Der englische Historiker, Autor und Landwirt ist immer für ein besonderes Reiseerlebnis gut und in seinem Werk „Insel am Rand der Welt“ nimmt er uns mit auf eine kleine Insel am Polarkreis. Drei Monate lebt Rebanks zwar spartanisch, aber doch privilegiert, denn eigentlich haben Männer dort nichts zu suchen.
Die Inseln des Vega-Archipels vor der Küste Norwegens im hohen Norden sind traditionell Orte, an denen die Entenfrauen sich um das Wohlergehen der Eiderenten kümmern, um dann nach dem Schlüpfen der Jungen die Eiderdaunen aus den verlassenen Nestern zu „ernten“. Anna ist eine dieser Frauen, die dafür sorgen, dass eine Tradition nicht ausstirbt.
Ende Mai, wenn noch die Frühjahrsstürme wüten, bezieht sie ihr kleines Haus auf einem Stück Fels mitten im Meer und James Rebanks darf eine Saison dabei sein. Er lernt die Einsamkeit und Abgeschiedenheit schätzen, lernt aber auch, dass eine Insel nicht Freiheit bedeutet, sondern eingeschränkt sein im hier und jetzt.
Er erlebt die liebevolle Leidenschaft, mit der sich Anna um die Enten kümmert, was es mit dieser Tradition auf sich hat, warum Eiderdaunen so rar und wertvoll sind und weshalb der zweite Weltkrieg fast das Ende einer Lebensart bedeutet hat.
Dank Frauen wie Anna werden heute die seltenen Tiere wieder behütet, während sie brüten und finden in jedem Jahr ihr „zu Hause“ frisch für sie vorbereitet vor. Für die Entenfrauen ist dieses Leben etwas, dass sie mit ganzer Kraft bewahren, es ist ihre Art mit der Natur eins zu sein und für etwas wertvolles Sorge zu tragen.



