Heute herrscht Jeans-Pflicht

Heute herrscht Jeans-Pflicht

“When I wake up / In the morning light / I pull on my jeans / And I feel all right“ – Na, hat das an diesem Samstag, 26. Februar, schon wieder für einen Ohrwurm gereicht? Heute sind Jeans Pflicht (auch wenn ich konstatieren muss, dass ich darin einstmals besser ausgesehen haben mag…).

Die Pflicht zum Jeans-Tragen und mindestens einmaligen Hören/Singen/Summen von David Dundas Hit „Jeans on“ (1976) resultiert aus einem US-amerikanischen Aktionstag, der aber ohne Frage weltweite Bedeutung hat: Mit dem „Levi Strauss Day“ wird ein Mann geehrt, dessen Bedeutung für die moderne Beinkleidung nicht hoch genug einzuschätzen ist. Levi Strauss, geboren am 26. Februar 1829 in Buttenheim im Landkreis Bamberg, ist der Erfinder der Jeans.

Da es nichts gibt, was es nicht gibt, gibt es auch „Jeans-Statistiken“ („Jeans in Zahlen“). Demnach werden weltweit jährlich 1,8 Milliarden Jeans verkauft, pro Sekunde etwa 60 Hosen. Und jeder Deutsche besitzt durchschnittlich 7 Jeans. Und dann noch (k)eine Überraschung: „Frauen sind kauffreudiger“. Im Deutschland-Vergleich liegen NRW und Niedersachsen vorn. Gut 8 Paar Jeans besitzen die Bewohner der beiden Bundesländer im Schnitt. Bevorzugt wird die klassische blaue Jeans mit schlichter Passform. Und die wiegt 666 Gramm.

Genug des unnützen Wissens, mit dem man im Small Talk gebildet scheinen möchte/kann. Eine scharfe Zugabe haben wir in dieser Rubrik aber doch noch: Heute ist auch der „World Sword Swallower‘s Day“ („Welttag der Schwertschlucker“). Den rief 2008 der „Berufsverband“, die Sword Swallowers Association International (SSAI), ins Leben. Die SSAI sorgt damit für das Weiterbestehen einer sehr alten Tradition, denn mit der Kunst des Schwertschluckens begeisterten Könner bereits im antiken Griechenland und Rom, noch früher vermutlich sogar im südlichen Indien. Trotzdem beschränkt sich mein Kontakt zu „Sword Swallower“ schon in der Kindheit auf ein herrliches Astrid-Lindgren-Buch „Rasmus, Pontus und der Schwertschlucker“.

Heute fällt die Profession unter „Kleinkunst spektakulär: Nagelbrett – Schwertschlucken – Glaslaufen – Feuerlaufen“. In der öffentlichen Wahrnehmung haben die Schwertschlucker jedoch mit einem Problem zu kämpfen: Schwertschlucken halten viele für einen Zaubertrick. Dabei, darauf legt die SSAI Wert, ist es eine Fähigkeit, die ein scharfes Trainingspensum erfordert. Die eigentliche Kunst besteht vorrangig darin, Brechreiz und Schluckreflex zu unterdrücken. Ansonsten kann die Klinge, die nach SSAI-Vorgaben rund 41 Zentimeter lang sein muss, schwere innere Verletzungen verursachen. Was erklären könnte, warum die Sword Swallowers Association International weltweit insgesamt nur gut 100 aktive Schwertschlucker listet.

Schluck!


Zum Start in den Tag nun doch noch ein O-Ton, Youtube 2:44 min. Und eine Warnung für Prüde: Der „Musikladen“ im Öffentlich-Rechtlinien war vor 50 Jahren revolutionär und geizt nicht mit bloßer Haut…:


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