Dienstag, 4. Oktober: „Kanelbullens dag“

Mit Volldampf ins Zimtschnecken-Paradies

Der „Tag der Zimtschnecke“ ist dieser Dienstag, 4. Oktober 2022. Zugegeben, es ist ein schwedischer Aktionstag und heißt dort Kanelbullens dag (ext.). Aber für süße Leckereien bin ich immer und überall zu haben.

Gleichzeitig aber trieb mich die Sorge um, es könnte zu Zimtschnecken zu wenig Buchempfehlungen geben – so kann man sich täuschen. Und die Buchtitel fördern durchaus merkwürdige Mahl-Zeiten und Kombinationen zutage. „Zimtschnecken zum Frühstück“ ist da noch die mildeste Variante, die ich mir auch gut vorstellen kann.

Da die „Zimtschneckenliebe“ durch den Magen geht, fehlt es selbstverständlich nicht an Rezeptbüchern. Sogar für Kinder. An den Nachwuchs richtet sich das „Bibelkochbuch“ mit dem verheißungsvollen Titel „Von Falafel bis Zimtschnecke“.

Wobei Kids vielleicht eher „In der Küche mit Pettersson und Findus“ sein wollen, das populäre Duo bietet „neue Lieblingsrezepte für Fleischklößchen, Gemüsetaler, Zimtschnecken und Co.“. Vom Titel her vielversprechend, letztlich aber Etikettenschwindel ist „Jon und die vierte Zimtschnecke“. Statt um Süßes im Überfluss geht es darum, Kinder auf ein Geschwisterchen vorzubereiten…

Geschmacksverirrungen verheißen Bücher wie „Zimtschnecke trifft Currywurst“. Wobei es auch eher um „Alltagsgeschichten aus Kopenhagen und Berlin“ geht. Ohnehin scheinen Zimtschnecken literarisch eher in Dänemark beheimatet. „Blutwurst und Zimtschnecken“ wurde als bester dänischer Krimi des Jahres 2016 gefeiert. Hauptsache ist aber, das man „Das Zimtschneckenfiasko“ vermeiden kann – vielleicht durch die Lektüre der laut Verlagswerbung „rabenschwarzen Kriminalkomödie mit tödlicher Zuckerglasur“.

Stillvergnügt über Zimtschneckenbüchern vor mich hinwässernd, habe ich mein übliches Buchkontingent schon ausgeschöpft. Aber an zwei Volldampf-Eisenbahnthemen kann ich heute aber nicht vorbei. Am 4. Oktober 1883 begann die offizielle Einweihungsfahrt des Orient-Express im Pariser Bahnhof Gare de l’Est. Noch ohne „Mord im Orientexpress“.

Und 15 Jahre später, am 4. Oktober 1898, erreichte die erste Brockenbahn auf der behördlich abgenommenen Reststrecke ihre Endstation auf dem Brocken in 1.125 Meter Höhe. An den verschiedenen Wandkalendern rund um die Harzer Schmalspurbahn können sich Fans gar nicht satt sehen.

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