Gruseliger Graf und eine Fledermaus

Gruseliger Graf und eine Fledermaus

Ich bin an diesem Freitag, 4. März, zugegeben einen Tag zu spät dran, weil ich das Abheben eines Superhelden glatt verpennt habe. Seit gestern flattert er durch die Kinos der Welt: „The Batman“.

Für mich war der Fledermausmann nie so wirklich der große Held, den man in Kinderspielen gern verkörpert hätte. Ich gehörte eher der Winnetou-und-Old-Shatterhand-Fraktion an. Und bei den beiden viel meine Wahl in der Regel auf den hünenhaften Blonden aus den Filmen (Lex Barker). Die Sache mit der Schmetterhand habe ich allerdings nie so richtig hinbekommen. Vielleicht bietet dieser neue Batman-Film die Chance, mir zumindest die Stars des DC-Universums zu erschließen. Beim großen Gegenspieler Marvel-Comics bin ich an der Aufgabe schon gescheitert. Ins Kino gehen werde ich also erst nach dem 22. März, denn der Verlag Dorling Kindersley ist mit seinem „ultimativen“ Nachschlagewerk „Batman – Die Welt des dunklen Ritters“ nicht ganz pünktlich zum Filmstart.

Wer mit den Comic-Heftchen nichts anfangen kann, ist vielleicht bei einer Art kreativer Do-it-Yourself-Variante richtig: Heute ist „International Scrapbooking Day“. Und bei den selbstgebastelten Bildergeschichten handelt es sich keineswegs um neumodisches Zeug. Wikipedia führt als erste prominente Scrapbooker Königin Victoria von Großbritannien und Mark Twain. Im 20. Jahrhundert wurde die Themenwelt erweitert, es ging nicht länger „nur“ um die mit Fotos, Eintrittskarten und anderen Erinnerungsstücken verknüpfte eigene Lebensgeschichte, sondern oft um Stars, deren Leben mit Ausschnitten aus Illustrierten und Zeitungen nachvollzogen wurde. Bei mir galt diese Vorliebe dem Fußballer Günter Netzer. Über den Mönchengladbacher hatte ich Aktenordner voller Zeitungsschnipsel. Nur wusste ich seinerzeit nicht, dass ich ein Scrapbooker war. Einen Einstieg in die Bastelwelt bietet „Memory Keeper – Vintage-Journaling und Scrapbooking mit fraeuleinfotofee“.

Und dann gilt es noch ein großes Jubiläum zu betrachten: Heute vor 100 Jahren erlebte der Stummfilm „Nosferatu – Eine Symphonie des Grauens“ des genialen Regisseurs Friedrich Wilhelm Murnau im Marmorsaal des Zoologischen Gartens Berlin seine Weltpremiere. Max Schreck brillierte in der Rolle des Vampirs Graf Orlock. Bis heute gilt der Spielfilm als prägend für das Genre des Horrorfilms. Und das völlig zu Recht: Für mich als bekennendem Horrorfilm-Feigling gehört der Stummfilm zu den furchteinflößendsten Filmen überhaupt. Wer des gruseligen Grafen Gruft näher erkunden möchte, wird bestimmt hier fündig: „Der Fall Nosferatu: Enthüllte Geheimnisse zum Stummfilm-Klassiker“.



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