotse geht von Bord“ im deutschsprachigen Raum sind zu geflügelten Worten der englischen und der deutschen Sprache geworden. Mit einiger Sicherheit dürfte kaum eine andere Karikatur außerdem häufiger in deutschen Schulgeschichtsbüchern abgebildet sein. Wer darüber mehr erfahren mag: „Geschichte in Karikaturen – Geschichtsunterricht, Band 3“ behandelt die Historie der satirischen Zeichnungen im 19. Jahrhundert (Foto: Wikipedia, gemeinfrei).
Einer geht von Bord, der andere fliegt über das Kuckucksnest: Ebenfalls am 28. März, aber erst im Jahr 1975, gewann der Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ von Miloš Forman bei der Oscarverleihung am 29. März 1976 alle fünf Hauptpreise, die „Big Five“, in den Kategorien Bester Film, Beste Regie, Bestes (adaptiertes) Drehbuch, Bester Hauptdarsteller, Beste Hauptdarstellerin. Bislang sind erst drei Filme in jeder dieser Kategorien ausgezeichnet worden, neben dem „Kuckucksnest“ waren dies „Es geschah in einer Nacht“ (1934) und „Das Schweigen der Lämmer“ (1991). 1993 wurde der auf Ken Keseys gleichnamigem Roman basierende Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ durch die Kongressbibliothek in den Bestand der National Film Registry aufgenommen, in den „kulturell, historisch oder ästhetisch bedeutende“ Filme Eingang finden. Zudem wurde die Tragikomödie einer der größten Erfolge in der US-amerikanischen Filmgeschichte überhaupt.
Noch ein kurzer Blick auf’s Wetter, das sollte man den Bauernregeln nach an diesen letzten Märztagen im Blick behalten: „Wie der 29. März, so der Frühling“, „Wie der 30. März, so der Sommer“ und „Wie der 31. März, so der Herbst“, heißt es da ein bisschen platt. Die Bauernregel-Dichter und -Denker scheinen mit dem Reimen ab und an pausiert zu haben…
Was hat Unkraut mit Schwarzwälder-Kirschtorte zu tun? Ganz einfach, beide sollen heute gefeiert werden. Der 28. März ist in den USA der „National Black Forest Cake Day“ (Tag der Schwarzwälder Kirschtorte). Und weltweit haben Garten-Blogger dieses Datum auch als Internationalen (Ehren-)Tag des Unkrauts („Weed Appreciation Day“) ausgerufen. In Ermangelung eines Backbuchs, das sich allein der international berühmtesten deutschen Torte widmet, kann man sich im Krimi„Schwarzwälder Kirsch“ mit der pensionierten Kriminalkommissarin Christa Haas zumindest in die regionale Stimmung einlesen. Spannender als Backbücher und als Null-Kalorien-Lösung (wenn man die Chips weglässt) eindeutig besser für die Linie…
Der zweite Aktionstag verblüfft mich weniger, bei meiner vegan lebenden Frau ist jeder Tag irgendwie auch ein Ehrentag des Unkrauts. Vor allem der „Gewöhnliche Giersch“ (Aegopodium podagraria) hat es ihr aktuell angetan. Giersch wuchert gewaltig und ist wegen seiner unterirdischen Triebe nur schwer bekämpfen. aber er ist auch ein „wohlschmeckendes Wildgemüse“. Bei uns gibt es beispielsweise Giersch im Smoothie oder als Pesto. Rezept für Pesto gefällig? Giersch, Olivenöl, Salz, Knoblauch und eine Hand voll Sonnenblumenkernen nehmen, ab in die Küchenmaschine, Gas geben, fertig. Wer noch mehr wissen und die Unkraut-Küche pflegen will, könnte hier fündig werden: „Lob des Unkrauts Wilde Pflanzen in Garten und Stadt – nützlich und schön.“
Schön gruselig ist dagegen einer meiner Lieblingsfilme, der heute vor 59 Jahren (1963) seine Premiere erlebte: „Die Vögel“ von Alfred Hitchcock. Die Szene auf dem Spielplätz, dessen Klettergerüst im Rücken der Hauptdarstellerin von Vögeln okkupiert wird, steht für „Suspense“ schlechthin. „Alfred Hitchcock setzte die Story in ebenso erregende wie beklemmende Bildfolgen um“, schrieb treffend das Lexikon des internationalen Films. Während ich diese Zeile schreibe, zermartere ich mir das Gehirn, ob ich die literarische Vorlage von Daphne du Maurier überhaupt je gelesen habe. Aber das kann man ja nachholen. Und „Die Vögel“ teilen sich zudem ein Taschenbuch mit einem anderen Klassiker von du Maurier:„Wenn die Gondeln Trauer tragen“ – ebenfalls Vorlage für einen unter die Haut gehenden Thriller des britischen Regisseurs Nicolas Roeg.
Für alle, die mit ein wenig gepflegtem Suspense by Hitchcock in die Woche starten wollen, hier die „Spielplatz-Szene“ aus den „Vögeln“ (Youtube, 4:04 min)
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